Schwerin

Reise nach Indien

Pauschaltrip nach Indien: Das Staatliche Museum bucht ein All-inclusive-Arrangement bei einer Wiener Galerie; dazu kommen zwei Last-minute-Teilnehmer. Trotz vielfältiger Eindrücke lässt die wirre Routenführung die Passagiere orientierungslos zurück.

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Berlin

ZERO − internationale Kunstbewegung

Vom Werk zum Ereignis: Die Gruppe ZERO machte in der Nachkriegszeit Tabula rasa und schuf aus Licht, Wind und Feuer völlig neue Kunst. Die zeigt der Martin-Gropius-Bau in allen Facetten − und wie sie damit der heutigen Event-Kultur den Weg ebnete.

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Frankfurt am Main

Isa Genzken − New Works

Isa Genzken war Schülerin und Frau von Gerhard Richter, bevor sie mit vielseitigen Arbeiten bekannt wurde. Im MMK zeigt sie nun Gruppen aus Schaufenster-Puppen, Collagen, Filme, Nofretete-Büsten mit Brillen − und eine surreale Sexfantasie wie von Dalí.

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Heidelberg

Kalighat – Malerei indische Moderne

Geburt der Moderne aus dem Geist der Massenproduktion: Für billige Pilger-Souvenirs entwickelten indische Künstler im 19. Jahrhundert einen ausdrucksstark plakativen Stil. Seltene Beispiele dieses Proto-Expressionismus zeigt nun das Völkerkundemuseum.

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Dresden

Supermarket of the Dead

Die wertvollste Ausstellung des Jahres: Im Residenzschloss wird das Sortiment ausgebreitet, das Chinesen ihren Ahnen zuliebe verbrennen. Eine Parade teurer Markenprodukte aus Papier, die westlichen Warenfetischismus in Rauch aufgehen lassen.

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Jon Favreau

Kiss the Cook − So schmeckt Leben

(Kinostart: 28.5.) Am besten mit Grill-Würstchen und Dosenbier: Regisseur und Hauptdarsteller Jon Favreau findet das echte Kulinarik- und Familien-Glück im Imbisswagen. Kein originelles Rezept, aber mit viel guter Laune, Witz und Pfiff angerichtet.

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Michael Winterbottom

Mit Gewalt weltweit bombardieren

“Die Augen des Engels” handelt vom Medienrummel um einen Mordfall. Journalisten und Filmemacher stünden beide unter ähnlichem Druck, so Michael Winterbottom im Interview: Sie müssten ihre Stories einem an Klischees gewöhnten Publikum verkaufen.

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Daniel Brühl

Die Augen des Engels

(Kinostart: 21.5.) Multimediale Leichenfledderei im Internet-Zeitalter: Der Mord an einer US-Studentin in Italien wurde ab 2007 zum weltweit aufgebauschten Justiz-Drama. Regisseur Michael Winterbottom macht daraus ein subtiles Medienmenschen-Porträt.

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Ben Hopkins

Welcome to Karastan

(Kinostart: 21.5.) Reise ins Land der Inspiration: Ein naiver West-Filmemacher wird vom Ost-Diktator überredet, das große nationale Kino-Epos zu drehen. Gelungene Culture-Clash-Komödie, mit der Regisseur Hopkins den Irrsinn seiner Branche karikiert.

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Eran Riklis

Mein Herz tanzt

(Kinostart: 21.5.) Romeo und Julia in Jerusalem: Ein arabischer Israeli geht auf ein Elite-Internat und verliebt sich in eine Jüdin; sein behinderter Freund stirbt. Die Tragikomödie von Regisseur Riklis ist stimmig inszeniert, doch leicht übercodiert.

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Top-Ausstellungen 2014

Antike: Ein Traum von Rom

Trier als Hauptstadt des Römer-Reiches - das Rheinische Landesmuseum zeigt fantastische Skulpturen und Mosaike.

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Kunst bis 1900: Esprit Montmartre

Von Absinth bis Picasso: In der Frankfurter Schirn wird das Leben der "Bohème um 1900" anschaulich wie nie.

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1900 bis 1945: Dem Licht entgegen

Blüte und Ende des Jugendstils 1914: Die Mathildenhöhe in Darmstadt breitet aus, was damals verloren ging.

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Oscars 2015

Bester Film, Regie, Drehbuch + Kamera

Der Absturz eines Ex-Superhelden sah nie besser aus als in "Birdman" von A. G. Iñárritu: brillante Theater-Satire.

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Beste Szene, Kostüme, Make-Up + Musik

"The Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson ist reines Konfetti-Kino von überwältigender visueller Opulenz.

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Bester Hauptdarsteller

Eddie Redmayne brilliert als behinderter Physiker Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" von James Marsh.

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Berlin

Du sollst Dir (k)ein Bild machen

Gott soll nicht dargestellt werden, aber Gläubige brauchen Bilder: In diesem Spannungsfeld bewegen sich alle monotheistischen Religionen. Eine Kunst-Ausstellung im Berliner Dom will es beleuchten, driftet aber ins unbefriedigend Ungefähre ab.

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München

Creating Realities – Kunst und Kino

Neue Wirklichkeiten schaffen sollen 17 Video-Installationen in der Pinakothek der Moderne und dem Museum Brandhorst. Doch das Potpourri von Medienkunst-Werken aus der Sammlung Goetz bleibt so fragmentarisch wie die Realität selbst.

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Frankfurt am Main

Poesie der Großstadt - Affichisten

Unter der Werbebotschaft liegt die Bedeutung: In den 1950er Jahren kultivierten Künstler den Plakatabriss als Kunstform. An die abstrakt-textuelle Schönheit ihrer Kreationen erinnert eine große Retrospektive in der Schirn Kunsthalle.

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Berlin

What a Wonderful World

Der Eiffelturm steht im Schilf, die Rialto-Brücke führt nirgendwo hin: Vier junge chinesische Fotografen zeigen in der kunst.licht gallery Momentaufnahmen vom Culture Clash zwischen China und dem Westen – ein erhellendes Panoptikum.

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Bremen

Emile Bernard – Am Puls der Moderne

Der Avantgardist als bekennender Reaktionär: Emile Bernard arbeitete mit Toulouse-Lautrec, Gauguin und Van Gogh zusammen, bevor er sich einem altmeisterlichen Stil verschrieb. Den fast Vergessenen will die Kunsthalle nun hierzulande rehabitilieren.

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Susanne Bier

Zweite Chance

(Kinostart 14.5.) Zwangsadoption in Dänemark: Ein vorbildlicher Polizist nimmt einem Junkie-Paar das Kind weg, weil es bei ihm besser aufgehoben sei. Damit lotet die Oscar-prämierte Regisseurin Susanne Bier erneut moralische Grenzbereiche aus.

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Jens Schanze

La buena vida − Das gute Leben

(Kinostart: 14.5.) David gegen Goliath im Regenwald von Kolumbien: Dem größten Steinkohle-Tagebau Südamerikas soll ein Indio-Dorf weichen − die Bewohner wehren sich. Regisseur Jens Schanze dokumentiert den ungleichen Kampf in einprägsamen Bildern.

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Margarethe von Trotta

Die abhandene Welt

(Kinostart: 7.5.) Auf der Suche nach der verlorenen Schwester: Regisseurin von Trotta lässt Katja Riemann nach dem Ebenbild ihrer Mutter fahnden, doch sie entpuppt sich als deren Tochter. Was glatt und harmonisch abläuft – ein perfekter Weihnachtsfilm.

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Marcus Vetter

The Forecaster

(Kinostart: 7.5.) Prognosen für Pegida-Spekulanten: Ein selbst ernannter Finanzguru will mit seiner Zauberformel die Zukunft voraussagen. Die Doku von Regisseur Vetter verknüpft VWL für Anfänger mit einem Heldenepos zur lupenreinen Verschwörungstheorie.

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Kate Winslet

Die Gärtnerin von Versailles

(Kinostart: 30.4.) Eitel Sonnenschein am Hof des Sonnenkönigs: Regisseur Alan Rickman lässt eine Gärtnerin die Gunst des Monarchen und das Herz seines Architekten gewinnen. Hübsch kostümiert und anzusehen – doch barocker Gartenbau spielt keine Rolle.

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kultiversum - Artikel, Empfehlungen, Premieren, Termine zu Theater, Tanz, Ballett, Musik und Literatur.

Oscars 2015

Bestes adaptiertes Drehbuch

In "The Imitation Game" knackt Alan Turing die Enigma-Codes der Nazis - und läutet damit die Computer-Ära ein.

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Bester Dokumentarfilm

"Citizenfour" von Laura Poitras zeigt Abhörungs-Enthüller Edward Snowden mit menschlichem Antlitz - bevor er untertauchte.

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Bester fremdsprachiger Film

In "Ida" von Pawel Pawlikowski entdeckt eine Nonne ihre jüdischen Wurzeln im coolen Polen der 1960er Jahre.

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Berlin

Robert Polidori

Chronist des malerischen Verfalls: Mit Bilderserien über Ruinen in Havanna oder Tschernobyl begeistert der kanadische Fotograf eine große Fangemeinde. Nun zeigt die Galerie Camera Work Aufnahmen aus Versailles – etwas zahm und auf die Dauer stereotyp.

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Berlin

Gottfried Lindauer: Māori Portraits

Wo die schönen Tattoos herkommen: Der Salonmaler Lindauer wanderte 1874 nach Neuseeland aus und porträtierte dort führende Maori-Persönlichkeiten. Diese faszinierenden Culture-Clash-Dokumente zeigt die Alte Nationalgalerie erstmals in Europa.

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Dubai + Sharjah

Art Dubai + 12. Sharjah Biennale

Glitzerkram war gestern: Die Messe für Gegenwartskunst in Dubai mausert sich im neunten Jahr zur seriösen Ost-West-Drehscheibe mit hochkarätigem Angebot. Dagegen schreckt die Biennale im benachbarten Sharjah durch kopflastige Sprödheit ab.

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Frankfurt am Main

Filmtheater – Kinofotografien

Wenn die Leinwand für immer dunkel bleibt: Die Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre dokumentieren heruntergekommene Kinopaläste. Manche dienen als Sporthalle, Supermarkt oder Busgarage, wie die Schau im Deutschen Filmmuseum zeigt.

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München

Common Grounds

Ornament ist wirklich Verbrechen – wenn die Tapete Folter-Szenen zeigt. Die Villa Stuck präsentiert Arbeiten von zwölf zeitgenössischen Künstlern aus der islamischen Welt, die nach einer gemeinsamen Verständigungs-Basis suchen: sehenswert subtile Werke.

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Annekatrin Hendel

Fassbinder

(Kinostart: 30.4.) Sekten-Chef und Workoholic: Rainer Werner Fassbinder war der eigenwilligste und produktivste Regisseur des deutschen Kinos. Mit Archiv-Material und Weggefährten-Interviews rekonstruiert Regisseurin Hendel das Phänomen RWF.

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Pan Nalin

An den Ufern der heiligen Flüsse

(Kinostart: 30.4.) Ein Mega-Gemeinschaftsbad ist das größte Fest der Welt: Zur Kumbh Mela versammeln sich alle zwölf Jahre Millionen von Hindus. Regisseur Pan Nalin verknüpft seine Feier-Doku mit kleinen Episoden, blendet aber Widersprüche aus.

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München

Kino der Kunst 2015

Das Spezial-Festival für Filme bildender Künstler gemeindet in seiner zweiten Ausgabe die halbe Museumslandschaft ein. Dabei täte ihm mehr Sorgfalt bei der Programm-Auswahl gut: Im Total-Wettbewerb geht Preiswürdiges in faden Fingerübungen unter.

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Oscar Isaac

Ex Machina

(Kinostart: 23.4.) Zum Stelldichein mit der Roboterfrau: Ein Programmierer soll herausfinden, ob die bildschöne Maschine menschliches Bewusstsein besitzt. Sein Regiedebüt legt Science-Fiction-Drehbuchautor Alex Garland als subtiles Kammerspiel an.

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Christoph Waltz

Big Eyes

(Kinostart: 23.4.) Um 1960 fluteten Margaret und Walter Keane die Welt mit Kinder-Bildern: Sie malte, er verkaufte. Diese Pioniere der Kaufhaus-Kunst porträtiert Regisseur Tim Burton leider nur als Akteure eines Ehedramas samt Frauenemanzipation.

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