Paweł Pawlikowski

Cold War– Der Breitengrad der Liebe

(Kinostart: 22.11.) Liebe in den Zeiten des Kalten Krieges: Im 60er-Jahre-Schwarzweiß erzählt Regisseur Paweł Pawlikowski von der Amour Fou zweier polnischer Musiker – so atmosphärisch dicht und fesselnd wie schon in seinem Oscar-prämierten Film „Ida“.

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Kornél Mundruczó

Jupiter's Moon

(Kinostart: 22.11.) Wenn das kein Wunder ist: ein Junge, der in der Luft schwebt! Doch für Übernatürliches ist wenig Raum in der geldgierigen Welt. Der Ungar Kornél Mundruczó inszeniert einen eigenwilligen Genre-Mix: optisch brillant, inhaltlich etwas unbefriedigend.

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Kirill Serebrennikow

Leto

(Kinostart: 8.11.) New Wave gegen das Politbüro: Mit doppelbödigen Rocksongs wurde Viktor Zoi zum Megastar in der Sowjetunion. Das dortige Klima um 1980 rekonstruiert Regisseur Kirill Serebrennikow brillant – selten wird Jugendkultur so authentisch verfilmt.

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Adina Pintilie

Touch Me Not

(Kinostart: 1.11.) Vom Berührungsverbot zum Swinger-Club: Regisseurin Adina Pintilie beobachtet eine Frau, die ihren Körper neu entdeckt. Der diesjährige Berlinale-Siegerfilm ist eine verkrampft nüchterne Pseudo-Doku ohne jeden Hauch von Sinnlichkeit.

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Sergei Loznitsa

Donbass

(Kinostart: 30.8.) Knietief in einem Sumpf aus Korruption und Verbrechen: Der in Deutschland lebende Regisseur Sergei Loznitsa beschreibt in seinem episodischen Spielfilm die Dehumanisierung der Gesellschaft in der Ost-Ukraine – kraftvoll und bewegend.

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Elwira Niewiera + P. Rosołowski

Der Prinz und der Dybbuk

(Kinostart: 7.6.) Sich völlig neu erfinden: Diese PR-Floskel nahm Michał Waszyński existentiell ernst. Der russische Jude wurde Erfolgsregisseur in Polen und später Produzenten-Prinz in Italien – seinen faszinierenden Lebensweg zeichnet eine Doku kongenial nach.

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Sergei Loznitsa

Die Sanfte

(Kinostart: 3.5.) Reise ans Ende der Nacht: Frei nach Dostojewski schickt der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa seine sanftmütige Heldin auf der Suche nach ihrem Mann durch den russischen Gefängnis-Gulag – in einer beeindruckenden politischen Parabel.

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Semih Kaplanoğlu

Grain – Weizen

(Kinostart: 26.4.) Endzeitfilme mit Öko-Botschaft stehen hoch im Kurs. Doch „Grain – Weizen“ des türkischen Regisseurs Semih Kaplanoğlu, Berlinale-Gewinner 2010 mit „Bal – Honig“, bietet nur esoterisches New-Age-Gerede und symbolisch überfrachtete Bilder.

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George Ovashvili

Vor dem Frühling

(Kinostart: 29.3.) Requiem für einen Westentaschen-Tyrannen: Georgiens erster Präsident Swiad Gamsachurdia verspielte als dilettantischer Diktator die Macht. Seinem Ende widmet Regisseur Ovashvili ein bizarres Biopic – in schöner Kaukasus-Kulisse.

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Andrej Swjaginzew

Loveless

(Kinostart: 15.3.) Keine Liebe, nirgends: „Leviathan“-Regisseur Andrej Swjaginzew rechnet mit Egozentrik und Gefühlskälte im heutigen Russland ab. Sein Fallbeispiel einer zerrütteten Ehe samt verschwundenem Kind gerät plakativ und schematisch.

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Agnieszka Holland

Die Spur (Pokot)

(Kinostart: 4.1.) Menschen versus Tiere: Die polnische Regisseurin Agnieszka Holland schickt eine ältere Frau in den Kampf gegen die Jagd und das Patriarchat. Ein mutiger Mix aus Thriller und Märchen mit einer brillanten, aber moralisch fragwürdigen Hauptfigur.

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