Alex de la Iglesia

Mad Circus

(Kinostart: 8.12.) Spaniens Geschichte als Duell zweier Clowns: Mit grell überdrehtem Psycho-Horror gewann Regisseur de la Iglesia 2010 zwei Löwen in Venedig. Doch Schock-Effekte verstellen den Weg zu differenzierter politischer Analyse.

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Alex de la Iglesia

Spanien als trauriger Zirkus

«Mad Circus» wurde auf der Biennale 2010 mit zwei Silbernen Löwen ausgezeichnet, doch seinen Kritikern ist der Film zu brutal. Damit verarbeite er Erinnerungen an die Franco-Diktatur, erklärt der Regisseur im Interview.

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Pernilla August

Bessere Zeiten

(Kinostart: 8.12.) Nordisches Familien-Drama von Pernilla August: Die aus «Fanny und Alexander» von Ingmar Bergman bekannte Darstellerin zeigt in ihrem Regie-Debüt vielschichtig und sensibel Erinnerungen an eine schlimme Kindheit.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Bewegungslos schweben am tiefsten Punkt der Erde: Das ermöglicht das Tote Meer. Seine Ufer wirken unwirtlich, sind aber seit Jahrtausenden besiedelt – erstmals im Überblick in der Ausstellung „Leben am Toten Meer – Schätze aus dem Heiligen Land“ ab 24. Juli im LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Paderborn

Auch neu im Kino ab 9. Juli

  • „Harriet – Der Weg in die Freiheit“: Historien-Drama über eine schwarze Ex-Sklavin, die in den USA Hunderte von Leidensgenossen befreite – voller Pathos und heiligem Zorn.
  • „Das Beste kommt noch – Le meilleur reste à venir“ mit Fabrice Luchini („In ihrem Haus“, „Nur für Personal!“): französische Komödie über zwei Freunde mit begrenzter Lebenserwartung.
  • „Ronnie Wood: Somebody Up There Likes Me“: Doku über den Gitarristen der Rolling Stones.
  • „Semper Fi“: Action-Drama – Marines-Soldat will zum Tod Verurteilten aus Gefängnis retten.
  • „Gretel & Hänsel“: Neuinterpretation des Märchens auf zeitgenössischem Horroreffekte-Niveau.

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Mohammad Rasoulof

Filme im Gefängnis machen

Als Freund und Kollege des zeitweise inhaftierten Regisseurs Jafar Panahi hat Rasoulof Probleme mit der Justiz: Er wurde 2010 im Iran zu sechs Jahren Haft verurteilt. Dennoch gelang es ihm, seinen Film «Good bye» in Berlin zu zeigen. Ein Gespräch.

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Berlin

Europäischer Filmpreis 2011

Depression und Weltuntergang schlagen alles: Mit drei Auszeichnungen ist Lars von Triers Apokalypse-Epos «Melancholia» der große Gewinner der diesjährigen Preisverleihung. «Pina» von Wim Wenders wurde als bester Dokumentarfilm prämiert.

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Cary Fukunaga

Jane Eyre

(Kinostart: 1.12.) Charlotte Brontës Roman-Klassiker über den Aufstieg eines Waisen-Mädchens in zeitlos schönem Gewand: «Sin Nombre»- Regisseur Fukunaga rekonstruiert formvollendet England im frühen 19. Jahrhundert.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers ab 21.8. bis 29.11. im Museum Folkwang, Essen
  • „Yayoj Kusama“: erste Werkschau der Japanerin in Deutschland ab 5.9. bis 17.1.2021 im Gropius-Bau, Berlin
  • „Dekadenz und dunkle Träume: Der belgische Symbolismus“ ab Ende 2020 bis Anfang 2021 in der Alten Nationalgalerie, Berlin
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.2021 bis 25.4.2021 in der Hamburger Kunsthalle
  • „The Cool and the Cold: Malerei der USA + UdSSR bis 1990“ ab April bis September 2021 im Gropius-Bau, Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Undine“ von Christian Petzold mit Paula Beer
  2. „Die schönsten Jahre eines Lebens“ von Claude Lelouch
  3. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  4. „Die perfekte Kandidatin“ von Haifaa Al Mansour
  5. „Der Fall Richard Jewell“ von Clint Eastwood
  6. „Parasite“ von Bong Joon-Ho
  7. „Narziss und Goldmund“ von Stefan Ruzowitzky
  8. „Monos – Zwischen Himmel und Hölle“ von A. Landes
  9. „Knives Out – Mord ist Familiensache“ mit Daniel Craig
  10. „La Verité – Leben und lügen lassen“ mit C. Deneuve
Samira Radsi

Anduni – Fremde Heimat

(Kinostart: 1.12.) Armenisch für Anfänger: Nach dem Tod ihres Vaters vergewissert sich Belinda aus Köln, woher sie stammt und wer sie ist. Die ambitionierte Multikulti-Produktion presst Regisseurin Radsi ins Format einer Vorabend-Serie.

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Pjotr Buslov

Wyssozki – Danke, für mein Leben

(Kinostart: 1.12.) Wladimir Wyssozki war der berühmteste Liedermacher der Sowjetunion. Nun kehrt er als Volksheld mit magischer Aura auf die Leinwand zurück. Diese Heiligen-Legende ist ästhetisch ärgerlich und soziologisch sehr aufschlussreich.

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Eran Riklis

Die Reise des Personalmanagers

(Kinostart: 1.12.) Der Weg ist das Ziel: Ein Israeli soll die Leiche einer Arbeiterin in ihre rumänische Heimat überführen. Aus seiner tragikomischen Dienstfahrt macht Regisseur Riklis eine herzergreifende Reise ans Ende der Nacht.

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