Frankfurt am Main

Poesie der Großstadt - Affichisten

Unter der Werbebotschaft liegt die Bedeutung: In den 1950er Jahren kultivierten Künstler den Plakatabriss als Kunstform. An die abstrakt-textuelle Schönheit ihrer Kreationen erinnert eine große Retrospektive in der Schirn Kunsthalle.

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Berlin

What a Wonderful World

Der Eiffelturm steht im Schilf, die Rialto-Brücke führt nirgendwo hin: Vier junge chinesische Fotografen zeigen in der kunst.licht gallery Momentaufnahmen vom Culture Clash zwischen China und dem Westen – ein erhellendes Panoptikum.

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Bremen

Emile Bernard – Am Puls der Moderne

Der Avantgardist als bekennender Reaktionär: Emile Bernard arbeitete mit Toulouse-Lautrec, Gauguin und Van Gogh zusammen, bevor er sich einem altmeisterlichen Stil verschrieb. Den fast Vergessenen will die Kunsthalle nun hierzulande rehabitilieren.

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Berlin

Robert Polidori

Chronist des malerischen Verfalls: Mit Bilderserien über Ruinen in Havanna oder Tschernobyl begeistert der kanadische Fotograf eine große Fangemeinde. Nun zeigt die Galerie Camera Work Aufnahmen aus Versailles – etwas zahm und auf die Dauer stereotyp.

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Berlin

Gottfried Lindauer: Māori Portraits

Wo die schönen Tattoos herkommen: Der Salonmaler Lindauer wanderte 1874 nach Neuseeland aus und porträtierte dort führende Maori-Persönlichkeiten. Diese faszinierenden Culture-Clash-Dokumente zeigt die Alte Nationalgalerie erstmals in Europa.

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Syllas Tzoumerkas

A Blast – Ausbruch

(Kinostart: 16.4.) Schnauze gestrichen voll: Eine junge Griechin erträgt den Dauerfrust in ihrer schuldengeplagten Heimat nicht mehr und wirft alles hin. Seine Krisen-Diagnose inszeniert Regisseur Tzoumerkas als chaotisches Puzzle wirrer Szenen.

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Oliver Hirschbiegel

Elser war wie Edward Snowden

Der Hitler-Attentäter Georg Elser überraschte alle: Keiner glaubte, dass er er auf eigene Faust gehandelt hatte. In seinem Biopic zeigt ihn Regisseur Hirschbiegel als normalen jungen Mann seiner Zeit, der einfach nur seinem Gewissen folgte.

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Oliver Hirschbiegel

Elser

(Kinostart: 9.4.) Der kaum bekannte Hitler-Attentäter: Georg Elser baute im Alleingang eine Bombe, die den Diktator beinahe beseitigt hätte. Regisseur Oliver Hirschbiegel rekonstruiert die Tat-Folgen, ohne seinem Protagonisten wirklich nahe zu kommen.

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Robert Bramkamp

Art Girls

(Kinostart: 9.4.) L’art pour l’art: Regisseur Robert Bramkamp will den heiß und leer laufenden Berliner Kunstbetrieb parodieren, doch trotz vieler hübscher Ideen misslingt das: Die Realität ist einfach noch viel bizarrer und absurder als die Fiktion.

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Wim Wenders

In 3D sind Menschen fast wie nackt

Alles wird gut: Der neue Film von Wim Wenders, „Every Thing Will Be Fine“, handelt von Traumatisierung und Heilung. Das könne jede beliebige Geschichte leisten, sagt der Regisseur im Interview: In 3D lasse sich das wie unter einer Lupe beobachten.

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Top-Ausstellungen 2014

Antike: Ein Traum von Rom

Trier als Hauptstadt des Römer-Reiches - das Rheinische Landesmuseum zeigt fantastische Skulpturen und Mosaike.

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Kunst bis 1900: Esprit Montmartre

Von Absinth bis Picasso: In der Frankfurter Schirn wird das Leben der "Bohème um 1900" anschaulich wie nie.

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1900 bis 1945: Dem Licht entgegen

Blüte und Ende des Jugendstils 1914: Die Mathildenhöhe in Darmstadt breitet aus, was damals verloren ging.

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Oscars 2015

Bester Film, Regie, Drehbuch + Kamera

Der Absturz eines Ex-Superhelden sah nie besser aus als in "Birdman" von A. G. Iñárritu: brillante Theater-Satire.

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Beste Szene, Kostüme, Make-Up + Musik

"The Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson ist reines Konfetti-Kino von überwältigender visueller Opulenz.

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Bester Hauptdarsteller

Eddie Redmayne brilliert als behinderter Physiker Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" von James Marsh.

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Dubai + Sharjah

Art Dubai + 12. Sharjah Biennale

Glitzerkram war gestern: Die Messe für Gegenwartskunst in Dubai mausert sich im neunten Jahr zur seriösen Ost-West-Drehscheibe mit hochkarätigem Angebot. Dagegen schreckt die Biennale im benachbarten Sharjah durch kopflastige Sprödheit ab.

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Frankfurt am Main

Filmtheater – Kinofotografien

Wenn die Leinwand für immer dunkel bleibt: Die Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre dokumentieren heruntergekommene Kinopaläste. Manche dienen als Sporthalle, Supermarkt oder Busgarage, wie die Schau im Deutschen Filmmuseum zeigt.

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München

Common Grounds

Ornament ist wirklich Verbrechen – wenn die Tapete Folter-Szenen zeigt. Die Villa Stuck präsentiert Arbeiten von zwölf zeitgenössischen Künstlern aus der islamischen Welt, die nach einer gemeinsamen Verständigungs-Basis suchen: sehenswert subtile Werke.

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Berlin

Blow Up - Antonionis Filmklassiker

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: In „Blow Up“ zeigte Michelangelo Antonioni, dass Fotografie wenig objektiv ist. Das entfaltet eine Ausstellung in der Galerie C/O Berlin glänzend mit Bildern der Swinging Sixties: Medientheorie als fröhliche Wissenschaft.

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Karlsruhe

art KARLSRUHE 2015

Messeneuheit Art-App: Die Technik rechnet aus, ob favorisierte Kunst ins heimische Wohnzimmer passt. Ansonsten kommen zur zwölften badischen Kunstmesse viele alte Bekannte: hochpreisige Klassiker und melancholische Zeitgenossen mit Lust am Analogen.

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Wim Wenders

Every Thing Will Be Fine

(Kinostart: 2.4.) Schuld und Sühne: Ein Schriftsteller kann sich einen Autounfall nicht verzeihen – doch sein Werk profitiert davon. Regisseur Wenders variiert das Diktum von Sigmund Freud, dass keiner ohne Neurosen ein guter Autor wird.

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Mathieu Amalric

Das blaue Zimmer

(Kinostart: 2.4.) Ein Mord, den heute keiner mehr beginge: Multitalent Mathieu Amalric verfilmt einen Krimi von Georges Simenon handwerklich solide in verschachtelten Rückblenden – doch das auslösende Motiv ist rettungslos veraltet.

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Gianfranco Rosi

Das andere Rom − Sacro GRA

(Kinostart: 26.3.) An der Umgehungsstraße kurz vor den Mauern unserer Stadt: Regisseur Rosi erforscht die Peripherie an der Ringautobahn um Rom. Seine eindrucksvollen Porträts der dort Gestrandeten gewann als erste Doku 2013 den Goldenen Löwen.

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Peter Krüger

N – Der Wahn der Vernunft

(Kinostart: 26.3.) Falsches Bewusstsein, erlesen bebildert: Das Leben eines Amateur-Enzyklopädisten im kolonialen Afrika nutzt Regisseur Krüger als Aufhänger für raunendes Räsonnieren über den Culture Clash von Rationalität und magischem Denken.

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Oskar Roehler

Tod den Hippies – Es lebe der Punk!

(Kinostart: 26.3.) Keine Atempause, Geschichte wird gemacht: Nach den 1970ern verfilmt Regisseur Roehler sein Leben in den 1980er Jahren. Wobei er fast alles ignoriert, was die Punk-Szene in Westberlin ausmachte – zugunsten larmoyanter Nabelschau.

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kultiversum - Artikel, Empfehlungen, Premieren, Termine zu Theater, Tanz, Ballett, Musik und Literatur.

Oscars 2015

Bestes adaptiertes Drehbuch

In "The Imitation Game" knackt Alan Turing die Enigma-Codes der Nazis - und läutet damit die Computer-Ära ein.

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Bester Dokumentarfilm

"Citizenfour" von Laura Poitras zeigt Abhörungs-Enthüller Edward Snowden mit menschlichem Antlitz - bevor er untertauchte.

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Bester fremdsprachiger Film

In "Ida" von Pawel Pawlikowski entdeckt eine Nonne ihre jüdischen Wurzeln im coolen Polen der 1960er Jahre.

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München

Myanmar: Von Pagoden + Nat-Geistern

Ein Land wird neu entdeckt: 50 Jahre war das frühere Burma abgeschottet und unzugänglich; seit 2011 öffnet es sich zögerlich. Die Kulturen seiner 135 Völker präsentiert das Museum Fünf Kontinente glänzend – und spricht über Politik nur im Katalog.

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Berlin

Queensize – Female Artists

Weibliche Weltwahrnehmung: Der me Collectors Room zeigt Werke von 60 Künstlerinnen, die sich mit dem Blick von Frauen auf sich selbst beschäftigen. Nüchtern, provokant, erotisch, geschmacklos, grotesk oder grauenvoll – so facettenreich wie die Gegenwart.

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Wuppertal

Pissarro: Vater des Impressionismus

Ein bienenfleißiger Anarchist, der erst spät Anerkennung fand: Camille Pissarro schuf ein Riesenwerk aus unspektakulären Alltags-Motiven. Seinen harmonischen Reiz führt das Von der Heydt-Museum in einer soliden Retrospektive anschaulich vor.

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München

Lina Bo Bardi: Brasil-Architektur

Maximale Kommunikation mit minimalen Mitteln: Die Italienerin Lina Bo Bardi baute in ihrer Wahlheimat Brasilien wegweisende Häuser, Museen und Kulturzentren. Zum 100. Geburtstag der Architektin stellt die Pinakothek der Moderne ihr Werk ausführlich vor.

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Münster

Das nackte Leben: Bacon + Hockney

Radikaler Neuanfang im lichtdurchfluteten Neubau: Englische Maler der Nachkriegszeit orientierten sich bei Experimenten stets am menschlichen Dasein. Ihre hierzulande wenig bekannte Kunst stellt das LWL-Museum für Kunst und Kultur umfassend vor.

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J. C. Chandor

A Most Violent Year

(Kinostart: 19.3.) Hiob in der Heizöl-Branche: 1981 steht ein Firmenchef in New York kurz vor dem Ruin. Darüber macht J.C. Chandor, Regisseur von “Margin Call” und “All is lost”, mit nüchterner Präzision den besten Wirtschaftskrimi des jungen Jahrtausends.

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Josef Hader

Das ewige Leben

(Kinostart: 19.3.) Ganz unten in Graz: Josef Hader spielt erneut den Gelegenheits-Ermittler Simon Brenner – diesmal völlig abgewrackt. Wolf Haas’ schwarzhumorigen Ösi-Krimi verfilmt Wolfgang Murnberger gewohnt bissig und bitterböse mit viel Schmäh.

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Charlotte Gainsbourg

3 Herzen

(Kinostart: 19.3.) Liebesleben als Kette verpasster Chancen: Regisseur Benoît Jacquot lässt seinen Helden endlos zwischen Charlotte Gainsbourg und Chiara Mastroianni schwanken − mit löchrigem Drehbuch für ein unglaubwürdiges Edelkitsch-Melodram.

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Stanislaw Mucha

Tristia − Eine Schwarzmeer-Odyssee

(Kinostart: 19.3.) Der Fluch des späten Kinostarts: 2012 bereiste Regisseur Mucha die Schwarzmeer-Region und hielt allerlei Unsinn fest, den die Leute so reden. Das kommt erst jetzt ins Kino − was damals nur geschmacklos war, wirkt nun mörderisch.

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Mark Burton & Richard Starzak

Shaun das Schaf − Der Film

(Kinostart: 19.3.) Weg mit dem Pulli aus eigener Wolle: In seinem ersten Kinofilm stürzt sich Shaun mit seiner Schafherde ins Getümmel von London. Der jüngste Plastilin-Film der britischen Aardman-Studios katapultiert Slapstick in eine neue Dimension.

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