Berlin

Raffael in Berlin

Unten Madonnen, oben Meister-Grafik: Zum 500. Todestag verteilen die Staatlichen Museen ihre Raffael-Bestände auf zwei Ausstellungen. Die kleinteilige Präsentation erstaunt, zeigt aber auch, wie wichtig Kupferstiche von Kollegen für die Popularisierung seines Werks war.

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Köln + Prag

Inside Rembrandt - 1606-1669

Insider-Report zum 350. Todestag: Das Wallraf-Richartz-Museum würdigt den Barockkünstler mit einer Werkschau, die als Quasi-Drama inszeniert ist. Das wirkt leicht bemüht, doch Vergleiche mit Arbeiten von Zeitgenossen veranschaulichen Rembrandts Genie.

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Hamburg

Goya, Fragonard, Tiepolo

Hinfort mit Akademie-Regeln: Der Italiener Tiepolo, der Franzose Fragonard und der Spanier Goya etablierten nach 1750 eine neue, lockere Malweise. Ihre „Freiheit der Malerei“ vergleicht die Kunsthalle erstmals systematisch, doch mit begrenzter Reichweite.

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Karlsruhe

Hans Baldung Grien

Benannt nach seiner Lieblingsfarbe: Hans Baldung Grien war der talentierteste Mitarbeiter von Albrecht Dürer – und überflügelte seinen Meister bald durch Wagemut. Alle Facetten des Ausnahmekünstlers zeigt die grandiose Werkschau in der Staatlichen Kunsthalle.

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Stuttgart

Tiepolo – Der beste Maler Venedigs

Giovanni Battista Tiepolo war der wohl bedeutendste Maler des 18. Jahrhunderts – keiner verband Erhabenes und Verspieltes so geschickt wie er. Zum 250. Todestag präsentiert die Staatsgalerie sein Gesamtwerk – ein Fest fürs Auge in delikaten Pastellfarben.

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Potsdam

Wege des Barock

#MeToo im 17. Jahrhundert: Eine eindrückliche Ausstellung zeichnet die verschlungenen Wege des Barock nach. Obwohl die neue Epoche in Rom entstand, sorgte sie bald in ganz Europa für frischen Wind und eine neue Emotionalität in der Kunst.

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München

Utrecht, Caravaggio und Europa

Eine Welt aus scharfen Kontrasten: Mit hartem Schlaglicht und krassem Naturalismus revolutionierte Caravaggio um 1600 die Malerei. Die Alte Pinakothek versammelt Werke seiner Nachfolger europaweit – mit erhellenden Bildvergleichen, denen oft der Kontext fehlt.

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Frankfurt am Main

Tizian + die Renaissance in Venedig

Weniger Tizian, mehr Renaissance: Das Städel Museum präsentiert die enorme Bandbreite der Malerei in der Lagunenstadt. Geordnet nach Genres und Sujets, was mal mehr, mal weniger überzeugt – aber alle glänzen in der einzigartigen venezianischen Farbenpracht.

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Berlin

Mantegna und Bellini

Reine Familiensache: Die berühmten Renaissance-Künstler Andrea Mantegna und Giovanni Bellini waren Schwäger, wurde aber noch nie gemeinsam ausgestellt. Nun lädt die Gemäldegalerie zum Vergleich – zwischen überscharfer Präzision und elegischem Schmelz.

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München

Florenz und seine Maler

Die Erfindung der neuzeitlichen Kunst: In der Toskana-Metropole des 15. Jahrhunderts wurden Standards definiert, die europäische Malerei bis heute prägen. Das zeigt die Alte Pinakothek großartig anschaulich anhand von 120 Meisterwerken.

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Hamburg

Entfesselte Natur

Monsterwogen und Lavaströme: Eine großartige Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle führt den Betrachter durch die Katastrophen- darstellungen der europäischen Kulturgeschichte – von der Sintflut bis zum Ausbruch des Vesuvs.

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Dresden

Veronese: Der Cuccina-Zyklus

Als Neureiche sich noch mit Alten Meistern schmückten: Eine Kaufleute-Familie in Venedig bestellte 1571 bei Veronese vier prächtige Riesenbilder. Nach ihrer Restaurierung zeigt sie die Gemäldegalerie in neuem Glanz: Selten sah Parvenü-Prunksucht so herrlich aus.

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Hamburg

Thomas Gainsborough

Bilderschau gegen den Brexit: Daheim gilt Thomas Gainsborough als einer der drei größten englischen Maler des 18. Jahrhunderts. Nun stellt ihn die Kunsthalle erstmals in Deutschland ausführlich vor – als Meister von Harmonie und Experimentierfreude.

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Frankfurt am Main

Rubens – Kraft der Verwandlung

Keine Kunst ohne Ideenklau: Wie kaum ein anderer Barockmaler hat Peter Paul Rubens die Werke anderer Künstler kopiert und umgedeutet. Das zeigt das Städel-Museum sehr anschaulich ohne weitergehende Einsichten – eine Ausstellung als Memory-Spiel.

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Stuttgart

Der Meister von Meßkirch

Opulent, brutal, alltagsnah: Die Stuttgarter Staatsgalerie zeigt anschaulich, wie katholische Bildwelten auf die Herausforderung der Reformation ab 1520 reagierten. Sie nahmen verstärkt die Ängste, Hoffnungen und sozialen Brüche der Epoche in den Blick.

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Köln + Paris

Tintoretto – A star was born

Tausendsassa des Manierismus: Der Venezianer Jacopo Tintoretto war der experimentierfreudigste Maler seiner Zeit. Zum 500. Geburtstag stellt das Wallraf-Richartz-Museum sein Frühwerk zusammen – wie originell es ist, zeigt der Vergleich mit der Konkurrenz.

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Schwerin

Die Menagerie der Medusa

Im Kleintierzoo der Kunstgeschichte: Der Niederländer Otto Marseus van Schrieck erfand um 1650 das Waldboden-Stillleben mit allem, was da kreucht und fleucht. Dem malenden Naturkunde-Virtuosen widmet das Staatliche Museum eine prächtig schillernde Werkschau.

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Düsseldorf

Cranach: Meister – Marke – Moderne

Schlanke Grazien aus dem Baukasten: Lucas Cranach erfand die deutsche Aktmalerei und verbreitete sie mit der größten Werkstatt seiner Zeit. Seine Bilderflut prägt Schönheitsideale bis heute – das zeigt eindrucksvoll eine große Werkschau im Museum Kunstpalast.

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Mannheim

Barock – Nur schöner Schein?

Die Reiss-Engelhorn-Museen nehmen sich viel vor: 200 Jahre europäischer Kulturgeschichte in einer Ausstellung umfassend darzustellen. Ein Vorhaben von geradezu barocker Vermessenheit – es präsentiert 300 Exponate, aber nicht den Geist der Epoche.

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Berlin

Hieronymus Bosch und seine Bildwelt

Spätes Ständchen: Zum 500. Todestag widmet die Gemäldegalerie dem Maler der Monster eine Studio-Ausstellung. Kopien seiner Original-Triptychen sind erst-, Bilder seiner Nachfolger eher zweitklassig – und echte Bosch-Zeichnungen nur kurz zu sehen.

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Düsseldorf

Hinter dem Vorhang

Der Vorhang zu und alle Fragen offen: Sichtbarrieren werten Kunstwerke seit jeher auf – was selten zu sehen ist, wird begehrenswert. Diese Dialektik von Ver- und Enthüllung spielt das Museum Kunstpalast enzyklopädisch durch; von Heiligenbildern bis zu Bettszenen.

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Pieter van Huystee

Hieronymus Bosch – Teufels-Schöpfer

(Kinostart: 15.9.) Fachchinesisch vor Infrarot-Aufnahmen: Ein Expertenteam begutachtet weltweit Bilder, die man dem Künstler zuschreibt – Regisseur Pieter van Huystee dokumentiert heutigen Ausstellungs-Betrieb, nicht das Schaffen des Fabelwesen-Malers.

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Hamburg

Verkehrte Welt – Hieronymus Bosch

Ahnherr aller Horror-Visionen: Vor 500 Jahren erfand Hieronymus Bosch eine Fabelwelt des Schreckens. Welch enorme Wirkung sie entfaltete, zeigt eine Ausstellung im Bucerius Kunst Forum – allerdings ohne Original-Monster vom Meister selbst.

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Berlin + München

El Siglo de Oro – Die Ära Velázquez

Die wichtigste Ausstellung des Jahres: Gemäldegalerie und Hypo-Kunsthalle stellen Spaniens Goldenes Kunst-Zeitalter in aller Pracht und Vielfalt vor. Dieser Barock ist nicht süßlich, sondern herb naturalistisch – das bringt ihn heutigen Betrachtern nahe.

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Frankfurt am Main

Manierismus in Florenz

Schluss mit süßlicher Harmonie: Die Manieristen reizten extreme Figurenposen und grelle Kontraste bis zum Anschlag aus. Wichtige Vertreter dieser Post-Renaissance stellt das Städel-Museum vor – allerdings beschränkt auf Künstler der Toskana-Metropole.

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