Artikel von Oliver Heilwagen (382)

Jahrgang 1968, Studium der Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaft in Göttingen, Bordeaux, Berlin und Moskau. Rundfunk-Volontariat, danach Redakteur und/oder Autor für diverse Medien, u.a. bei F.A.Z., Die Welt, Der Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Deutschlandradio, Netzeitung und kultiversum - Die Kulturplattform. Mitgründer und seit 2011 V.i.S.d.P von Kunst+Film. Interessen: Alte Meister, ost- und außereuropäische Kunst sowie Autorenfilme mit dem, was früher "gesellschaftliche Relevanz" hieß.

Alle Autoren bei kunstundfilm.de

Berlin + London

The Botticelli Renaissance

Botticelli auf den Kopf gestellt: Die Gemäldegalerie zeigt Renaissance-Meisterwerke, 19. Jahrhundert-Wiederentdeckungen und moderne Zitate – verrät aber nicht, was original und was nachgeahmt ist. Eine Zwei-Klassen-Ausstellung für Eingeweihte und Schaulustige.

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Daniel Brühl

Ich und Kaminski

(Kinostart: 17.9.) Kunstbetriebs-Satire mit perfektem Timing: Den Roman von Daniel Kehlmann verfilmt „Good Bye, Lenin!“-Regisseur Wolfgang Becker kongenial – indem er seinen mit Blindheit geschlagenen Protagonisten sachte die Augen öffnet.

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Nicole Kidman

Königin der Wüste

(Kinostart: 3.9.) Lawrence von Arabien, zweiter Teil: Gertrude Bell war Geburtshelferin der arabischen Nationen und krönte Könige. Ihr abenteuerliches Leben verfilmt Regisseur Werner Herzog als malerisches Wüsten-Epos – und spart Politik weitgehend aus.

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Duisburg + 7 weitere Städte

China 8: Zeitgenössische Kunst

Klotzen statt kleckern: Nicht weniger als neun Museen in acht NRW-Städten präsentieren 500 Werke von 120 Künstlern. Der Ausstellungs-Marathon zeigt, wie unfassbar vielfältig die dortige Szene mittlerweile ist – zweifellos die wichtigste Schau des Jahres.

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Mohammad Rasoulof

Manuscripts don't burn

(Kinostart: 13.8.) Banalität der Brutalität: Die Geheimdienst-Hetzjagd auf Oppositionelle im Iran zeigt Regisseur Mohammad Rasoulof als reibungslos laufende Mordmaschine. Sein Schwanengesang taugt als Antidot gegen Iran-Euphorie nach dem Atom-Abkommen.

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Dominik Graf

Was heißt hier Ende? Michael Althen

(Kinostart: 18.6.) Er lernte seine Frau im Kino kennen, sein Nachruf beschleunigte Antonionis Tod: Der renommierte Filmkritiker Michael Althen lebte ganz für die Leinwand. Ihm widmet Regisseur Dominik Graf ein liebevolles, etwas längliches Porträt.

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Rüdiger Suchsland

Von Caligari zu Hitler

(Kinostart: 28.5.) Mehr als Caligari, Metropolis und Blauer Engel: In den 1920ern entstanden etliche Meisterwerke. Filmkritiker Rüdiger Suchsland präsentiert faszinierende Perlen; seine Verknüpfung mit deutscher Geschichte gerät ein wenig überambitioniert.

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Michael Winterbottom

Mit Gewalt weltweit bombardieren

„Die Augen des Engels“ handelt vom Medienrummel um einen Mordfall. Journalisten und Filmemacher stünden beide unter ähnlichem Druck, so Michael Winterbottom im Interview: Sie müssten ihre Stories einem an Klischees gewöhnten Publikum verkaufen.

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Dresden

Supermarket of the Dead

Die wertvollste Ausstellung des Jahres: Im Residenzschloss wird das Sortiment ausgebreitet, das Chinesen ihren Ahnen zuliebe verbrennen. Eine Parade teurer Markenprodukte aus Papier, die westlichen Warenfetischismus in Rauch aufgehen lassen.

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München

Kino der Kunst 2015

Das Spezial-Festival für Filme bildender Künstler gemeindet in seiner zweiten Ausgabe die halbe Museumslandschaft ein. Dabei täte ihm mehr Sorgfalt bei der Programm-Auswahl gut: Im Total-Wettbewerb geht Preiswürdiges in faden Fingerübungen unter.

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