Rolf Eden

Harte Rollen liegen ihm

In seinem Film ist er der Star: «The Big Eden» bebildert Rolf Edens Laufbahn als Playboy und Regisseur seines Lebens mit Privat-Material. Ein Gespräch über visuelle Tagebücher, Nachtleben-Erotik und verständnisvolle Verwandte in Israel.

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Peter Dörfler

The Big Eden

(Kinostart: 8.12.) Das wurde höchste Zeit: eine Doku über Rolf Eden, 81-jähriger Ahnherr aller anständigen Playboys. Der Strahlemann mimt unermüdlich das ewige Glückskind – und erweist sich als eingefleischter Nietzscheaner.

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Alex de la Iglesia

Mad Circus

(Kinostart: 8.12.) Spaniens Geschichte als Duell zweier Clowns: Mit grell überdrehtem Psycho-Horror gewann Regisseur de la Iglesia 2010 zwei Löwen in Venedig. Doch Schock-Effekte verstellen den Weg zu differenzierter politischer Analyse.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Ein Sittenstrolch, wer Obszönes dabei denkt: Alle Teilnehmerinnen der Performance von Vanessa Beecroft in der Neuen Nationalgalerie 2005 trugen Strumpfhosen. Dieser Auftritt ist wohl der vielköpfigste der „Body Performances“, die das Berliner Museum für Fotografie bis 20.9. dokumentiert – mit Beiträgen von u.a. Helmut Newton, Bernd Uhlig, Erwin Wurm, Yang Fudong und Cindy Sherman.

Auch neu im Kino ab 24. September

  • „Blackbird – Eine Familiengeschichte“ mit Susan Sarandon („Die Akte Grant“) + Mia Wasikowska („Jane Eyre“): Drama über ein Familientreffen im Landhaus, das abdriftet.
  • „Space Dogs“ mit Alexej Serebrjakow („Leviathan“): Doku über Moskauer Straßenhunde + ihre Vorfahrin Laika im All.
  • „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ von Kida Khodr Ramadan mit Stipe Erceg („Schilf“, „Der Albaner“): Drama über Ex-Häftling, der sich seiner Familie wieder annähert.
  • „Freie Räume – Eine Geschichte der Jugendzentrums- bewegung“: Doku über kommunale Initiativen der 1970er Jahre, um Jugendlichen Selbstverwaltung zu ermöglichen.
  • Brave Mädchen tun das nicht“: US-Komödie über junge Frau, die in Sachen Sex einigen Nachholbedarf hat.

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Alex de la Iglesia

Spanien als trauriger Zirkus

«Mad Circus» wurde auf der Biennale 2010 mit zwei Silbernen Löwen ausgezeichnet, doch seinen Kritikern ist der Film zu brutal. Damit verarbeite er Erinnerungen an die Franco-Diktatur, erklärt der Regisseur im Interview.

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Pernilla August

Bessere Zeiten

(Kinostart: 8.12.) Nordisches Familien-Drama von Pernilla August: Die aus «Fanny und Alexander» von Ingmar Bergman bekannte Darstellerin zeigt in ihrem Regie-Debüt vielschichtig und sensibel Erinnerungen an eine schlimme Kindheit.

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Mohammad Rasoulof

Filme im Gefängnis machen

Als Freund und Kollege des zeitweise inhaftierten Regisseurs Jafar Panahi hat Rasoulof Probleme mit der Justiz: Er wurde 2010 im Iran zu sechs Jahren Haft verurteilt. Dennoch gelang es ihm, seinen Film «Good bye» in Berlin zu zeigen. Ein Gespräch.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung“ vom 26.9. bis 3.1.2021 im Museum Ludwig, Köln
  • „Federico Fellini – Von der Zeichnung zum Film“ vom 23.10. bis 9.2.2021 im Museum Folkwang, Essen
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2.2021 im Museum Barberini, Potsdam
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.bis 25.4.2021 in der Hamburger Kunsthalle
  • Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940″ vom 5.2. bis 16.5.2021 in der Schirn, Frankfurt

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Jean Seberg – Against all Enemies“ mit Kristen Stewart
  2. „Über die Unendlichkeit“ von Roy Andersson
  3. „Corpus Christi“ von Jan Komasa
  4. „Kiss me kosher“ von Shirel Peleg
  5. „Love Sarah – Liebe ist wichtigste Zutat“ von E. Schröder
  6. „Master Cheng in Pohjanjoki“ von Mika Kaurismäki
  7. „972 Breakdowns – Auf dem Landweg nach New York“
  8. „Auf der Couch in Tunis“ mit Golshifteh Farahani
  9. Schlingensief – In das Schweigen hinein…“ von B. Böhler
  10. „Eine Nacht im Louvre“ von Pierre-Hubert Martin
Berlin

Europäischer Filmpreis 2011

Depression und Weltuntergang schlagen alles: Mit drei Auszeichnungen ist Lars von Triers Apokalypse-Epos «Melancholia» der große Gewinner der diesjährigen Preisverleihung. «Pina» von Wim Wenders wurde als bester Dokumentarfilm prämiert.

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Cary Fukunaga

Jane Eyre

(Kinostart: 1.12.) Charlotte Brontës Roman-Klassiker über den Aufstieg eines Waisen-Mädchens in zeitlos schönem Gewand: «Sin Nombre»- Regisseur Fukunaga rekonstruiert formvollendet England im frühen 19. Jahrhundert.

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Samira Radsi

Anduni – Fremde Heimat

(Kinostart: 1.12.) Armenisch für Anfänger: Nach dem Tod ihres Vaters vergewissert sich Belinda aus Köln, woher sie stammt und wer sie ist. Die ambitionierte Multikulti-Produktion presst Regisseurin Radsi ins Format einer Vorabend-Serie.

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