Wiesbaden + Emden

Horizont Jawlensky

Hinter dem Horizont der Moderne geht’s weiter: Im Münchener Exil eignete sich Alexej von Jawlensky alle Malstile seiner Zeit an – und wurde so zum wegweisenden Expressionisten. Das zeigen Museum Wiesbaden und Kunsthalle Emden akribisch genau.

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München + Damstadt

Der Stachel des Skorpions

Im surrealistischen Filmklassiker “Das Goldene Zeitalter” zeigte Buñuel 1929/30 verstörende Szenen voller Absurdität und Gewalt. Daran wollen sechs Kunst-Filme in der Villa Stuck anschließen: Ihre Attacken auf guten Geschmack geraten zur Attitüde.

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Berlin

Echte Gefühle: Denken im Film

Überambitionierte Enzyklopädie aller Emotionen: Die Kunst-Werke wollen klären, wie Kino Empfindungen hervorruft und manipuliert. Mit einem Bildsalat aus Filmklassiker-Schnipseln und zwölf erratischen Kunst-Filmen – da stellt sich rasch Konfusion ein.

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Berlin

Ai Weiwei – Evidence

Sammelwut als Regimekritik: Die bislang größte Ausstellung des chinesischen Künstler-Dissidenten im Martin-Gropius-Bau überwältigt mit schierer Fülle. Politische Bezüge der Werke werden bestens erklärt, autonome Ästhetik geht darin eher unter.

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Frankfurt am Main

Esprit Montmartre: Bohème um 1900

Jeden Montag Markt für Maler-Modelle mit 600 Damen: Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Armenviertel im Norden von Paris zum Künstler-Mekka. Den Mythos Montmartre aus Absinth, Bordell und Picasso präsentiert die Schirn hervorragend mit 200 Werken.

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Pelin Esmer

Watchtower

(Kinostart: 17.4.) Schauerromantik alla turca: Im dunklen Bergwald leben ein Brandwächter und eine Inzestgeschädigte in Zwangsgemeinschaft zusammen. Soziale Konflikte inszeniert Regisseurin Esmer so plakativ wie in Problemfilmen der 1970/80er Jahre.

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Bruno Barreto

Die Poetin

(Kinostart: 10.4.) Schöner Wohnen auf Luxus-Landsitz in Brasilien: Die US-Dichterin Elizabeth Bishop erlebt mit der Architektin Lota die Liebe ihres Lebens. Sein Akademiker-Melodram inszeniert Regisseur Bruno Barretto als Fest des guten Geschmacks.

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Jem Cohen

Museum Hours

(Kinostart: 10.4.) Heute wieder Ruhetag: Ein Museumswärter und eine kanadische Touristin lassen sich plaudernd durch Wien treiben. Derweil filmt Regisseur Jem Cohen, was ihm vor die Linse kommt – er agiert so planlos wie seine Protagonisten.

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Pawel Pawlikowski

Ida

(Kinostart: 10.4.) So geht Vergangenheits-Bewältigung: Regisseur Pawlikowski lässt eine jüdische Nonne mit ihrer kommunistischen Tante in Polen 1962 nach ihren Wurzeln fahnden. Diese Zeitreise beschwört lakonisch den morbiden Charme Alteuropas herauf.

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Darren Aronofsky

Die Bibel zum Leben erwecken

Seine Sintflut-Saga “Noah” ist für Regisseur Darren Aronofsky unvergleichlich: optisch Fantasy, inhaltlich Philosophie. Im Interview erklärt er, warum Gott im Film nur Schöpfer genannt wird, und was er von Verboten in islamischen Ländern hält.

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Top-Ausstellungen 2013

Antike: CREDO

Die Christianisierung Europas dauerte fast 1400 Jahre - diesen Endlos-Prozess erklären drei Museen in Paderborn faszinierend anschaulich.

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Kunst bis 1900: Daumier ist ungeheuer!

Jeder kennt seine Karikaturen. Das Max Liebermann Haus stellt Daumier als Maler vor: eine echte Entdeckung.

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1900 bis 1945: Wien - Berlin

Die Kunst in beiden Metropolen wurde nie systematisch verglichen. Die Berlinische Galerie holt das glänzend nach.

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Europäischer Filmpreis 2013

Bester Film + Regie + Schnitt + Schauspieler

"La grande bellezza - Die große Schönheit" von Paolo Sorrentino mit Toni Servillo: Brillantes Remake von "La dolce vita".

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Beste Komödie

"Love is all you need" von Susanne Bier mit Pierre Brosnan + Trine Dyrholm: wunderbar beschwingte Sommerkomödie am Golf von Neapel.

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Beste Schauspielerin

Veerle Baetens in "The Broken Circle": ergreifendes Melodram aus Belgien mit herrlicher Bluegrass-Musik.

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Berlin

Jimmy Nelson: Before They Pass Away

Visuelle Rettung des Weltkulturerbes: Jimmy Nelson fotografiert archaisch lebende Völker aller Kontinente. Ihren Traditionen verleiht Hochglanz-Ästhetik faszinierenden Glamour – die Galerien Camerawork und CWC stellen 80 Werke erstmals hierzulande aus.

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München

Playtime

Arbeit ist nicht alles, aber ohne Arbeit ist alles nichts: Das Lenbachhaus stellt Werke von 40 Künstlern über Arbeitswelten seit den 1960ern aus – ein amüsant sarkastischer Rundumschlag von Fließband-Maloche bis zu Hotelzimmer-Sex für Kunstsammler.

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Heidelberg

Flussaufwärts: Borneo-Sammlung

Kunst der Kopfjäger: Die Dayak auf Borneo sammelten früher Schädel ihrer Feinde in Töpfen. Ganze Dörfer leben in einem Langhaus; jeder Bewohner hat zwei Seelen. Die hierzulande größte Kollektion dieser Kultur stellt das Völkerkundemuseum erstmals aus.

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Karlsruhe

art KARLSRUHE 2014

Fest etabliert: Auf der elften badischen Kunstmesse wird ein vielfältiges Sortiment von Klassischer Moderne bis Gegenwartskunst angeboten. Die überrascht mit ihrer Tendenz zum Tierischen: für Kuschel-Reflexe wie bei Katzen-Videos auf Youtube.

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Frankfurt am Main

Nok – Skulpturen aus Afrika

Nur echt als Scherbenhaufen: Komplette Nok-Figuren aus Nigeria sind meist Fälschungen. Mehr als 2000 Jahre alte Original-Fragmente zeigt das Liebieghaus: ein faszinierender Einblick in eine rätselhafte Kultur, die Afrikas älteste Skulpturen schuf.

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Darren Aronofsky

Noah – Ende ist der Anfang (3D)

(Kinostart: 3.4.) Rückkehr des Sandalenfilms im Fantasy-Gewand: Regisseur Darren Aronofsky verfilmt die biblische Sintflut mit Russell Crowe als Arche-Architekten – samt steinernen Riesen, Wüstenwundern und der Zivilisationsgeschichte im Eiltempo.

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Lars von Trier

Nymphomaniac - Teil 2

(Kinostart: 3.4.) Befriedigender als der erste Teil: Regisseur von Trier schickt Charlotte Gainsbourg in diverse sexuelle Grenzerfahrungen, was dem Film besser bekommt als ihr. Dabei löst sie das Dilemma von Askese und Exzess gut protestantisch auf.

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Christian Bale

Auge um Auge – Out of the Furnace

(Kinostart: 3.4.) Showdown im Stahlwerk: Christian Bale rächt seinen Bruder, der bei illegalen Faustkämpfen umkam. Seinen Thriller siedelt Regisseur Scott Cooper im US-Arbeitermilieu an – ein perfektes Hohelied auf klassisches Proletarier-Ethos.

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Bong Joon-ho

Snowpiercer

(Kinostart: 3.4.) Endzeit-Action als Ausstattungsorgie: Regisseur Bong Joon-ho, Wunderkind des koreanischen Kinos, verfilmt eine Graphic Novel über einen Hightech-Zug im ewigen Eis – mit üppig surrealem Dekor und reichlich blutigen Gewaltszenen.

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Frankfurt am Main

Baal + Fassbinder – Jetzt

Fassbinder ist Baal: ein egomanischer Berserker, der die Welt aufsaugt. Wie sehr das Regie-Genie der Hauptfigur von Brechts Drama ähnelte, zeigt eine Schau im Filmmuseum – und Volker Schlöndorffs gleichnamiger Film, der nach 44 Jahren ins Kino kommt.

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kultiversum - Artikel, Empfehlungen, Premieren, Termine zu Theater, Tanz, Ballett, Musik und Literatur.

Europäischer Filmpreis 2013

Bestes Drehbuch

Von François Ozon für seinen Film "In ihrem Haus" aus Frankreich: Lehrer-Schüler-Drama als raffiniertes Verwirrspiel mit der Wahrnehmung.

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Beste Kamera

Von Asaf Sudry für seine Bilder im Film "An ihrer Stelle - Fill the Void" von Rama Burshtein: Dichtes Kammerspiel über Ehen orthodoxer Juden in Israel.

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Bestes Szenenbild

Von Sarah Greenwood für ihre Ausstattung von "Anna Karenina": Opulente Klassiker-Verfilmung von Joe Wright mit Keira Knightley

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Baden-Baden

Kindheit – Erfindung des 19. Jhd.

Die Kindheit ist noch jung: Erst seit rund 200 Jahren wird sie als eigene Lebensphase betrachtet. Das zeigt das Museum LA8 mit einem Rundgang durch bürgerliche Kinderzimmer – von Schulheften bis zu Baukästen, mit denen Walter Gropius spielte.

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Stuttgart + Rosenheim

Inka – Könige der Anden

Größer als das Römische Reich, totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Leben im Inka-Staat war meist Zwangsarbeit. Diese bizarre Hochkultur wollten die Spanier auslöschen. Was übrig blieb, zeigt ein erstklassiger Überblick in zwei Museen.

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Berlin + Duisburg + Wiesbaden

K.O. Götz

Hoch soll er leben: Heute feiert Karl Otto Götz seinen 100. Geburtstag. Er ist einer der bedeutendsten abstrakten Maler der Nachkriegszeit – und sicherlich der schwungvollste. Drei deutsche Museen richten ihm eine opulente Retrospektive aus.

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München

20 Jahre Sammlung Goetz

Eine der größten deutschen Privat-Kollektionen von Gegenwartskunst feiert Geburtstag. Zum Jubiläum stellt Ingvild Goetz Prunkstücke ihrer Sammlung aus; im Haus der Kunst sind Videos zum Verhältnis von bewegten und unbewegten Bildern zu sehen.

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Stuttgart

Brueghel, Rubens, Ruisdael

Das “Goldene Zeitalter” der Niederlande war auch eines der Malerei. 80 Spitzenwerke aus Privatbesitz sind nun in der Staatsgalerie zu sehen: ein prachtvoller Überblick über diese Kunst-Epoche, doch die Herkunft der Gemälde gibt Rätsel auf.

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Feo Aladag

Koran-Rezitation nur bei Beerdigung

Filme machen unter dem Schutz des Verteidigungs-Ministeriums: Feo Aladag hat “Zwischen Welten” an den Original-Schauplätzen in Afghanistan gedreht. Im Interview spricht sie über Hilfe durch die Bundeswehr und gestrichene Szenen; Authentizität geht vor.

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Feo Aladag

Zwischen Welten

(Kinostart: 27.3.) Unsere Jungs in Afghanistan wirken wie Jedi-Krieger auf dem falschen Planeten. Regisseurin Feo Aladag erfindet im Alleingang den zeitgenössischen deutschen Kriegsfilm: Bei der Bundeswehr ist Eigeninitiative strikt untersagt.

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Christian Schwochow

Westen

(Kinostart: 27.3.) Aus den Stasi- in die CIA-Verhöre: DDR-Übersiedler kamen im Westen zunächst in Notaufnahmelager. Dieses triste Zwischenreich einer abgeschlossenen Parallelgesellschaft zeigt Regisseur Schwochow atmosphärisch dicht und pointiert.

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Jakob Lass

Love Steaks

(Kinostart: 27.3.) Blutig, Medium oder Well Done: Bei einem jungen Liebespaar im Luxus-Hotel fliegen die Fetzen. Regisseur Jakob Lass bleibt möglichst nah an der Realität; ein konsequent radikales Experiment, dessen Aufbruchstimmung fasziniert.

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Golshifteh Farahani

My Sweet Pepper Land

(Kinostart: 27.3.) Wildwest in Kurdistan: Lehrerin und Polizei-Chef verbünden sich gegen feindliche Schmuggler und Dörfler. Mit Genre-Mitteln zeigt Regisseur Hiner Saleem seine Heimat so unterhaltsam wie berührend; dabei glänzt Golshifteh Farhani.

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