Artikel von Ingrid Beerbaum (150)

Ingrid Beerbaum kam bei Berlin zur Welt und hat Germanistik, Slawistik und Soziologie in Potsdam, St. Petersburg und Dnjepropetrowsk studiert. Anschließend war sie im PR-Bereich und als Journalistin für Rundfunk, TV-Sender und Presse tätig. Sie lebt und arbeitet in Berlin als Journalistin und Kritikerin für mehrere Zeitungen und Online-Magazine mit dem Schwerpunkt osteuropäisches Kino. Außerdem ist sie als Kuratorin für das Internationale Kurzfilm-Festival "Interfilm" und als Mitglied des deutschen Filmkritiker-Verbandes in Jurys diverser Festivals im In- und Ausland tätig.

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Mads Mikkelsen

Der Rausch

(Kinostart: 22.7.) Experiment Dauerschwips: Thomas Vinterberg erzählt in seiner preisgekrönten Sozialsatire, wie vier Freunde wieder Aufregung in ihr Lehrerdasein bringen – durch konsequente Anwendung einer skurrilen Theorie über die Vorteile des Pegeltrinkens.

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Daniel Brühl

Nebenan

(Kino-Start: 15.7.) Bier und Sülze im Prenzlberg: Daniel Brühls
Kammerspiel über gentrifizierende Zuzügler und Alteingesessene Berliner schwankt zwischen echter Beobachtung, Ironie und Eitelkeit – und gibt unverhofften Einblick in das Leben urbaner Upperclass-Kreativlinge.

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François Ozon

Sommer 85

(Kinostart: 8.7.) Die 80er auf 16mm-Film: Francois Ozon erzählt in seiner tragischen Romanze, wie Alex und David ihr erstes Glück an der malerischen Küste der Normandie erleben – eine Sommerliebe, die in einer Katastrophe endet.

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Maria Schrader

Ich bin Dein Mensch

(Kinostart: 1.7.) Der perfekte Mann: In Maria Schraders diesjährigem Berlinale-Beitrag erliegt Wissenschafterin Alma beinahe dem algorithmischem Charme des Androiden Tom – aber der perfekte Zuhörer und Liebhaber ist am Ende doch nur eine langweilige Maschine.

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Peter Strickland

Das blutrote Kleid

(DVD-Start: 27.5.21) Knallroter Killerdress: Regisseur Peter Strickland zeichnet die Blutspur eines tödlichen Kleides nach wie einen Fiebertraum zwischen Horror und Kitsch – mit dubiosen Mode-Boutiquen und Fashion Victims, die einem Polyesterbiest zum Opfer fallen.

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John Turturro

Jesus Rolls–Niemand verarscht Jesus

(DVD-Start: 8.4.21) Zwei Taugenichtse legen kalauernd Frauen flach: John Turturro kreuzt seine Figur aus „The Big Lebowski“ mit einer französischen Komödie aus den 1970ern – für verstaubten Macho-Klamauk wie anno dazumal.

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Dea Kulumbegashvili

Beginning

(MUBI-Start: 29.1.21) Glaube in Flammen: Regisseurin Dea Kulumbegashvili porträtiert die Frau eines georgischen Predigers, die zum Opfer des Dorf-Machismo wird – mit einer mutig subtilen Inszenierung, deren karge Schlichtheit dem Publikum den Atem raubt.

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Tom Hanks + Helena Zengel

Neues aus der Welt

(Netflix-Start: 10.2.21) Empathie schlägt Haudegen: 1870 bricht Tom Hanks mit einem Waisenmädchen zu einer strapaziösen Reise durch die amerikanischen Südstaaten auf – Regisseur Paul Greengrass zeichnet ein stimmiges Bild der Gesellschaft nach dem US-Bürgerkrieg.

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Gary Oldman

Mank

(Netflix-Start: 4.12.20) Klassiker aus dem Krankenbett: Herman Mankiewicz schrieb 1939 mit gebrochenem Bein das Drehbuch zu „Citizen Kane“ von Orson Welles. Die verwickelte Entstehung des vielleicht besten Films aller Zeiten zeichnet Regisseur David Fincher brillant nach.

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Kantemir Balagow

Bohnenstange

(Kinostart: 22.10.) Was vom Kriege übrig blieb: Im befreiten, aber ruinierten Leningrad sind zwei Freundinnen durch Schuld und Zuneigung untrennbar verbunden. Regisseur Kantemir Balagow verfilmt einen Roman von Swetlana Alexijewitsch einfühlsam als universelle Fabel.

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