Artikel von Anne-Katrin Müller (108)

Kommt aus Niedersachsen; war von der norddeutschen Tiefebene schnell gelangweilt. Umzug nach NRW, Ausbildung zur Fotografin in Köln und Iserlohn. Diverse Jobs, die mal mehr, mal weniger mit Foto und Film zu tun hatten, was ihre Begeisterung fürs Kino nicht minderte. Schreibt seit ca. zehn Jahren über bewegte Bilder für diverse Medien. Liebt Filme, die ihr die Augen für fremde Lebenswelten öffnen, ohne ihr Sand in dieselben zu streuen.

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Anke Engelke + Florian David Fitz

Eingeschlossene Gesellschaft

(Kinostart: 14.4.) Von Molière und Sartre lernen: Ein Vater will bessere Noten für seinen Sohn erzwingen – das wird für die Lehrer zur Schulstunde der Wahrheit. Gelungene Gymnasial-Komödie von Regisseur Sönke Wortmann, die Doppelmoral mit präzisem Timing und treffsicheren Pointen demaskiert. ...weiter

Pouya Eshtehardi

Untimely

(Kinostart: 10.3.) Rauchen tötet: Weil er im Wachdienst qualmt, wird ein iranischer Rekrut vom Offizier gemaßregelt – mit fatalen Folgen. In seinem Debütfilm schildert Regisseur Pouya Eshtehardi das Leben in der iranischen Unterschicht; mit faszinierend originellen filmischen Mitteln. ...weiter

Ninja Thyberg

Pleasure

(Kinostart: 13.1.) Drüber, drunter und drauf: Eine junge Schwedin will in Kalifornien Pornostar werden. Doch im Sexfilm-Business voranzukommen, fällt ihr schwer – weil es in dieser Branche so unspektakulär hart zugeht wie in vielen anderen, zeigt Regisseurin Ninja Thyberg. ...weiter

Steven Spielberg

West Side Story

(Kinostart: 9.12.) Romeo und Julia in der Einwanderungs-Gesellschaft: Den Musical-Welthit von 1961 hat Regisseur Steven Spielberg neu verfilmt. Schwungvoll, opulent und mit hinreißenden Choreographien – ohne die ungelösten Grundkonflikte des Stoffs zu beschönigen. ...weiter

Ildikó Enyedi

Die Geschichte meiner Frau

(Kinostart: 4.11.) Ehekrisen eines Wanderarbeiters: Während seine Gattin an Land auf ihn wartet, vergeht ein Kapitän vor Eifersucht. Regisseurin Ildikó Enyedi verfilmt einen Klassiker der ungarischen Literatur – als opulenten Bilderbogen und erlesenes Kunsthandwerk. ...weiter

Oliver Masucci

Schachnovelle

(Kinostart: 23.9.) Brettspiel gegen den Irrsinn: Ein NS-Opfer überlebt Isolationshaft mit Denksport. Stefan Zweigs Klassiker verfilmt Regisseur Philipp Stölzl neu – als so kühnes wie beklemmendes Psychogramm mit einem überragenden Oliver Masucci in der Hauptrolle. ...weiter

Radu Jude

Bad Luck Banging or Loony Porn

(Kinostart: 8.7.) Doppelmoral in der Digitalmedien-Ära: Ein Privatporno macht die Runde – das soll eine Lehrerin ihren Job kosten. Der Berlinale-Siegerfilm 2021 des rumänischen Regisseurs Radu Jude bereitet einen aktuellen Kulturkampf als wortlastiges Triptychon auf. ...weiter

Sylvie Verheyde

Madame Claude

(Netflix-Start: 2.4.21) Bei Anruf Callgirl: Regisseurin Sylvie Verheyde porträtiert die mächtigste Bordellchefin im Paris der 1960/70er Jahre. Ihr Biopic verheddert sich in allerlei Verwicklungen und bietet Dauerpalaver mit aseptischer Hochglanz-Erotik. ...weiter

Niklaus Hilber

Die Stimme des Regenwaldes

(Kinostart: 22.10.) Robin Hood im Dschungel: Regisseur Niklaus Hilber schildert das kurze, wilde Leben des Schweizers Bruno Manser, der mit Penan-Nomaden gegen die Abholzung von Borneo kämpfte, als fesselnd facettenreiches Biopic der besonderen Art. ...weiter

Jan Komasa

Corpus Christi

(Kinostart: 3.9.) Die Letzten werden die Ersten sein: Ein junger Häftling gibt sich als Landpfarrer aus. Das packende Dorf-Drama von Regisseur Jan Komasa fesselt durch seinen charismatischen Hauptdarsteller – und bietet tiefe Einblicke in die katholische polnische Provinz. ...weiter