Artikel von Philipp Rhensius (40)

Philipp Rhensius ist Autor, Soziologe und Musiker. Seine Interessen umkreisen Musik, die Politik des Alltags, Filme, Popkultur und Philosophie. Seine Texte erscheinen u.a. in: taz, F.A.Z., Spex, Neue Zürcher Zeitung, Süddeutsche Zeitung, norient.com und diversen Sammelbänden. An Filmen interessiert ihn vor allem die Metanoia: die Verschiebung der Wahrnehmung, die Auflösung vermeintlicher Gewissheiten und die Veränderung des Verhältnisses zur Welt.

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Greta Gerwig

Lady Bird

(Kinostart: 19.4.) Überall ist Amerika besser, wo wir nicht sind: Eine 17-Jährige sucht 2002 ihren Weg zwischen High School und College, erster Liebe und Irak-Krieg. Stimmiges Coming-of-Age-Porträt als Regiedebüt von Greta Gerwig, dem Poster Girl des Mumblecore. ...weiter

Tyler Hubby

Tony Conrad – In the Present

(Kinostart: 11.1.) Provokation als Prinzip: Der Komponist und Künstler Tony Conrad wollte alle etablierten Kunstformen sprengen – als Miterfinder der Drone-Musik schuf er eine neue. Die Doku von Regisseur Tyler Hubby erinnert an den anarchistischen Avantgardisten. ...weiter

Matt Schrader

Score – Geschichte der Filmmusik

(Kinostart: 4.1.) Im Klangbrei der Blockbuster-Soundtracks: Regisseur Matt Schrader will die Geschichte und Funktion der Filmmusik erklären, verliert sich aber zwischen Banalitäten und Eigenlob der Protagonisten – ein kakophonisches Hollywood-Stimmengewirr. ...weiter

Reto Caduff + Stephan Plank

Conny Plank– The Potential of Noise

(Kinostart: 28.9.) Als der Weltgeist der Rockmusik südlich von Köln wohnte: Conny Plank war einer der einflussreichsten Musikproduzenten der 1970/80er Jahre. Die Doku seines Sohnes Stephan beschwört wortreich den Mythos, erklärt ihn aber kaum. ...weiter

Emma Watson

The Circle

(Kinostart: 7.9.) Privatsphäre ist Diebstahl: Ein Internet-Monopolist vergesellschaftet zwangsweise alle Nutzer. Den Bestseller-Roman von Dave Eggers verfilmt Regisseur James Ponsoldt als digitale Dystopie totaler sozialer Kontrolle mit leichten Schwächen. ...weiter

Sofia Coppola

Die Verführten

(Kinostart: 29.6.) Ein Kriegsfilm ohne Krieg: Sofia Coppola erzählt den Schrecken des US-Bürgerkriegs aus der Sicht von sieben Frauen, die einen Soldaten im Mädcheninternat verarzten – und verführen. Ein packendes Psychodrama über die Ambivalenz von Moral. ...weiter

Daniel Espinosa

Life

(Kinostart: 23.3.) Töten, um zu überleben: Im neuen Science-Fiction-Film von Regisseur Daniel Espinosa entdeckt ein Astronauten-Team eine neue Spezies, die sich bald als Monster erweist - so düsteres wie nachdenkliches Kammerspiel über menschliche Schwächen. ...weiter

Ewan McGregor

T2 – Trainspotting

(Kinostart: 16.2.) Wir sind alle Süchtige: 20 Jahre nach seinem legendären Heroin-Epos sieht Regisseur Danny Boyle nach, was aus den Junkie-Freunden von damals geworden ist – ohne Sentimentalität, aber mit rasanter Story und Aufsehen erregender Bildsprache. ...weiter

Peter Chelsom

Den Sternen so nah

(Kinostart: 9.2.) Dem Klischee noch viel näher: Die Jungfernreise eines Teenagers, der auf dem Mars aufwuchs, zu seinem Schwarm auf der Erde gerät Regisseur Peter Chelsom zur vorhersehbaren Coming-of-Age-Story. Mit etwas mehr Mut gäbe der Weltraum viel mehr her. ...weiter

Wim Wenders

Die schönen Tage von Aranjuez (3D)

(Kinostart: 26.1.) Altherren-Sommeridylle: Ein Paar sitzt in einem Garten bei Paris und schwadroniert über dies und das. Seine Verfilmung eines Theaterstücks von Peter Handke gerät Regisseur Wim Wenders zur bemüht tiefgründigen Lebensweisheits-Lektion. ...weiter