Alex de la Iglesia

Mad Circus

(Kinostart: 8.12.) Spaniens Geschichte als Duell zweier Clowns: Mit grell überdrehtem Psycho-Horror gewann Regisseur de la Iglesia 2010 zwei Löwen in Venedig. Doch Schock-Effekte verstellen den Weg zu differenzierter politischer Analyse. ...weiter

Alex de la Iglesia

Spanien als trauriger Zirkus

«Mad Circus» wurde auf der Biennale 2010 mit zwei Silbernen Löwen ausgezeichnet, doch seinen Kritikern ist der Film zu brutal. Damit verarbeite er Erinnerungen an die Franco-Diktatur, erklärt der Regisseur im Interview. ...weiter
Pernilla August

Bessere Zeiten

(Kinostart: 8.12.) Nordisches Familien-Drama von Pernilla August: Die aus «Fanny und Alexander» von Ingmar Bergman bekannte Darstellerin zeigt in ihrem Regie-Debüt vielschichtig und sensibel Erinnerungen an eine schlimme Kindheit. ...weiter

Kunst+Film-Video des Monats:

Ein Kunst-Kontinent wird wiederentdeckt: Fünf Jahre lang waren die Bestände des Museums für Asiatische Kunst im Depot eingelagert. Nun sind sie wieder zu sehen – teilweise: mehr als die Hälfte kommt erst 2022 dazu. Dennoch: Diese riesige Kollektion fantastischer Meisterwerke ist in Deutschland einmalig – nur die Präsentation zur „Neueröffnung im Humboldt Forum“ lässt etwas zu wünschen übrig.

Auch neu im Kino ab 2. Dezember

  • Harald Naegeli – Der Sprayer von Zürich“: Doku über den Schweizer Graffiti-Sprüher, der in den 1970/80er Jahren dazu beitrug, dass Street Art salonfähig wurde.
  • „Aksel“: Doku über den norwegischen Weltklasse-Skifahrer Aksel Lund Svindal.
  • Das Ende des Schweigens“: Dokudrama über die Frankfurter Homosexuellenprozesse 1950/1951, die Hunderte von Männern stigmatisierten.
  • „Bloody Nose, empty Pockets“: Doku-Porträt einer von Schließung bedrohten Kneipe in Las Vegas.
  • „Gunpowder Milkshake“ mit Paul Giamatti („Love & Mercy“, „Cosmopolis“): Action-Thriller über die Tochter einer Profikillerin, die in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt.

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Mohammad Rasoulof

Filme im Gefängnis machen

Als Freund und Kollege des zeitweise inhaftierten Regisseurs Jafar Panahi hat Rasoulof Probleme mit der Justiz: Er wurde 2010 im Iran zu sechs Jahren Haft verurteilt. Dennoch gelang es ihm, seinen Film «Good bye» in Berlin zu zeigen. Ein Gespräch. ...weiter
Berlin

Europäischer Filmpreis 2011

Depression und Weltuntergang schlagen alles: Mit drei Auszeichnungen ist Lars von Triers Apokalypse-Epos «Melancholia» der große Gewinner der diesjährigen Preisverleihung. «Pina» von Wim Wenders wurde als bester Dokumentarfilm prämiert. ...weiter
Cary Fukunaga

Jane Eyre

(Kinostart: 1.12.) Charlotte Brontës Roman-Klassiker über den Aufstieg eines Waisen-Mädchens in zeitlos schönem Gewand: «Sin Nombre»- Regisseur Fukunaga rekonstruiert formvollendet England im frühen 19. Jahrhundert. ...weiter

Aktuelle Top-Ausstellungen

  • „Johannes Vermeer. Vom Innehalten“: bis 2.1.2022 in der Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden
  • „Sweat“: Werke von 30 Künstlern zum Thema Transpiration bis 9.1.2022 im Haus der Kunst, München
  • „The Cool and the Cold“: Malerei aus USA und UdSSR 1960–1990 bis 9.1.2022 im Gropiusbau, Berlin
  • „documenta. Politik und Kunst“: Geschichte 1955 bis 1997 bis 9.1.2022 im Deutschen Historischen Museum, Berlin
  • „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ bis 9.1.2022 im Museum der bildenden Künste, Leipzig

Arthouse-Kino Top 10 Charts

    1. „Contra“ von Sönke Wortmann
    2. „À la Carte! – Freiheit geht durch den Magen“
    3. „The French Dispatch“ von Wes Anderson
    4. „Respect“ von Liesl Tommy
    5. „Lieber Thomas“ mit Albrecht Schuch
    6. „Eiffel in Love“ mit Romain Duris
    7. „Große Freiheit“ mit Franz Rogowski
    8. „In den Uffizien“ von C. Belz + E. Sánchez Lansch
    9. „Last Night in Soho“ von Edgar Wright
    10. „Die Unbeugsamen“ von Thorsten Körner
Samira Radsi

Anduni – Fremde Heimat

(Kinostart: 1.12.) Armenisch für Anfänger: Nach dem Tod ihres Vaters vergewissert sich Belinda aus Köln, woher sie stammt und wer sie ist. Die ambitionierte Multikulti-Produktion presst Regisseurin Radsi ins Format einer Vorabend-Serie. ...weiter

Pjotr Buslov

Wyssozki – Danke, für mein Leben

(Kinostart: 1.12.) Wladimir Wyssozki war der berühmteste Liedermacher der Sowjetunion. Nun kehrt er als Volksheld mit magischer Aura auf die Leinwand zurück. Diese Heiligen-Legende ist ästhetisch ärgerlich und soziologisch sehr aufschlussreich. ...weiter

Eran Riklis

Die Reise des Personalmanagers

(Kinostart: 1.12.) Der Weg ist das Ziel: Ein Israeli soll die Leiche einer Arbeiterin in ihre rumänische Heimat überführen. Aus seiner tragikomischen Dienstfahrt macht Regisseur Riklis eine herzergreifende Reise ans Ende der Nacht. ...weiter