Artikel von Oliver Heilwagen (383)

Jahrgang 1968, Studium der Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaft in Göttingen, Bordeaux, Berlin und Moskau. Rundfunk-Volontariat, danach Redakteur und/oder Autor für diverse Medien, u.a. bei F.A.Z., Die Welt, Der Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Deutschlandradio, Netzeitung und kultiversum - Die Kulturplattform. Mitgründer und seit 2011 V.i.S.d.P von Kunst+Film. Interessen: Alte Meister, ost- und außereuropäische Kunst sowie Autorenfilme mit dem, was früher "gesellschaftliche Relevanz" hieß.

Alle Autoren bei kunstundfilm.de

Colin Firth + Jude Law

Genius - Seiten einer Freundschaft

(Kinostart: 11.8.) Hinter jedem großen Autor steht ein starker Lektor: Max Perkins ist kaum bekannt, doch er verhalf drei modernen Klassikern zum Durchbruch. Den Glutkern des Literaturbetriebs führt Regisseur Michael Grandage mit funkelnden Dialogen vor.

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Hou Hsiao-Hsien

The Assassin

(Kinostart: 30.6.) Martial Arts mit menschlichem Antlitz: Taiwans bekanntester Regisseur Hou Hsiao-Hsien dreht einen Kampfkunst-Historienfilm ohne Schwertgeklirr oder Spezialeffekte – aber mit opulenten Bildern und anspruchsvoller Auflösung.

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Berlin

9. Berlin Biennale

Auferstanden aus Ruinen: Die Berlin Biennale, die oft in Belanglosigkeit versandete, besinnt sich in ihrer neunten Ausgabe auf ein neues Geschäftsmodell – Business first! Damit lässt sich auch clevere Kritik am Konsum- und Warenfetischismus optimal vermarkten.

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Julia Roberts + George Clooney

Money Monster

(Kinostart: 26.5.) Gier als erste Bürgerpflicht: Ein Kleinanleger, der an der Börse sein Erspartes verlor, kidnappt den Moderator einer TV-Finanzshow. Großartig gallige Finanzmarkt- und Medien-Satire von Regisseurin Jodie Foster – ohne übliche Eliten-Kritik.

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Ulrike Ottinger

Chamissos Schatten – Teil 4

(Kinostart: 26.5.) Im letzten und besten Teil ihrer zwölfstündigen Polarmeer-Saga besucht Regisseurin Ottinger das Grab von Vitus Bering auf der nach ihm benannten Insel und bereist Kamtschatka – dort traut sie sich leider kaum an die 29 aktiven Vulkane heran.

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Stuttgart

Giorgio de Chirico

Der große Melancholiker: Mit seiner „metaphysischen Malerei“ hat der Einzelgänger De Chirico den Surrealismus vorbereitet und die Moderne auf einzigartige Weise geprägt. Das führt die Staatsgalerie anschaulich vor – allerdings beschränkt auf sein Frühwerk.

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Omer Fast

Genug Geld für Koks + Stripperinnen

Vergangenheit ist, was wir dafür halten; ihre vollständige Rekonstruktion bleibt unmöglich. Dennoch unterwirft der Kunst-Filmer Omer Fast seinen Protagonisten in „Remainder“ einer aufwändigen Amnesie-Eigentherapie – um Tabus sichtbar zu machen, betont er.

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Cem Kaya

Remake, Remix, Rip-Off: Türkei-Kino

(Kinostart: 5.5.) Tollywood in Istanbul: Mit bescheidenen Mitteln und halsbrecherischen Wildwest-Methoden produzierte das türkische Yeşilçam-Kino 40 Jahre lang massenhaft B-Movies. Cem Kayas grandiose Doku beschwört eine vergessene Filmindustrie herauf.

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Giro Guerra


Der Schamane und die Schlange

(Kinostart: 21.4.) Tragische Tropen: Auf den Spuren zweier Pioniere der Amazonas-Forschung inszeniert Regisseur Ciro Guerra eine berauschende Reise ans Ende der Nacht – als brillantes Stationen-Drama mit betörend schönen Bildern in elegantem Schwarzweiß.

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Shawkat Amin Korki

Memories on Stone

(Kinostart: 14.4.) Kurdistan als mentales Gefängnis, kontrolliert von weißhaarigen Paschas: Wie schwierig es ist, dort Filme zu drehen, zeigt Regisseur Shawkat Amin Korki mit rabenschwarzem Humor – und rechnet mit einer Kultur ab, die sich selbst blockiert.

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