München

Von Gibraltar bis Helgoland

Ein Graf als Genie-Mäzen: Adolf von Schack förderte Mitte des 19. Jahrhunderts spätere Malerfürsten wie Arnold Böcklin oder Franz von Lenbach. Seine einzigartige Sammlung spätromantischer Landschaftsmalerei ist endlich wieder vollständig zu sehen.

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Hannover

130% Sprengel. Sammlung Pur

Mehr Platz ist immer besser: Im neuen Erweiterungsbau arrangiert das Sprengel Museum überzeugend seine hochkarätigen Bestände der Klassischen Moderne. Für die Kunst nach 1945 fehlt ihm noch eine ähnlich schlüssige Präsentation.

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Völklingen

Buddha: 232 Meisterwerke + McCurry

Begegnung mit dem Erleuchteten: In einer fantastischen Ausstellung zeigt die Völklinger Hütte absolute Spitzenleistungen buddhistischer Kunst – auf diese Schätze in Privatbesitz wäre jedes Museum neidisch. Dazu sind Buddhismus-Fotos von Steve McCurry zu sehen.

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Pablo Larraín

Neruda wollte Flucht-Nervenkitzel

Porträtist politischer Ikonen: Vier Wochen nach „Jackie“ über die Kennedy-Witwe kommt die nächste Filmbiographie von Pablo Larraín ins Kino. Sein Werk über Chiles Nationaldichter Pablo Neruda sei aber eher ein Anti-Biopic, so der Regisseur im Interview.

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Pablo Larraín

Neruda

(Kinostart: 23.2.) Als das Dichten noch geholfen hat: Den chilenischen Nationalpoeten Pablo Neruda porträtiert Regisseur Pablo Larraín als charismatischen Lebemann auf der Flucht vor der Geheimpolizei – ein grandioses Panorama romantischer Politik.

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Gore Verbinski

A Cure for Wellness

(Kinostart: 23.2.) Dr. Frankenstein praktiziert im Zauberberg-Spa: An Drehorten wie dem Johannisbad in Zwickau, Burg Hohenzollern und Beelitz-Heilstätten entfesselt Regisseur Gore Verbinski subtilen Sanatoriums-Horror – mit heilsamem Quellwasser.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Die biomorphen Groß-Skulpturen von Henry Moore waren in den 1960er bis 1980er Jahren allgegenwärtig. An das Werk des britischen Bildhauers erinnert das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster mit der großen Retrospektive „Impuls für Europa“ noch bis Ende der Woche.

Auch neu im Kino ab 23. März

  • „Der Hund begraben“ mit Justus von Dohnányi („Die Frau in Gold“): Tragikomödie über einen arbeitslosen Mann, dem eines Tages ein Hund zuläuft.
  • „Lommbock“ mit Moritz Bleibtreu („Die dunkle Seite des Mondes“): Fortsetzung der erfolgreichen Komödie über zwei Kiffer, die einen Cannabis-Pizzalieferservice gründen
  • Alles gut“ von Pia Lenz: Bewegender Dokumentarfilm über zwei geflüchtete Jungen aus Mazedonien und Syrien, die mit ihren Familien in Hamburg gestrandet sind.
  • „Die Jones – Spione von nebenan“ mit John Hamm („The Congress“) und Zach Galifianakis („Birdman“): Komödie über ein Ehepaar, dessen scheinbar harmlose neue Nachbarn sich als Spione entpuppen.

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München

Die Etrusker – Villanova bis Rom

Urahnen der Toskana-Fraktion: Die Etrusker schufen die erste Hochkultur im heutigen Italien. Ihre Sprache ist bis heute unbekannt, ihre Kunst umso beeindruckender – die Staatlichen Antikensammlungen zeigen ein fantastisches Panorama dieser Zivilisation.

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Berlin

Am I Dandy? Extravagantes Leben

Ein Königreich für den perfekten Krawatten-Knoten: Als das Bürgertum die Macht übernahm, kultivierten Dandys aristokratische Posen. Was ihren Ästhetizismus ausmachte, will eine Schau im Schwulen Museum ergründen – als verspielte Spielwiese des Voyeurismus.

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Pierre Bismuth

Where is Rocky II ?

(Kinostart: 20.10.) Stecknadel im Sandhaufen: Regisseur Pierre Bismuth lässt nach einem Kunstharz-Felsen suchen, den ein Pop-Art-Künstler vor 37 Jahren in der Wüste ablud – als vertracktes Vexierspiel im Niemandsland zwischen Realität und Illusion.

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67. Berlinale

Expansionskurs in der Sackgasse

Nach dem Berlinale-Boom: Das Festival war deutlich schlechter besucht als in den Vorjahren. Überteuerter Eintritt für Mittelmaß im Wettbewerb und Strippenzieher-Steckenpferde in den Sektionen schreckt Publikum ab – doch Leiter Kosslick will sich ein Denkmal setzen.

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Ewan McGregor

T2 – Trainspotting

(Kinostart: 16.2.) Wir sind alle Süchtige: 20 Jahre nach seinem legendären Heroin-Epos sieht Regisseur Danny Boyle nach, was aus den Junkie-Freunden von damals geworden ist – ohne Sentimentalität, aber mit rasanter Story und Aufsehen erregender Bildsprache.

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Isabelle Huppert

Elle

(Kinostart: 16.2.) Selbst ist die Power-Frau: Im neuen Film von „Basic Instinct“-Regisseur Paul Verhoeven sucht Isabelle Huppert allein nach ihrem Vergewaltiger – in einem so verstörenden wie intelligenten Psychodrama über das Verhältnis von Macht und Gewalt.

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Top-Ausstellungen im März

  • „Geschlechterkampf“: Themen-Schau von Franz Stuck bis Frida Kahlo bis 19. März im Städel Museum, Frankfurt
  • „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“: Eröffnungs-Schau bis 28.5. im Museum Barberini, Potsdam
  • „Unter italienischen Himmeln“: Italienbilder des 19. Jahrhunderts bis 28.5. im Albertinum, Dresden
  • „Magritte. Der Verrat der Bilder“: erste Werkschau seit 20 Jahren bis 5.6. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt/ Main
  • „Das Feld hat Augen. Bilder des überwachenden Blicks“: vom 12.2. bis 2.7. im Museum für Fotografie, Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Moonlight“ von Barry Jenkins
  2. „Wilde Maus“ von und mit Josef Hader
  3. „Lion – Der lange Weg nach Hause“ von Garth Davies
  4. „Der junge Karl Marx“ von Raoul Peck
  5. „Der Hunderteinjährige…“ von Felix + Mans Herngren
  6. „La La Land“ mit Emma Stone + Ryan Gosling
  7. „Hidden Figures“ von Theodore Melfi
  8. „Manchester by the Sea“ mit Casey Affleck
  9. „Elle“ von Paul Verhoeven mit Isabelle Huppert
  10. „Neo Rauch“ von Nicola Graef
Berlin

Dada Afrika -Dialog mit dem Fremden

Avantgarde mit Faible für Exotik: Die Dadaisten begeisterten sich für außereuropäische Kulturen. Wie vielfältig das ihr Schaffen inspirierte, zeigt die Berlinische Galerie – und übertreibt, indem sie diese Künstler zu Afrika-Verstehern hochstilisiert.

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Trier

Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann

Das Allround-Showtalent auf dem römischen Kaiserthron: Eine glänzend inszenierte Ausstellungs-Trilogie in drei Trierer Museen reinigt Nero vom Stigma des blutgierigen Ungeheuers – und rehabilitiert ihn als Erfinder der Spektakel-Gesellschaft.

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Berlin

Berlin Art Week 2016

Kampf gegen drohende Katerstimmung: Auf das Ende des Hauptstadt-Booms reagieren die beiden wichtigsten Kunstmessen der Berlin Art Week mit Konzentration aufs Wesentliche und Kundenorientierung. Wir empfehlen: jetzt zuschlagen!

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München

Friedrich Wilhelm Murnau – Hommage

Eine Symphonie des Grauens: Mit „Nosferatu“, „Sunrise“ und „Tabu“ schuf Murnau in den 1920er Jahren Meilensteine der Filmgeschichte. An sein Gesamtwerk erinnert eine Ausstellung im Lenbachhaus – und begräbt es unter beliebigem Bildersalat.

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Goran Radovanović

Enklave

(Kinostart: 16.2.) Im KFOR-Panzer zur Schule: Mit den Augen eines einsamen Jungen blickt Regisseur Goran Radovanović auf den serbisch-albanischen Konflikt im Kosovo. Sein präzise inszeniertes Drama ergreift aber einseitig Partei für die serbische Sache.

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Peter Chelsom

Den Sternen so nah

(Kinostart: 9.2.) Dem Klischee noch viel näher: Die Jungfernreise eines Teenagers, der auf dem Mars aufwuchs, zu seinem Schwarm auf der Erde gerät Regisseur Peter Chelsom zur vorhersehbaren Coming-of-Age-Story. Mit etwas mehr Mut gäbe der Weltraum viel mehr her.

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