Artikel von Pamela Jahn (50)

Jahrgang 1978, Studium der Kulturwissenschaften und Publizistik in Berlin und Wien. Daneben freiberufliche Tätigkeit u.a. für die "tageszeitung" (taz) und "Ticket“, das Kulturmagazin des Berliner "Tagesspiegel". Anschließend Magister in Filmwissenschaften in London, gefolgt von Anstellungen am Institute of Contemporary Arts (ICA) und in der National Portrait Gallery. Schreibt seit 2000 übers Kino und ist heute in London hauptsächlich als freie Journalistin, Autorin und Filmkuratorin tätig.

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Denis Moschitto

Schock

(Kinostart: 15.2.) Ein Arzt sieht rot: Denis Moschitto spielt in „Schock“ einen Mediziner, der etwas zu tief ins Kölner Unterwelt-Milieu verstrickt ist. Dabei debütiert er auch als Ko-Regisseur von Daniel Rakete Siegel mit feinem Gespür für die Straßen seiner Stadt – und hoher Schmerzgrenze. ...weiter

Tina Satter

Reality

(Kinostart: 8.2.) Wenn zuhause FBI-Agenten warten: Regisseurin Tina Satter zeichnet das vielschichtige Porträt einer Whistleblowerin, die Russlands Einflussnahme in den USA offenlegte. Mithilfe echter Vernehmungsprotokolle von ihrer Festnahme entsteht ein Dokudrama zwischen Kammerspiel und Thriller. ...weiter

Paul Giamatti

The Holdovers

(Kinostart: 25.1.) „Breakfast Club“ für Erwachsene: Auf dem verwaisten College-Campus bekommt ein vom Leben enttäuschter Professor die Chance, das Ruder noch einmal herumzureißen. Mit schrägem Humor weckt Regisseur Alexander Payne Empathie für drei Außenseiter, die mehr verbindet als gedacht. ...weiter

Behrooz Karamizade

Leere Netze

(Kinostart: 18.1.) Wasser als Rettung und Verhängnis zugleich: Junge Leute am Kaspischen Meer sehnen sich nach Veränderung – und sei es mithilfe der Kaviar-Mafia. Doch die Verhältnisse in der iranischen Provinz lassen ihnen keine Spielräume; das zeigt Regisseur Behrooz Karamizade schonungslos. ...weiter

Andrew Legge

Lola

(Kinostart: 28.12.) Schwestern schreiben Weltkriegs-Geschichte: mit einer Maschine, die Radio- und TV-Signale aus der Zukunft empfängt. Mit kleinem Budget und umso größerem Ideenreichtum gelingt Regisseur Andrew Legge eine fantastische Parabel mit Groove auf die Janusköpfigkeit der Wissenschaft. ...weiter

Wim Wenders

Perfect Days

(Kinostart: 21.12.) Der Zauber der stillen Örtchen: Wim Wenders Porträt eines fiktiven Toilettenputzers in Tokio feiert ohne dramatischen Bogen die Schönheit der kleinen Dinge. Seine filmische Meditation ist auch eine Hommage an den japanischen Meisterregisseur Yasujiro Ozu. ...weiter

Iris Berben + Joachim Król

791 km

(Kinostart: 14.12.) Senk ju vor träwelling wis Deutsche-Bahn-Gutschein: Auf einer Taxifahrt von München nach Hamburg lassen vier Mitreisende reichlich Dampf ab – über Tempolimit, Cancel Culture und Globalisierung. Am Ende des Road Movies bekennt sich Regisseur Tobi Baumann zu weihnachtlichen Werten. ...weiter

Ken Loach

The Old Oak

(Kinostart: 23.11.) Wir schaffen das: In einem ehemaligen Grubendorf im Norden Englands lassen Bürger ihre Ängste an unerwünschten Geflüchteten aus. Gastfreundschaft gegen Brexit – dabei trifft der ungebrochene Idealismus von Regisseur Ken Loach auf Tränendrüsen-Dramaturgie. ...weiter

Hans Steinbichler

Ein ganzes Leben

(Kinostart: 9.11.) Im Schatten der Berge: Die werkgetreue Verfilmung des Bestsellers von Robert Seethaler durch Regisseur Hans Steinbichler gibt einem schlichten Leben Größe und Würde. Doch die durchweg wuchtige Musik und ein recht pathetisches Finale halten die Hauptfigur auf Distanz. ...weiter

Timm Kröger

Der Titel ist etwas größenwahnsinnig

Inspiration schlägt Berechnung: Am Anfang seines Films “Die Theorie von Allem” standen innere Bilder von Schwarzweiß-Bergen, Physikern auf Skiern und einem Hotel mit Geheimnis, erzählt Regisseur Timm Kröger. Die Handlung sei bewusst so konstruiert, dass man sie beim ersten Ansehen nicht verstehen kann. ...weiter