Artikel von Ingrid Beerbaum (185)

Ingrid Beerbaum kam bei Berlin zur Welt und hat Germanistik, Slawistik und Soziologie in Potsdam, St. Petersburg und Dnjepropetrowsk studiert. Anschließend war sie im PR-Bereich und als Journalistin für Rundfunk, TV-Sender und Presse tätig. Sie lebt und arbeitet in Berlin als Journalistin und Kritikerin für mehrere Zeitungen und Online-Magazine mit dem Schwerpunkt osteuropäisches Kino. Außerdem ist sie als Kuratorin für das Internationale Kurzfilm-Festival "Interfilm" und als Mitglied des deutschen Filmkritiker-Verbandes in Jurys diverser Festivals im In- und Ausland tätig.

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Nastassja Kinski + Albrecht Schuch

Die Stillen Trabanten

(Kinostart: 1.12.) Nachts werden Sehnsüchte wach: Im Episodenfilm von Regisseur Thomas Stuber nach Erzählungen von Clemens Meyer erleben gewöhnliche Leute emotional aufwühlende Begegnungen. Alle Akteure haben ihre Ecken und Kanten, und nicht jede Hoffnung erfüllt sich – wie im wirklichen Leben. ...weiter

Ralph Fiennes

The Menu

(Kinostart: 17.11.) Spezialhölle für Superfoodies: Ein gefeierter Spitzenkoch lässt dekadente Gourmets einen unvergesslichen Abend im Luxus-Restaurant erleben. Regisseur Mark Mylod richtet seine gallige Gesellschaftskritik aus erlesenen Zutaten an – Ralph Fiennes glänzt als ausgebrannter Küchendiktator. ...weiter

Isabelle Huppert + Lambert Wilson

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior

(Kinostart: 10.11.) Nichts geht über schicken Fummel vom Nobelschneider: Dafür tut eine Putzfrau alles. Paul Gallicos Aschenputtel-Erfolgsroman von 1958 hat Regisseur Anthony Fabian neu verfilmt: als charmante Sittenkomödie mit Retro-Flair, liebevoll ausgestattet und konsequent märchenhaft. ...weiter

Oleg Senzow

Rhino

(Kinostart: 3.11.) Wie ein schmächtiger Junge zum verrohten Gangsterboss mutiert: Das schildert der ukrainische Regisseur Oleg Senzow nach vier Jahren in russischer Haft. Detailgetreu inszeniert, mit einem Kleinkriminellen als Hauptdarsteller – als lakonische Analyse des postsowjetischen Gewalt-Kreislaufs. ...weiter

Jean Dujardin

November

(Kinostart: 20.10.) Sieben Jahre nach den Attentaten von Paris mit 130 Opfern kommt der erste Film über die Terroranschläge ins Kino: Regisseur Cédric Jimenez schildert sie ausschließlich aus Sicht der Ermittler. Sein temporeicher Action-Thriller ist detailgetreu inszeniert, blendet aber Täter-Motive aus. ...weiter

Daniela Abke

Belleville. Belle et Rebelle

(Kinostart: 13.10.) Wie aus der Zeit gefallen: Das Café Musette „Vieux Belleville“ im gleichnamigen Pariser Stadtteil ist ein Anlaufpunkt für sangesfreudige Nonkonformisten. Sie porträtiert Regisseurin Daniela Abke liebevoll, einfühlsam und völlig unsentimental in stimmungsvollem Schwarzweiß. ...weiter

Aelrun Goette

In einem Land, das es nicht mehr gibt

(Kinostart: 6.10.) Als Model im real existierenden Sozialismus: Suzi fliegt von der Schule, weil sie Verbotenes liest – und landet unversehens mitten in der Ostberliner Bohème. Regisseurin Aelrun Goette beschreibt das Leben kurz vor der Wende – zwischen Subkultur und Anpassung. ...weiter

Albrecht Schuch + Daniel Brühl

Im Westen nichts Neues

(Kinostart: 29.9.) Nach fast 100 Jahren die erste deutsche Verfilmung: Regisseur Edward Berger wagt sich an den berühmten deutschen Anti-Kriegs-Roman von Erich Maria Remarque – und liefert wie dieser eine expressive Schilderung der Gräuel im Granatenhagel an der Westfront des 1. Weltkriegs. ...weiter

Charly Hübner

Mittagsstunde

(Kinostart: 22.9.) Wenn der Postmann nicht mehr klingelt: Das schleichende Sterben vieler Dörfer wird selten thematisiert. Im Roman von Dörthe Hansen kehrt ein Akademiker in seinen nordfriesischen Heimatort zurück – das verfilmt Regisseur Lars Jessen mit Witz und lakonischer Melancholie. ...weiter

David Bowie

Moonage Daydream

(Kinostart: 15.9.) The Man Who Sold the World: David Bowie war einer der vielseitigsten und einflussreichsten Künstler der Pop-Ära. Ihm widmet Regisseur Brett Morgen eine schillernde Hommage: mit einem farbensprühenden Doku-Essayfilm, der vor Ideen birst – und allein auf Bowies Worten beruht. ...weiter