Artikel von Holger Heiland (34)

Geboren 1969 in Frankfurt am Main, seit 1993 in Berlin. Diplomierter Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Stadtsoziologie. Hat sich unter anderem als Taxifahrer, Musiker, Werbetexter und Filmemacher durchgeschlagen. Sein Kurzfilm „Tangled“ mit Dirk Borchardt in der Hauptrolle lief weltweit auf großen Publikumsfestivals, in Deutschland etwa beim Filmfest Dresden und auf dem Fantasy Filmfest. Heute in erster Linie freier Autor und Journalist sowie Betreiber des Blogs weltwundern.net.

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Stéphane Batut

Der flüssige Spiegel

(Kinostart: 3.9.) Persönliche Begleitung ins Jenseits: Das beschäftigt einen jungen Geist in Paris – bis sich eine Lebende in ihn verliebt. Der Debüt-Spielfilm von Regisseur Stéphane Batut oszilliert überzeugend zwischen Naturalismus und Traum; nur das Ende fällt deutlich ab.

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Jean-Louis Trintignant

Die schönsten Jahre eines Lebens

(Kinostart: 2.7.) Schürzenjagen bis ins hohe Alter: Ein halbes Jahrhundert später erzählt Regisseur Claude Lelouch den Nouvelle-Vague-Klassiker weiter, der ihn einst berühmt machte. Das ist bisweilen berührend, oft vorhersehbar und etwas betulich.

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Mark Waschke

Der Geburtstag

(Kinostart: 25.6.) Ein Kindergeburtstag lässt in Abgründe blicken: In seiner Schwarzweiß-Tragikomödie über elterliche Überforderung zitiert Regisseur Carlos Andrés Morelli munter aus der Filmgeschichte und beweist dabei geschmackssicher fein dosierten Stilwillen.

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Hugh Grant + Colin Farrell

The Gentlemen

(Kinostart: 27.2.) Unternehmens-Veräußerung in der Unterwelt: Ein Drogenbaron will sein Marihuana-Imperium verkaufen. Wie schwierig das ist, schildert Regisseur Guy Ritchie in seiner amüsanten Gangster-Komödie mit großem Star-Ensemble.

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Ladj Ly

Die Wütenden – Les Misérables

(Kinostart: 23.1.) Ein Zündfunke reicht, und die Lage eskaliert: Der in Mali geborene Regisseur Ladj Ly zeigt anschaulich, was Unruhen in der Pariser Banlieue auslöst. Temporeich und authentisch – Victor Hugo wäre stolz auf diese Aktualisierung seines Romans.

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Bruno Dumont

Jeanne d'Arc

(Kinostart: 2.1.) Greta Thunberg im 15. Jahrhundert: Das Leben von Frankreichs Nationalheldin stellt Regisseur Bruno Dumont als Konflikt einer unbeirrbaren Glaubenskämpferin mit den Autoritäten ihrer Epoche dar – in spröde stilisiertem Setting.

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Alla Kovgan

Cunningham

(Kinostart: 19.12.) Modernen Tanz neu erfinden: Merce Cunningham war einer der einflussreichsten Choreografen des 20. Jahrhunderts. Regisseurin Alla Kovgan dokumentiert anschaulich seinen Stil in Kooperation mit Künstlern wie John Cage und Andy Warhol.

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Edward Norton

Motherless Brooklyn

(Kinostart: 12.12.) Mit Tourette-Syndrom durchs Brooklyn der 1950er Jahre: Ein Detektiv mit Handicaps sucht die Mörder seines Chefs. Der stilsichere Neo-Noir-Krimi von und mit Edward Norton besticht durch ein glänzendes Star-Ensemble und viele schöne Details.

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Richard Linklater

Bernadette

(Kinostart: 21.11.) Früher Star-Architektin, nun Hausfrau und Mutter: Der Rückzug ins Private macht vielen Frauen zu schaffen. In der Hauptrolle brilliert Cate Blanchett, doch Regisseur Richard Linklater verspielt dramatisches Potential durch zuviel Geschwätz und Gags.

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Corinna Harfouch + Tom Schilling

Lara

(Kinostart: 7.11.) One-Woman-Streifzug durch ein unerfülltes Leben: Regisseur Jan-Ole Gerster porträtiert in seinem intensiven Mutter-Sohn-Drama eine 60-Jährige, die an ihren hohen Ansprüchen scheitert – grandios verkörpert von Corinna Harfouch.

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