Düsseldorf

Hinter dem Vorhang

Der Vorhang zu und alle Fragen offen: Sichtbarrieren werten Kunstwerke seit jeher auf – was selten zu sehen ist, wird begehrenswert. Diese Dialektik von Ver- und Enthüllung spielt das Museum Kunstpalast enzyklopädisch durch; von Heiligenbildern bis zu Bettszenen.

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Schweinfurt

Lockruf der Décadence

Wein, Weib und dekadentes Treiben: Motivisch schöpften viele Maler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus dem Vollen. Ihre Schauwerte adelt das Museum Georg Schäfer zur eigenen Strömung – und verzichtet nonchalant auf eine Begründung seiner These.

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Stuttgart

Francis Bacon – Unsichtbare Räume

Mit Sinnbildern der gequälten Kreatur wurde Francis Bacon berühmt. Seine Stilmittel waren sehr ökonomisch; darunter flüchtig skizzierte Raumlinien. Ihnen ist erstmals eine fulminante Ausstellung in der Staatsgalerie gewidmet – ein echter Augenöffner.

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Claudio Caligari

Tu nichts Böses– Non essere cattivo

(Kinostart: 6.4.) Italien jenseits von Dolce Vita: Am Strand von Ostia tummelt sich jede Menge Drogenmilieu-Gelichter. Regisseur Claudio Caligari hält die enge Freundschaft zweier Außenseiter als furioses Doppel-Porträt fest – eine fesselnde Sozialstudie.

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Scarlett Johansson

Ghost in the Shell

(Kinostart: 30.3.) Seelenloses SciFi-Spektakel: Mit dem japanischen Anime-Klassiker von 1995 springt Regisseur Rupert Sanders sehr willkürlich um. Sein Remake bedient sich beim Vorbild wie aus einer LEGO-Kiste – für beliebige Blockbuster-Futuristik.

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Robert Pattinson

Die Versunkene Stadt Z

(Kinostart: 30.3.) Indiana Jones im Amazonasbecken: Der britische Abenteurer Percy Fawcett suchte nach versunkenen Kulturen im Regenwald und verschwand dort. Ihn will Regisseur James Gray würdigen – sein Biopic gerät zur operettenhaften Kuriositäten-Schau.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Noch bis 14. Mai in Berlin: Science-Fiction-Filme sind fast so alt wie das Kino selbst – und in Aufbau wie Ausstattung meist stark ihrer Entstehungszeit verhaftet. Das zeigt amüsant abwechslungsreich die Überblicks-Ausstellung „Things to Come“ im Museum für Film und Fernsehen der Deutschen Kinemathek.

Auch neu im Kino ab 27. April

  • „Happy Burnout“ mit Anke Engelke + Wotan Wilke Möhring („Black Brown White“): Therapie-Komödie über Alt-Punk, der in Klinik zur Burnout-Behandlung landet.
  • „Die Schlösser aus Sand“: französische Dramödie – eine junge Frau will mit Ex-Freund ein Landhaus verkaufen.
  • „Toro“: sprödes Sozialdrama in Schwarzweiß über ein deutsch-polnisches Stricher-Pärchen.
  • „Unforgettable – Tödliche Liebe“: US-Thriller über eine Ex-Gattin, die der neuen Geliebten ihres früheren Mannes das Leben zur Hölle macht
  • „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ mit Chris Pratt („Passengers“) + Zoë Saldana („Live by Night“, „Auge um Auge – Out of the Furnace“): Superhelden-Science-Fiction-Action-Monsterproduktion der Woche.

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München

Von Gibraltar bis Helgoland

Ein Graf als Genie-Mäzen: Adolf von Schack förderte Mitte des 19. Jahrhunderts spätere Malerfürsten wie Arnold Böcklin oder Franz von Lenbach. Seine einzigartige Sammlung spätromantischer Landschaftsmalerei ist endlich wieder vollständig zu sehen.

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Hannover

130% Sprengel. Sammlung Pur

Mehr Platz ist immer besser: Im neuen Erweiterungsbau arrangiert das Sprengel Museum überzeugend seine hochkarätigen Bestände der Klassischen Moderne. Für die Kunst nach 1945 fehlt ihm noch eine ähnlich schlüssige Präsentation.

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Völklingen

Buddha: 232 Meisterwerke + McCurry

Begegnung mit dem Erleuchteten: In einer fantastischen Ausstellung zeigt die Völklinger Hütte absolute Spitzenleistungen buddhistischer Kunst – auf diese Schätze in Privatbesitz wäre jedes Museum neidisch. Dazu sind Buddhismus-Fotos von Steve McCurry zu sehen.

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Aki Kaurismäki

Die andere Seite der Hoffnung

(Kinostart: 30.3.) Weltpolitik im Märchenkostüm: In der neuen Tragikomödie von Regisseur Aki Kaurismäki kümmert sich ein finnischer Restaurant-Besitzer um das Wohlergehen eines syrischen Flüchtlings – eine so lakonische wie sozialromantische Sozialstudie.

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Daniel Espinosa

Life

(Kinostart: 23.3.) Töten, um zu überleben: Im neuen Science-Fiction-Film von Regisseur Daniel Espinosa entdeckt ein Astronauten-Team eine neue Spezies, die sich bald als Monster erweist – so düsteres wie nachdenkliches Kammerspiel über menschliche Schwächen.

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Marie-Castille Mention-Schaar

Der Himmel wird warten

(Kinostart: 23.3.) Terror im Kinderzimmer: In ihrem neuen Film erzählt die Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar von zwei Mädchen, die sich von den Lockrufen des „Islamischen Staats“ verführen lassen – analytisches Dokudrama mit Bildungsauftrag.

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Top-Ausstellungen im April

  • „Unter italienischen Himmeln“: Italienbilder des 19. Jahrhunderts bis 28.5. im Albertinum, Dresden
  • „Magritte. Der Verrat der Bilder“: erste Werkschau seit 20 Jahren bis 5.6. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt/ Main
  • „Das Feld hat Augen. Bilder des überwachenden Blicks“: bis 2.7. im Museum für Fotografie, Berlin
  • „Alchemie. Die Große Kunst“: große Themen-Ausstellung bis 23.7. im Kulturforum, Berlin
  • „Cranach. Meister – Marke – Moderne“: umfassende Werkschau bis 30.7. im Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Ein Dorf sieht schwarz“ von Julien Rambaldi
  2. „Lommbock“ mit Moritz Bleibtreu
  3. „Alles unter Kontrolle!“ von Philippe de Chauveron
  4. „The Founder“ mit Michael Keaton
  5. „Moonlight“ von Barry Jenkins
  6. „Die andere Seite der Hoffnung“ von Aki Kaurismäki
  7. „Lion – Der lange Weg nach Hause“ von Garth Davies
  8. „A United Kingdom“ mit David Oyelowo
  9. „Wilde Maus“ von und mit Josef Hader
  10. „Verleugnung“ mit Rachel Weisz + Timothy Spall
München

Die Etrusker – Villanova bis Rom

Urahnen der Toskana-Fraktion: Die Etrusker schufen die erste Hochkultur im heutigen Italien. Ihre Sprache ist bis heute unbekannt, ihre Kunst umso beeindruckender – die Staatlichen Antikensammlungen zeigen ein fantastisches Panorama dieser Zivilisation.

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Berlin

Am I Dandy? Extravagantes Leben

Ein Königreich für den perfekten Krawatten-Knoten: Als das Bürgertum die Macht übernahm, kultivierten Dandys aristokratische Posen. Was ihren Ästhetizismus ausmachte, will eine Schau im Schwulen Museum ergründen – als verspielte Spielwiese des Voyeurismus.

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Pierre Bismuth

Where is Rocky II ?

(Kinostart: 20.10.) Stecknadel im Sandhaufen: Regisseur Pierre Bismuth lässt nach einem Kunstharz-Felsen suchen, den ein Pop-Art-Künstler vor 37 Jahren in der Wüste ablud – als vertracktes Vexierspiel im Niemandsland zwischen Realität und Illusion.

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André Téchiné

Mit Siebzehn - Quand on a 17 ans

(Kinostart: 16.3.) Wer sich prügelt, liebt sich: Im Coming-Out-Drama von André Téchiné treffen zwei 17-jährige aufeinander; der eine ist bäuerlich, der andere bürgerlich. Doch sie haben mehr gemeinsam als sie möchten – einfühlsamer Film über die Wirrungen der Sexualität.

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Michael Dudok de Wit

Die Rote Schildkröte

(Kinostart: 16.3.) Robinsonade in Comic-Version: Der neue Animationsfilm von Michael Dudok de Wit erzählt in minimalistischen Bildern und ohne Dialoge von der Beziehung zwischen Mensch und Natur – eine gelungene Parabel mit universaler Botschaft.

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Josef Hader

Wilde Maus

(Kinostart: 9.3.) So schön scheitert die Mittelklasse: Im Regiedebüt des Kabarettisten Josef Hader verliert ein alternder Musikkritiker seinen geliebten Job und gerät in eine Lebenskrise. Eine radikal komische Gesellschaftskomödie.

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