Artikel von Hannah Osterkorn (112)

Kindheit und Jugend in Haifa/ Israel und Würzburg. Studierte Kunstwissenschaft an der Kunsthochschule Kassel; Abschluss 2001 mit einem Vergleich der Konzepte von documenta und Biennale di Venezia. War 2002 bis 2012 in verschiedenen Funktionen für die documenta Veranstaltungs-GmbH tätig; berichtet für diverse Medien über Kultur-Themen. Schreibt seit 2012 für Kunst+Film; am liebsten – aber nicht nur – über zeitgenössische Kunst.

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Hannover

Niki. Kusama. Murakami. Love You For Infinity

Alles so schön bunt hier: Das Sprengel Museum präsentiert die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle gemeinsam mit den Japanern Yayoi Kusama und Takahashi Murakami. Diese farbenfrohe Zusammenstellung geizt nicht mit Oberflächenreizen zwischen Kitsch und Kommerz: Glitzer geht immer. ...weiter

Essen + Dresden

William Kentridge – Listen to the Echo

Welt aus Schwarz und Weiß: Damit hat der Südafrikaner William Kentridge einen überbordenden Bilderkosmos geschaffen – in Grafiken, Tapisserien, Fresken, Filmen, Video-Installationen und Opern-Inszenierungen. Zum 70. Geburtstag widmen ihm Museum Folkwang und SKD eine prachtvolle Doppel-Retrospektive. ...weiter

München

Auguste Herbin

Der Allesmaler: Herbin schuf nacheinander postimpressionistische, fauvistische, kubistische, ethno-abstrakte, figurative, biomorphe und geometrische Werke – stets farbintensiv und eindrucksvoll. Dem französischen Allround-Modernisten widmet das Lenbach-Haus eine so kompakte wie kompetente Retrospektive. ...weiter

Berlin

13. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst – das flüchtige weitergeben

Südasien-Sonderschau mit Schwerpunkt Myanmar: Die Berlin Biennale will diesmal so leichtfüßig, wendig und listig auftreten wie Füchse, doch das gelingt ihr kaum – wie gewohnt überwiegen bierernste Materialschlachten. Da hilft nur: Gewünschte Gegenwartskunst künftig selbst bestellen und bezahlen. ...weiter

Bonn

Para-Moderne – Lebensreformen ab 1900

Nonkonformismus als Freakshow: Die Bundeskunsthalle will Entstehung und Ideen alternativer Bewegungen nachzeichnen, verzettelt sich aber mit einem so geschichtsvergessenen wie gegenwartsblinden Sammelsurium. Darin findet sich Erhellendes wie Lächerliches – nur Emanzipation ist immer gut. ...weiter

Berlin

Musafiri: Von Reisenden und Gästen

Allzeit auf Achse: Das Haus der Kulturen der Welt zeigt zeitgenössische Werke nichtwestlicher Künstler, die sich dem Reisen widmen. Ein sinnespraller Reigen gegen geistige Provinzialität, zudem zugänglicher präsentiert als früher. Doch die besten Beiträge ignorieren das Thema souverän. ...weiter

Berlin

A World in Common – Contemporary African Photography

Die ganze Bilder-Welt soll es sein: Die Galerie C/O Berlin gibt einen Überblick über zeitgenössische afrikanische Fotografie. Opulent inszeniert, abwechslungsreich und teils auch überraschend – allerdings ist die Auswahl übermäßig auf die Auseinandersetzung mit der Kolonialvergangenheit fixiert. ...weiter

München

Aber hier leben? Nein danke - Surrealismus + Antifaschismus

Mit Traumprotokollen und Cadavres exquis die Welt ändern: Anfangs war der Surrealismus fast militant politisch. Wie er entschieden für Freiheit und Revolution stritt, doch dabei stetig an Boden verlor, zeichnet das Lenbachhaus nach – allerdings überladen und mit eigenwillig gesetzten Schwerpunkten. ...weiter

Kassel + Schweinfurt + Hagen

InformELLE Künstlerinnen der 1950er/60er-Jahre

Gegen das Vergessen: Drei Museen wollen 16 Künstlerinnen rehabilitieren, die in der Nachkriegszeit abstrakt malten. Damit waren sie damals durchaus erfolgreich – kein Wunder angesichts ihrer Originalität und stilistischen Vielfalt, wie die gelungene Werkauswahl in der Neuen Galerie Kassel zeigt. ...weiter

Wuppertal

Lucio Fontana: Erwartung

Loch, Loch, Schnitt und Strich: Fertig ist das Raumkonzept. Mit solchen Werken wurde Lucio Fontana in den 1950/60er Jahren weltberühmt – aber kaum verstanden. Das ändert eine umfassende Retrospektive im Von der Heydt-Museum; besonders beeindrucken beinahe barocke Kleinplastiken. ...weiter