Berlin

Micro Era – Medienkunst aus China

Alles so schön bunt hier: Zur Feier von 25 Jahren Städtepartnerschaft Berlin-Beijing wird im Kulturforum Sino-Medienkunst gezeigt. Vier Kuratoren präsentieren nur vier Künstler – mit beliebigen Bilderbögen, die Kritik und Kontroverses weitgehend aussparen.

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Mannheim

Javagold – Pracht und Schönheit

Im Antiquitäten-Juwelierladen: Die Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren historische Preziosen aus Java als funkelndes Augenpulver, ohne diese exotische Hochkultur gebührend zu erläutern. So bleibt es bei Bling-Bling in edlem Ambiente – eine verpasste Gelegenheit.

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Augsburg

Magie vom Dach der Welt

Das entlegene Tibet und die dortige Spielart des Buddhismus faszinieren viele; seine materielle Kunst und Kultur ist jedoch wenig bekannt. Eine Einführung bietet das Schaezlerpalais – der Auswahl prächtiger Kleinodien mangelt es jedoch an Kontextwissen.

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Berlin

This Place

Turbulenzen am Jüdischen Museum: Israels Regierungschef intervenierte, der Direktor warf das Handtuch. Dabei tritt die aktuelle Fotoschau ganz unparteiisch auf: Sie führt vor Augen, wie unauslotbar vielschichtig die Region ist – gegen alle Hegemonial-Ansprüche.

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München

Samurai – japanisches Rittertum

Je prächtiger, desto nutzloser: Die aufwändigsten und fantasievollsten Rüstungen japanischer Samurai sollten nicht auf Schlachtfeldern schützen, sondern nur das Publikum von Prozessionen beeindrucken. Das zeigt eine opulent bestückte Schau in der Kunsthalle.

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Köln

Es war einmal in Amerika

Wo Dollarnoten zu Ölgemälden wurden und umgekehrt: US-Kunst vor 1945 wird hierzulande kaum wahrgenommen. Das ändert das Wallraf-Richartz-Museum – durch eine glänzend bestückte Überblicks-Ausstellung mit Bildern aus 300 Jahren in der Neuen Welt.

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Leipzig

Megalopolis - Stimmen aus Kinshasa

Die Hauptstadt des Kongo ist ein Moloch – und zugleich das kreative Zentrum Zentralafrikas. Dessen vitale Kunstszene stellt das Grassi-Museum erstmals ausführlich vor: ein heroischer Kraftakt voller schillernder Reize, dem man kleine Mängel gerne nachsieht.

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Düsseldorf

museum global- exzentrische Moderne

Global gedacht, lokal gemacht: Die Kunstsammlung NRW will den Begriff von Weltkunst erweitern, indem sie Fallgeschichten aus vier Kontinenten einsammelt. Dabei kommt jeder inhaltliche Zusammenhang abhanden – außer Düsseldorf als Epizentrum der Moderne.

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Dresden

Gewalt und Geschlecht

Materialschlacht für einen guten Zweck: Eine Mammutschau im Militärhistorischen Museum will Geschlechter-Klischees entkräften – und verzettelt sich mit Bergen von Belegstücken für so schlichte wie eingängige Gleichberechtigungs-Thesen.

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Wolfsburg

Facing India

Dem Subkontinent ins Antlitz blicken: Das Kunstmuseum präsentiert in einer furiosen Schau sechs selbstbewusste indische Künstlerinnen. Mit multimedialen Werken befeuern sie gesellschaftliche Debatten – und schaffen zugleich ihren jeweils eigenen Bilderkosmos.

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Berlin

Hello World-Revision einer Sammlung

Kommt und seht: Die Nationalgalerie bereut, dass sie ganze Kunst-Kontinente bislang ignoriert hat – und sühnt das durch eine grandiose Tour d´Horizon mit 750 Werken. Ob in Indien, Mexiko oder auf Bali: Überall gibt es eine andere Moderne zu entdecken.

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Berlin

Unvergleichlich: Kunst aus Afrika

Harmonischer Culture Clash: Einer fabelhaften Ausstellung im Bode-Museum gelingt, was alle fordern, aber kaum jemandem glückt – der systematische und anschauliche Vergleich verschiedener Kulturen. Als Vorbild für das umstrittene „Humboldt Forum“ ab 2019.

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Stuttgart

Hawai'i-Königliche Insel im Pazifik

Aus den Federn kommen: Früher lieferten Vögel auf den Pazifik-Inseln das Material für kostbare Prestige-Kleidung. Nach James Cooks Ankunft 1778 wurde das Königreich rasch verwestlicht – seine traditionelle Kultur stellt das Linden-Museum anschaulich und attraktiv vor.

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Frankfurt am Main

A Tale of Two Worlds: Lateinamerika

Die Idee ist gut, doch das Museum noch nicht bereit: Das MMK will nicht nur Lateinamerikas Nachkriegsmoderne ausbreiten, sondern auch in Bezug zur gesamten übrigen Westkunst setzen. Damit übernimmt es sich – so viel gibt der hauseigene Fundus nicht her.

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Berlin + Köln

Indigenous Australia

Ganze Welten nur mit Kreisen und Punkten erschaffen: Die uralte Kunst der Aborigines ist absolut einzigartig. Im „me Collectors Room“ wird eine exzellente Auswahl der Nationalgalerie gezeigt, im Rautenstrauch-Joest-Museum beeindruckende Werke der Spinifex und Yolŋu.

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Berlin

Gesichter Chinas + Wechselblicke

Auge in Auge mit dem Reich der Mitte: Das Museum für Asiatische Kunst und die Kunstbibliothek präsentieren im Kulturforum klassische Porträtmalerei und kulturelle Exportgüter – zwei visuell opulente Sonderschauen mit magerem historischen Kontext.

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Berlin

Kulturrevolutions-Fotografie heute

Bilder einer totgeschwiegenen Katastrophe: Von Maos Kulturrevolution will das offizielle Chinas nichts mehr wissen. Wie heutige Fotokünstler damit umgehen, führt das Museum für Fotografie vor – leider ohne nötige Erläuterungen für westliche Betrachter.

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Düsseldorf

Surrealismus in Ägypten

Es lebe die entartete Kunst: 1938 formierte sich in Kairo die radikale Avantgarde-Gruppe „Art et Liberté“. Ihren mitreißend vitalen Surrealismus voll expressiver Energie stellt die Kunstsammlung K 20 erstmals hierzulande vor – eine echte Entdeckung.

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Berlin

Alchemie – Die Große Kunst

Alles hängt irgendwie mit allem zusammen: Eine Überblicks-Ausstellung im Kulturforum über Geschichte und Folgen der Alchemie gerät zum Rundumschlag, der unsystematisch allerlei Objekte diverser Kulturen aneinanderreiht. Dazu passt der Karteikasten-Katalog.

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Köln

Leidenschaften in Ostasiens Kunst

Mit Buddha und Konfuzius zur Affektkontrolle: Das Museum für Ostasiatische Kunst will das Spektrum der Passionen ausbreiten, bietet aber außer Japan-Pornographie vor allem Belege für ihr Gegenteil – in dieser Schau zeigen Götter mehr Gefühle als Menschen.

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Völklingen

Buddha: 232 Meisterwerke + McCurry

Begegnung mit dem Erleuchteten: In einer fantastischen Ausstellung zeigt die Völklinger Hütte absolute Spitzenleistungen buddhistischer Kunst – auf diese Schätze in Privatbesitz wäre jedes Museum neidisch. Dazu sind Buddhismus-Fotos von Steve McCurry zu sehen.

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Berlin

Am I Dandy? Extravagantes Leben

Ein Königreich für den perfekten Krawatten-Knoten: Als das Bürgertum die Macht übernahm, kultivierten Dandys aristokratische Posen. Was ihren Ästhetizismus ausmachte, will eine Schau im Schwulen Museum ergründen – als verspielte Spielwiese des Voyeurismus.

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Berlin

Die Maya – Sprache der Schönheit

Weltmeister der Selbstverstümmelung: Maya-Herrscher schreckten selbst vor Genitaldurchbohrung nicht zurück. Ihre Untertanen schufen beeindruckende Beispiele für fremdartige Schönheitsideale – der Martin-Gropius-Bau zeigt eine erstklassige Auswahl.

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Stuttgart

Die Welt des Schattentheaters

Reise durch das Schattenreich: In der halben Welt wird Schattentheater gespielt – rituell in Süd- und Ostasien, burlesk im Orient. Doch stets mit enorm kunstfertig gearbeiteten Figuren; eine prachtvolle Auswahl rückt das Linden-Museum ins Rampenlicht.

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Berlin + Kassel

Bart: Natur + Rasur + Haar-Dickicht

Haarige Angelegenheit: Das Neue Museum zeichnet Bartmoden und Rasiertechniken seit der Antike nach, die Grimmwelt fächert ein Stichwort mit 280 Varianten auf. Beide Ausstellungen durchkämmen ihre Menschheits-Themen amüsant, aber etwas kraus.

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