Artikel von Philipp Rhensius (37)

Philipp Rhensius ist Autor, Soziologe und Musiker. Seine Interessen umkreisen Musik, die Politik des Alltags, Filme, Popkultur und Philosophie. Seine Texte erscheinen u.a. in: taz, F.A.Z., Spex, Neue Zürcher Zeitung, Süddeutsche Zeitung, norient.com und diversen Sammelbänden. An Filmen interessiert ihn vor allem die Metanoia: die Verschiebung der Wahrnehmung, die Auflösung vermeintlicher Gewissheiten und die Veränderung des Verhältnisses zur Welt.

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Reto Caduff + Stephan Plank

Conny Plank– The Potential of Noise

(Kinostart: 28.9.) Als der Weltgeist der Rockmusik südlich von Köln wohnte: Conny Plank war einer der einflussreichsten Musikproduzenten der 1970/80er Jahre. Die Doku seines Sohnes Stephan beschwört wortreich den Mythos, erklärt ihn aber kaum. ...weiter

Emma Watson

The Circle

(Kinostart: 7.9.) Privatsphäre ist Diebstahl: Ein Internet-Monopolist vergesellschaftet zwangsweise alle Nutzer. Den Bestseller-Roman von Dave Eggers verfilmt Regisseur James Ponsoldt als digitale Dystopie totaler sozialer Kontrolle mit leichten Schwächen. ...weiter

Sofia Coppola

Die Verführten

(Kinostart: 29.6.) Ein Kriegsfilm ohne Krieg: Sofia Coppola erzählt den Schrecken des US-Bürgerkriegs aus der Sicht von sieben Frauen, die einen Soldaten im Mädcheninternat verarzten – und verführen. Ein packendes Psychodrama über die Ambivalenz von Moral. ...weiter

Daniel Espinosa

Life

(Kinostart: 23.3.) Töten, um zu überleben: Im neuen Science-Fiction-Film von Regisseur Daniel Espinosa entdeckt ein Astronauten-Team eine neue Spezies, die sich bald als Monster erweist - so düsteres wie nachdenkliches Kammerspiel über menschliche Schwächen. ...weiter

Ewan McGregor

T2 – Trainspotting

(Kinostart: 16.2.) Wir sind alle Süchtige: 20 Jahre nach seinem legendären Heroin-Epos sieht Regisseur Danny Boyle nach, was aus den Junkie-Freunden von damals geworden ist – ohne Sentimentalität, aber mit rasanter Story und Aufsehen erregender Bildsprache. ...weiter

Peter Chelsom

Den Sternen so nah

(Kinostart: 9.2.) Dem Klischee noch viel näher: Die Jungfernreise eines Teenagers, der auf dem Mars aufwuchs, zu seinem Schwarm auf der Erde gerät Regisseur Peter Chelsom zur vorhersehbaren Coming-of-Age-Story. Mit etwas mehr Mut gäbe der Weltraum viel mehr her. ...weiter

Wim Wenders

Die schönen Tage von Aranjuez (3D)

(Kinostart: 26.1.) Altherren-Sommeridylle: Ein Paar sitzt in einem Garten bei Paris und schwadroniert über dies und das. Seine Verfilmung eines Theaterstücks von Peter Handke gerät Regisseur Wim Wenders zur bemüht tiefgründigen Lebensweisheits-Lektion. ...weiter

Xavier Dolan

Einfach das Ende der Welt

(Kinostart: 29.12.) Letzter Halt Elternhaus: Die Rückkehr eines Todkranken zu seiner Familie inszeniert Regisseur Xavier Dolan als intensives Kammerspiel à la Ingmar Bergman – mit Glanzrollen für Stars wie Léa Seydoux, Marion Cotillard und Vincent Cassel. ...weiter

Werner Herzog

Salt And Fire

(Kinostart: 8.12.) Zu viele Ideen versalzen den Film: Regisseur Werner Herzog verpflichtet drei Weltstars für einen Öko-Katastrophen-Thriller in Bolivien. Doch hanebüchene Handlung, gestelzte Dialoge und zwangsbesinnliche Musik führen zum freien Fall ins Sinnlose. ...weiter

Jim Jarmusch

Paterson

(Kinostart: 17.11.) Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort: Sein Porträt eines dichtenden Busfahrers verwandelt Regisseur Jim Jarmusch in ein Meisterwerk aus Poesie im Alltag – Und die Welt hebt an zu singen, triffst Du nur das Zauberwort. ...weiter