Peter Luisi

Ein Sommersandtraum

Benno mit Sandra in der Hängematte auf Strandsand. Foto: Neue Visionen Filmverleih

(Kinostart: 21.7.) Der Schweizer Peter Luisi erzählt clever, wie sich Hass in Liebe umkehren kann und irgendwann die Uhr tickt, wenn man das Glück nicht beim Schopf packt. Sehr erfrischende Komödie mit tollen Schauspieler-Entdeckungen.

Bennos (Fabian Krüger) wenig spektakuläres Leben folgt vielen Ritualen, die ihm mal mehr und mal weniger lieb sind. Ganz sicher zur unangenehmen Sorte gehört sein Verhältnis zu Sandra (Irene Brügger), die das Café unter seiner Wohnung betreibt und offensichtlich beschlossen hat, als «Einfrauorchester» für Furore zu sorgen.

 

Info

Ein Sommersandtraum

 

Regie: Peter Luisi, Schweiz 2011, 90 min.; mit Fabian Krüger, Irene Brügger, Beat Schlatter

 

Webseite zum Film

Allabendlich probt sie lautstark, bis sich Benno, Freund klassischer Künste und Dirigent, die Zehennägel hochbiegen. Und doch trinkt Benno tagein, tagaus ebendort seinen Kaffee, für den er allerdings jeden Tag aufs Neue heiße, geschäumte Milch erfragen muss.

 

Sommerträume von Sand-ra

 

Eines Tages stellt Benno aber eine Veränderung an sich fest: Er verliert Sand. Er rieselt aus ihm heraus, ohne dass er wüsste, wo der herkommt, und ohne dass er etwas dagegen tun könnte.

 

Erst wenig, bald aber schon mehr und mehr Sand. Weder Arzt und Psychologe noch die repräsentative Freundin können helfen, während sich gleichzeitig Träume einstellen, in denen er sich ausgerechnet mit Sandra vergnügt…

 

Offizieller Video-Trailer

 



 

Der Schweizer Beitrag gewann beim renommierten Saarbrücker Max Ophüls Festival den Publikumspreis. Dieser Ehrung dürfte der Kinostart geschuldet sein. Ohne die Auszeichnung hätte es Peter Luisis tiefgründige, unorthodox erzählte Komödie sicherlich schwer am behäbigen Kinomarkt gehabt.

 

Ein Glück, möchte man meinen. Erfrischend und abseits gängiger Erzählkonventionen gelingt Luisi mit seinen unverbrauchten Darstellern ein leichter Filmspaß, der nachwirkt.


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