Artikel von Hannah Osterkorn (85)

Kindheit und Jugend in Haifa/ Israel und Würzburg. Studierte Kunstwissenschaft an der Kunsthochschule Kassel; Abschluss 2001 mit einem Vergleich der Konzepte von documenta und Biennale di Venezia. War 2002 bis 2012 in verschiedenen Funktionen für die documenta Veranstaltungs-GmbH tätig; berichtet für diverse Medien über Kultur-Themen. Schreibt seit 2012 für Kunst+Film; am liebsten – aber nicht nur – über zeitgenössische Kunst.

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Kassel

documenta fifteen: Fridericianum

Der Antisemitismus-Streit um die weltgrößte Ausstellung für Gegenwartskunst enthüllt die Provinzialität des Standorts. Dabei zeigt ein Rundgang durch das Fridericianum, in welche Richtung sich ein radikal erweiterter und entwestlicher Kunstbegriff entwickeln könnte – wenn man ihn lässt. ...weiter

Berlin

12. Berlin Biennale – Still Present!

Kunst als Antwort auf drei große Menschheitsfragen: Für die 12. Berlin Biennale hat sich Kurator Kader Attia viel vorgenommen. Das können die 70 Teilnehmer kaum einlösen: Die meisten Beiträge verausgaben sich in überambitionierten Materialschlachten oder drastischer Elends-Dokumentation. ...weiter

Berlin + Würzburg

Hannah Höch – Abermillionen Anschauungen

Für Dada-Fotocollagen berühmt, ansonsten weniger bekannt: Das Riesenwerk von Hannah Höch mäandert zwischen vielen Stilen. Die Retrospektive im Bröhan- und Kulturspeicher-Museum bietet einen anschaulichen Querschnitt, garniert mit einem eigenwilligen Ausstellungskonzept. ...weiter

München

Fantastisch Real – Belgische Moderne

Die vielfältige Kunst im westlichen Nachbarland von James Ensor bis René Magritte vorzustellen, ist verdienstvoll. Allerdings präsentiert die Kunsthalle sie recht eigenwillig: mit Leihgaben vor allem aus Antwerpen – samt Schwerpunkten und Auslassungen, die teils fragwürdig erscheinen. ...weiter

Berlin

documenta. Politik und Kunst

Altnazis und Antikommunismus: Das Deutsche Historische Museum zeichnet die Entwicklung der größten Ausstellung für zeitgenössische Kunst nach. Mit wenig Interesse für deren Eigenlogik und Perspektiven – ein papierner Rückblick macht die üblichen Buhmänner dingfest. ...weiter

Berlin

The Cool and the Cold

Als der Kalte Krieg noch heiß war: Der Martin-Gropius-Bau zeigt Malerei, die zwischen 1960 und 1990 in den USA und der Sowjetunion entstanden ist. Eine kluge Auswahl legt unvermutete Ähnlichkeiten in der Kunst der beiden Supermächte frei – die Extreme berühren sich. ...weiter

Berlin

Yael Bartana – Redemption Now

Messianische Pläne für Millionen: Die israelische Videokünstlerin Yael Bartana beschäftigt sich bevorzugt mit Heilversprechen. Ihr richtet das Jüdische Museum Berlin die erste große Werkschau aus – ohne Instant-Erlösung, dafür mit Albert Speers megalomanen Germania-Entwürfen. ...weiter

Berlin

11. Berlin Biennale

Kunst als Traumatherapie und Sozialarbeit: Die 11. Berlin Biennale versteht sich als Gedenkkapelle für benachteiligte Minderheiten. Ihre Theologie der Befreiung geht einher mit geistiger und ästhetischer Schlichtheit, aus der nur wenige Arbeiten positiv herausragen. ...weiter

Berlin

Body Performance

Mehr Bilder sind immer besser: Von Tanz und Theater bleiben nach der Aufführung nur Aufnahmen, die sie dokumentieren. Eine Tour d'Horizon dieser Foto-Sparte ist im Museum für Fotografie zu sehen: von Menschen in Krokodilen bis zu Nackedeis ohne Geschlechtsorgane. ...weiter

Leipzig

Link in Bio- Kunst + soziale Medien

Digitaltechnik mit ihren eigenen Mitteln schlagen: Mit Algorithmen und sozialen Medien kommentieren und kritisieren junge Künstler die virtuelle Realität. Ihre Werke fallen oft recht konventionell aus – das zeigt eine Schau im Museum für bildende Künste. ...weiter