Frankfurt am Main + Wien

Fantastische Welten um 1500

Von wegen ruhige Renaissance: Künstler wie Albrecht Altdorfer und Wolf Huber nahmen mit grellen Effekten und wild wuchernden Formen die Schock-Ästhetik des Expressionismus vorweg – das zeigt eine grandiose Schau im Städel und Kunsthistorischen Museum.

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Rostock

Norbert Bisky – Zentrifuge

Wenn malerisch die Fetzen fliegen: Seine homoerotisch grundierten Jünglinge liefert Norbert Bisky nun den Fliehkräften aus. Das verleiht diesem Bilder-Kosmos enorme Dynamik, zeigt seine erste institutionelle Einzelausstellung in der Kunsthalle.

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Berlin + Monschau bei Aachen

Ara Güler – Das Auge Istanbuls

Istanbul ist die größte und vielleicht schönste Metropole Europas – ihr Stadtbild hat Ara Güler unermüdlich dokumentiert. Dem berühmtesten türkischen Fotografen richtet das Willy-Brandt-Haus seine erste deutsche Werkschau aus: eine gelungene Hommage.

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Bremen

Existenzielle Bildwelten

Ein Mash Up als Memento Mori: Die Weserburg zeigt eine Privatsammlung, die traditionelle Artefakte aus Afrika und Ozeanien mit Gegenwartskunst kombiniert. Als schillernden Mix von Werken zu elementaren Momenten des Lebens – vor allem dem letzten.

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Köln

Die Kathedrale

Wir bauen eine Kathedrale, war ein Motto des 19. Jahrhunderts: Damals wurde mancher Dom erst fertig – und zum dankbaren Motiv für Maler bis zur klassischen Moderne. Das Wallraf-Richartz-Museum lädt zur Besichtigungs-Tour; mit ziemlich verengtem Blick.

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Michael Keaton

Birdman

(Kinostart: 29.1.) Comeback wie Phönix aus der Asche: Das schwebt dem Ex-Superhelden vor, der früher als Vogelmensch auftrat. Doch sein Bühnen-Debüt gerät zur Bruchladung – die Regisseur Alejandro G. Iñárritu als brillante Theater-Satire mit Top-Stars inszeniert.

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Maurizius Staerkle-­Drux

Die Böhms: Architektur der Familie

(Kinostart: 29.1.) Segen und Fluch eines Familien-Unternehmens: Seit drei Generationen sind alle Böhms Architekten, und der 95-jährige Patriarch ist immer noch der Boss. Regisseur Staerkle-Drux porträtiert eine Dynastie und vernachlässigt ihre Werke.

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Marina Kem

Bonne Nuit Papa

(Kinostart: 29.1.) Ausländische Akademiker in der DDR sind ähnlich fast vergessen wie die Massaker der Roten Khmer. Regisseurin Marina Kem zeichnet die Biografie ihres kambodschanischen Vaters nach – als gefühlige Nabelschau für die ganze Familie.

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Damian John Harper

Los Ángeles

(Kinostart: 29.1.) Die Stadt der Engel als Sehnsuchts-Ort: Ein junger Mexikaner will in Kalifornien viel Geld verdienen – doch die örtliche Gang durchkreuzt seine Pläne. Regisseur Harper zeigt Latino-Landleben mit Laiendarstellern und viel Sympathie.

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Benedict Cumberbatch

The Imitation Game

(Kinostart: 22.1.) Mathematik als Friedensbringerin: Alan Turing begründete die Informatik und besiegte die Nazis, doch die Justiz trieb ihn in den Selbstmord. Seine tragische Vita erzählt Regisseur Morten Tyldum brillant als Genesis der Computer-Ära.

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Top-Ausstellungen 2014

Antike: Ein Traum von Rom

Trier als Hauptstadt des Römer-Reiches - das Rheinische Landesmuseum zeigt fantastische Skulpturen und Mosaike.

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Kunst bis 1900: Esprit Montmartre

Von Absinth bis Picasso: In der Frankfurter Schirn wird das Leben der "Bohème um 1900" anschaulich wie nie.

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1900 bis 1945: Dem Licht entgegen

Blüte und Ende des Jugendstils 1914: Die Mathildenhöhe in Darmstadt breitet aus, was damals verloren ging.

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Kunst im Film

Strange Colour of Your Body's Tears

Jugendstil als Horror-Show: Die Brüssel-Paläste von Victor Horta dienen als Kulissen für einen extravaganten Psycho-Thriller.

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Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Berlin

Made in Germany – Werkbund 1914

Mobilmachung der Dinge: Kurz vor dem Ersten Weltkrieg veranstaltete der Deutsche Werkbund in Köln eine riesige Leistungsschau. An diesen Meilenstein der Design-Geschichte erinnert die Gedenk-Ausstellung des Werkbundarchivs im Museum der Dinge.

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Essen

Monet, Gauguin, van Gogh...

… sie alle begeisterten sich für Japan: Im 19. Jahrhundert beeinflussten Bilder und Motive aus Fernost stark die westliche Kunst. Was Europäer abkupferten, und wie der Japonismus bis heute fortwirkt, zeigt eine grandiose Schau im Museum Folkwang.

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Köln

Ludwig goes Pop

Ein halbes Jahrhundert Pop Art: Aus der größten deutschen Kollektion filtert das Museum Ludwig ein Best-of, das überraschende Einsichten bietet. Diese Strömung war viel sperriger und hintergründiger, als meist angenommen – von wegen gefällige Deko-Kunst.

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Berlin

LOVE

All You Need Is Love: Zum Fest der Liebe zeigt die Galerie Camera Work ein Potpourri von Fotografien zu allen Aspekten des Themas – romantisch, verführerisch, erotisch, sentimental oder fürsorglich. Fast jedes Bild erzählt seine Liebesgeschichte.

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Düsseldorf

Nach Ägypten! Slevogt + Paul Klee

Als Ägypten noch Kunst-Extasen auslöste: Vor 100 Jahren reiste der Impressionist Max Slevogt dorthin, 15 Jahre später folgte Paul Klee – sie verarbeiteten ihre Eindrücke völlig unterschiedlich. Das führt die Kunstsammlung NRW im K20 anschaulich vor.

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Cheyenne Picardo

Remedy

(Kinostart: 22.1.) Alice in Dominaland: US-Regisseurin Cheyenne Picardo verfilmt eigene Erfahrungen als Herrin und Sklavin in SM-Studios. Der wirre Job-Alltag eines asexuellen Girlies in selbstgebastelten Kulissen macht Lust auf Keuschheits-Gelübde.

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Liv Ullmann

Fräulein Julie

(Kinostart: 22.1.) Mittsommernachts-Mesalliance: Ein Diener verführt seine adlige Herrin und lässt sie dann fallen; das endet tragisch. Strindbergs einstiges Skandal-Drama verfilmt Liv Ullmann gekürzt, aber buchstabengetreu – was merkwürdig kalt lässt.

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Charlotte Gainsbourg

Missverstanden – Incompresa

(Kinostart: 22.1.) Künstler sein ist schwer – Künstler-Kind noch viel mehr: Regisseurin Asia Argento porträtiert eine Neunjährige, die von ihren Eltern im Stich gelassen wird. Schwülbunt inszeniert und in Musik ertränkt, wirkt der Film arg überstilisiert.

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Ronit + Shlomi Elkabetz

Get:Der Prozess der Viviane Amsalem

(Kinostart: 15.1.) In Israel müssen Ehen von Rabbis geschieden werden; wenn der Gatte nicht einwilligt, geht gar nichts. Dieses Dilemma führt dieser Film eindringlich vor: als erhellenden Einblick in die rechtliche Stellung von Frauen im jüdischen Staat.

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Reese Witherspoon

Der große Trip – Wild

(Kinostart: 15.1.) Hinter den sieben Bergen bei inneren Dämonen: Cheryl Strayed wanderte 2000 Kilometer durch den US-Westen. „Dallas Buyers Club“-Regisseur Jean-Marc Vallée verfilmt ihren Reisebericht: innovativ, dramaturgisch dicht und unsentimental.

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kultiversum - Artikel, Empfehlungen, Premieren, Termine zu Theater, Tanz, Ballett, Musik und Literatur.

Kunst im Film

Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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The Airstrip – Aufbruch der Moderne

Architektur-Geschichte brutal: Doku-Filmer Heinz Emigholz lichtet Betonbauten ab – eine Schnipsel-Salve.

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Shirley - Visionen der Realität

Gustav Deutsch verfilmt 13 klassische Bilder des US-Malers Edward Hopper als leblos animierte Sittengeschichte - und sehr uncool.

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München

Florine Stettheimer

Stil-Ikone im New York der 1920/30er Jahre: Marcel Duchamp war ihr enger Freund, Andy Warhol schätzte sie als Vorläuferin der Pop Art. Doch die Exzentrikerin Stettheimer zeigte ihre Bilder nur zuhause. Nun entdeckt das Lenbachhaus ihr Werk für Europa.

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Bremen

Jason Rhoades: Four Roads

Trash as Trash can: Der Kalifornier Jason Rhoades schuf riesige Müll-Installationen irgendwo zwischen Schlingensief und Jonathan Meese. Rhoades starb mit 41 Jahren. Die Kunsthalle zeigt nun die erste posthume Retrospektive: von Kant zu Muschi-Synonymen.

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Bonn + München

August Macke + Franz Marc

Viereinhalb Jahre, die den Expressionismus veränderten: Macke und Marc waren eng befreundet. Ähnliche Einflüsse verarbeiteten sie sehr verschieden, zeigen Kunstmuseum und Lenbachhaus – mit einem Kommentar vom August-Macke-Haus.

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Frankfurt am Main

German Pop

Als das Pop-Art-UFO in Germanien landete: Viele deutsche Künstler versuchten sich an bunter Alltags-Kunst. Die Schirn stellt vier regionale Zentren erstmals gemeinsam vor: ein variantenreicher Überblick, doch zu heterogen für das Schlagwort “German Pop”.

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Aachen

Modern Icons

Inflation der Ikonen: Zahllose Film-, Pop- oder Mode-Stars werden mit Heiligenbildern gleichgesetzt. Welche Strategien Kunst, Medien und Werbung dabei anwenden, führt eine kleine Auswahl großformatiger Werke im Ludwig Forum anschaulich vor.

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Jessica Hausner

Amour Fou

(Kinostart: 15.1.) Ein Fall von Leichenfledderei: Regisseurin Jessica Hausner verlegt den Doppel-Selbstmord von Kleist und Henriette Vogel in ein Wachsfigurenkabinett steifer Kleiderständer. Dieser Puppenstuben-Welt kann man nur durch Freitod entfliehen.

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Damián Szifrón

Wild Tales – Jeder dreht mal durch!

(Kinostart: 8.1.) Wenn Normalos ausrasten: In sechs Episoden malt Regisseur Damián Szifrón skurrile Rachefantasien bis zum Anschlag aus. Seine rabenschwarze, pointiert amüsante Komödie ist der erfolgreichste argentinische Film aller Zeiten.

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Valeria Bruni Tedeschi

Die süße Gier – Il Capitale Umano

(Kinostart: 8.1.) An der Familie hängt, zur Familie drängt doch alles: Ohne sie kommt in Italien auch Turbokapitalismus-Kritik nicht aus. Regisseur Paolo Virzì mischt noch Generationen-Konflikte hinein – womit er seinen Film sichtlich überfrachtet.

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Frederick Wiseman

National Gallery

(Kinostart: 1.1.) Der US-Altmeister des Dokumentarfilms im altehrwürdigen Kunsttempel: Drei Stunden lang sieht sich Regisseur Wiseman in der britischen Nationalgalerie um. Neugierig und unaufgeregt verortet er das Museum in 21. Jahrhundert.

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Roy Andersson

Eine Taube sitzt auf einem Zweig...

(Kinostart: 1.1.) Tristesse totale: Regisseur Andersson bevölkert Schweden mit bleichen Mutanten, die lahme Phrasen dreschen. Dass die Hauptfiguren witzlose Spaßvögel sind, passt ins triste Bild – und war der Venedig-Jury den Goldenen Löwen wert.

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