Artikel von Eric Mandel (74)

Eric Mandel (*1974, West-Berlin), schrieb und schreibt seit mehr als 20 Jahren für diverse Zeitungen und Magazine über Musik, Kino und Literatur, z.Zt. für u.a. Jazzthetik, Norient.com, taz und Bazaar Berlin. Seit 2015 produziert und moderiert er "The FreakOuternational Radio Show" für multicult.fm und veröffentlicht nebenher auf dem Weblabel "edelfaul recordings" anstrengende Musik.

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Klaus Stern

Watching you – Die Welt von Palantir und Alex Karp

(Kinostart: 6.6.) Die Welt ertrinkt in Daten. Palantir-Software verhilft zu Durchblick: Sie filtert Konsum- und Finanztrends ebenso heraus wie Verbrecher und Terroristen – Datenschutz, was ist das? Das Wirken der Analyse-Krake beleuchtet Doku-Regisseur Klaus Stern erhellend, obwohl er sich am Chef die Zähne ausbeißt. ...weiter

George Miller

Furiosa: A Mad Max Saga

(Kinostart: 23.5.) Rasender Stillstand: Wie in vier Vorgänger-Filmen richtet Regisseur George Miller auch im fünften – und chronologisch vierten – Teil der Action-Serie möglichst viel Blech- und Personenschaden an. Nun mit weiblicher Hauptfigur; das macht das Spektakel nicht besser, aber kurzweiliger. ...weiter

Oliver Masucci

Bad Director

(Kinostart: 9.5.) Ein Film als ausgestreckter Mittelfinger: Regisseur Oskar Roehler lässt seinem Weltekel freien Lauf und betreibt zugleich monomanische Nabelschau. Kein Wunder bei dieser Vorlage – seinem Roman „Selbstverfickung“ von 2017. Nur bei einer heiligen Hure im Bordell fühlt er sich wohl. ...weiter

Sam Taylor-Johnson

Back to Black

(Kinostart: 11.4.) Warum musste die Neosoul-Sängerin Amy Winehouse sterben? Auf diese unbequeme Frage liefert das Biopic von Regisseurin Sam Taylor-Johnson keine Antwort. Ihr Film feiert mit seiner grandiosen Hauptdarstellerin ein musikalisches Ausnahmetalent – und bleibt dabei seltsam flach. ...weiter

Alireza Khatami + Ali Asgari

Irdische Verse

(Kinostart: 11.4.) Da helfen alle wohlgesetzten Worte nichts: Egal was sie sagen – Iraner werden von Vertretern der Staatsmacht gemaßregelt und geschurigelt. Die Absurdität solcher Gespräche führt das Regie-Duo Khatami und Asgari in kafkaesken Dialogen vor; mit minimalem Aufwand für subversive Komik. ...weiter

Neo Sora

Opus – Ryūichi Sakamoto

(Kinostart: 28.3.) Abschied vom Kino im Kino: Der 2023 verstorbene Komponist Ryūichi Sakamoto hinterließ erinnerungswürdige Filmmusiken. In “Opus“ spielt er sie letztmals unbegleitet auf dem Klavier. Aus dieser minimalistischen Vorgabe entsteht ein würdiges Requiem in Schwarzweiß. ...weiter

Denis Villeneuve

Dune: Part Two

(Kinostart: 29.2.) Wiedersehen mit Arrakis: Zweieinhalb Jahre nach dem ersten kommt der zweite Teil der monumentalen SciFi-Verfilmung ins Kino. Mit kleinen Änderungen der Romanvorlage überwindet Regisseur Denis Villeneuve das simple Gut-Böse-Schema und nimmt Bezug auf den Nahen Osten. ...weiter

Reinaldo Marcus Green

Bob Marley: One Love

(Kinostart: 15.2.) The Harder They Come: Der Reggae-Ikone wird ein Biopic gewidmet. Als Quasi-Staatsakt: Die gesamte Familie Marley und halb Jamaica sind daran beteiligt. Womit sich Regisseur Reinaldo Marcus Green übernimmt – in seinem Messias-Porträt spielt dessen künstlerische Entwicklung keine Rolle. ...weiter

Blitz Bazawule

Die Farbe Lila

(Kinostart: 8.2.) Frauenpower im La-La-Land: Inszeniert vom ghanaischen Regisseur Blitz Bazawule erlebt die Musical-Version des schwarzen Bildungsroman-Bestsellers von Alice Walkers ihre Wiedergeburt als feministisch-versöhnliches Kino-Fest für alle Sinne. Und offenbar im Auftrag des Herrn. ...weiter

Matthias Schweighöfer

Girl you know it's true

(Kinostart: 21.12.) Musiker wie Ersatzteile einer Hitfabrik: Das Discopop-Duo “Milli Vanilli” stürmte 1989 die Charts – und stürzte im Folgejahr ab, als herauskam, dass es seine Songs nicht selbst gesungen hatte. Regisseur Simon Verhoeven rollt den Skandal auf: nostalgisch, unterhaltsam und ohne Schadenfreude. ...weiter