Artikel von Holger Heiland (31)

Geboren 1969 in Frankfurt am Main, seit 1993 in Berlin. Diplomierter Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Stadtsoziologie. Hat sich unter anderem als Taxifahrer, Musiker, Werbetexter und Filmemacher durchgeschlagen. Sein Kurzfilm „Tangled“ mit Dirk Borchardt in der Hauptrolle lief weltweit auf großen Publikumsfestivals, in Deutschland etwa beim Filmfest Dresden und auf dem Fantasy Filmfest. Heute in erster Linie freier Autor und Journalist sowie Betreiber des Blogs weltwundern.net.

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Ziad Doueiri

Der Affront

(Kinostart: 25.10.) Ein Abflussrohr und die Folgen: Den absurden Streit zwischen einem christlichen Libanesen und einem Palästinenser entwickelt Regisseur Ziad Doueiri zu einer packenden Parabel auf Gesellschaften, die von rassistischer Gewalt geprägt sind.

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Sönke Wortmann

Der Vorname

(Kinostart: 18.10.) Darf man sein Kind Adolf nennen? Nach einem französischen Theaterstück inszeniert Regisseur Sönke Wortmann eine witzige, aber eher harmlose Tragikomödie um die Dekonstruktion eines selbstgefälligen bürgerlichen Milieus.

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Florian Henckel von Donnersmarck

Werk ohne Autor

(Kinostart: 3.10.) Euthanasie und Fotorealismus: Mit seinem fiktiven Künstlerporträt versucht sich Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck am großen Gesellschaftspanorama – herausgekommen ist nur überambitionierter Kitsch.

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Joshua Z. Weinstein

Menashe

(Kinostart: 6.9.) Ein liebenswerter Tollpatsch: Regisseur Joshua Z. Weinstein erzählt die Geschichte eines Witwers, der in einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde darum kämpft, seinen Sohn allein aufziehen zu können – authentisch und anrührend.

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Hans Weingartner

303

(Kinostart: 19.7.) Liebe auf Umwegen: Zwei junge Leute fahren in einem Wohnmobil gen Süden und kommen sich beim Diskutieren über Beziehungsmodelle und das Leben näher. Frisches Roadmovie von Regisseur Hans Weingartner, glaubwürdig und lebendig.

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Mia Spengler

Back for Good

(Kinostart: 31.5.) Statt „Dschungelcamp“ zurück in die Provinz: Daheim trifft TV-Sternchen Angie auf eine kontrollwütige Mutter und uncoole Schwester. Ihr fulminantes Kinodebüt verdichtet Regisseurin Mia Spengler zur bittersüßen Ode ans Scheitern und Weitermachen.

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Hilary Swank + Helena B. Carter

Eleanor & Colette

(Kinostart: 3.5.) Die Schizophrene und ihre Anwältin: Helena Bonham Carter und Hilary Swank kämpfen in einem Psychiatriedrama von Regisseur Bille August um Patientenrechte – ein allzu konventionelles Drehbuch lässt sie dabei im Stich.

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Josef Hader

Arthur & Claire

(Kinostart: 8.3.) Selbstmord wird als Paar erst schön: In Amsterdam treffen sich zwei Lebensmüde und gehen gemeinsam durch ihre letzte Nacht. Die schwarzhumorige Dramödie von Regisseur Miguel Alexandre konzentriert sich auf ein famoses Hauptdarsteller-Duo.

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Ridley Scott

Alles Geld der Welt

(Kinostart: 15.2.) Hart, aber unherzlich: Im Rückblick auf die Entführung des Milliardärs-Erben John Paul Getty III. 1973 porträtiert Regisseur Ridley Scott einen Ölmagnaten, dem nur sein Geld am Herzen liegt – gelungene Reflexion über Reichtum, Macht und Familie.

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James Franco

The Disaster Artist

(Kinostart: 1.2.) Je schlechter, desto besser: Der Film „The Room“ von Tommy Wiseau ist ein miserables Machwerk, wird aber von Trashfilm-Fans geliebt. Nun hat Schauspieler James Franco dazu das Making Of gedreht – es gerät kaum besser als das Original.

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