Artikel von Bela Akunin (157)

Geboren 1972 in Woronesch/ Südwestrussland. Umsiedlung in die Bundesrepublik 1990. Studium der Politologie, Ethnologie und Kulturgeschichte Osteuropas in Bremen und Heidelberg. 1999 bis 2002 Weltreise durch vier Kontinente; Reportagen für Reisemagazine. Seither Beiträge für diverse Zeitschriften, Radiosender und Online-Kulturportale. Interessen: Alles in Wort, Schrift und Bild, was über den mitteleuropäischen Tellerrand hinausreicht.

Alle Autoren bei kunstundfilm.de

Bayreuth

Kunst aus Nigeria: Uche Okeke + Nsukka School

Biafra in Bayreuth: Uche Okeke war einer der bedeutendsten Künstler im entkolonialisierten Schwarzafrika. Was er und seine Mitstreiter der Nsukka School schufen, präsentiert eine Retrospektive im Iwalewahaus – in afrikanischer Manier: mit wenig Informationen, aber blumiger Poesie. ...weiter

Stanisław Mucha

Wettermacher

(Kinostart: 18.8.) Lagerkoller als vorherrschende Lebensform: Vier Bewohner einer russischen Polarstation sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Davon berichtet Regisseur Stanisław Mucha nur auf der Tonspur – seine Doku-Kamera schwelgt in monotonen Bildern unwirtlicher Weiten. ...weiter

München

Stille Rebellen: Polnischer Symbolismus um 1900

Expedition in eine Terra Incognita gleich nebenan: Die Klassische Moderne unseres östlichen Nachbarlands ist hierzulande kaum bekannt. Die Kunsthalle stellt die Bewegung des „Jungen Polen“ in allen Facetten vor, von stimmungsvollen Landschaften bis zu Historien-Fantasy – anschaulich präsentiert und erklärt. ...weiter

Joel Basman

Abenteuer eines Mathematikers

(Kinostart: 30.6.) Wiedersehen mit der Wasserstoffbombe: Zu ihren Vätern zählt Stanisław Ulam, jüdischer Mathematiker aus Polen. Seinen Werdegang schildert Regisseur Thor Klein – als papiernes Kammerspiel ohne Dramaturgie, aber voller Tekkie-Talk und Ethik-Räsonnement für die Mittelstufe. ...weiter

Wolfsburg

Checkpoint – Grenzblicke aus Korea

Wo die Mauer noch steht: Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea gilt als die unüberwindlichste der Welt. Mit den Folgen beschäftigen sich Werke von 19 Künstlern im Kunstmuseum – leider fast ohne dringend nötige Erläuterungen, so dass Langnasen meist nur Chinesisch verstehen. ...weiter

Heidi Specogna

Stand up my Beauty

(Kinostart: 19.5.) Kaffeeklatsch in Addis Abeba: Regisseurin Heidi Specogna lässt eine äthiopische Sängerin mit anderen Frauen über Zwangsverheiratung und Unterdrückung palavern. Die wortreiche Doku mit Musikeinlagen und Bauwut-Impressionen gerät zum beliebigen Bildersalat. ...weiter

Volker Schlöndorff

Der Waldmacher

(Kinostart: 7.4.) Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute einen Busch stutzen: Mit dieser Methode forstet ein Australier afrikanische Landstriche auf. Ihn porträtiert Regisseur Volker Schlöndorff – doch seine Doku wechselt arg häufig Themen und Drehorte. ...weiter

Bochum

Black Gold and China

Von Menschen gemachte Mondlandschaften: Der Fotograf Lu Guang dokumentiert Kohle- und Industriereviere. Seine kunstvoll komponierten Aufnahmen zeigen gigantische Umweltzerstörung – diese Reise ins Herz der Finsternis präsentiert das Bergbau-Museum erstmals außerhalb Chinas. ...weiter

M. Moghadam + B. Sanaeeha

Ballade von der Weißen Kuh

(Kinostart: 3.2.) Mater dolorosa in der Milchfabrik: Eine iranische Witwe wird nicht nur Opfer eines Justizirrtums, sondern auch etlicher weiterer Schicksalsschläge. Das spannungsarme Hiob-Porträt eines Regie-Duos bewahrt nur die Hauptdarstellerin vor papiernem Moralismus. ...weiter

Sofia Kappel + Ninja Thyberg

Sex-Athleten bei Kampfsportarten

In „Pleasure“ zeigt Regisseurin Ninja Thyberg den Alltag einer Porno-Darstellerin, die Sofia Kappel eindrucksvoll verkörpert. Sie wollten die Branche entmystifizieren, auch gegen bevormundenden Feminismus, erzählen beide im Interview: Alle Akteure spielten nur ihre Rollen. ...weiter