Berlin

Die Wikinger

So vergeht der Ruhm der Welt: Vor 1000 Jahren versetzten die Wikinger ganz Europa in Angst und Schrecken. Mittlerweile inspirieren sie nicht einmal mehr Kuratoren: Die Überblicks-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau fällt kleinteilig und fantasielos aus.

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Berlin

Moshe Gershuni

Ein Jude, der Hakenkreuze malt: Gershuni ist einer der wichtigsten Künstler Israels – und hierzulande fast unbekannt. Das ändert die Werkschau in der Neuen Nationalgalerie: expressive Farbschlachten und Zeichen verbinden Altes Testament und Zeitkritik.

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München

Die Neue Sachlichkeit

Nüchterne Blicke auf eine harte Wirklichkeit: Das Lenbachhaus zeigt Werke von 22 Malern der Neuen Sachlichkeit. Die alte Einteilung in linke und rechte Künstler taugt nicht mehr viel; was bleibt, sind ungeschönte Szenen, die noch heute beeindrucken.

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Naumburg/ Saale

Glanzlichter: Glasmalerei heute

Es werde Licht: Glaskunst der Gegenwart wird zwar meist für Kirchen geschaffen, sprengt aber den christlichen Formenkanon und spielt mit allen möglichen Leucht-Effekten. Das zeigt ein Überblick über 150 Werke im Dom und an vier weiteren Standorten.

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Berlin

Die Welt um 1914: Farbfotografie

So bunt und vielfältig war die Welt, bevor der Krieg alles in Trümmer legte: Der Martin-Gropius-Bau zeigt seltene frühe Farbfotos, die erste Bildreporter auf allen Kontinenten aufnahmen – nur 100 Jahre her, aber rettungslos verloren wie die Antike.

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Jean-Pierre + Luc Dardenne

Wir sind realistisch optimistisch

In “Zwei Tage, Eine Nacht” will eine Angestellte ihren Job retten, indem sie alle Kollegen zu überreden versucht, auf ihren Bonus zu verzichten. Warum diese Konstellation aus ihrer Sicht plausibel ist, erklären die Gebrüder Dardenne im Interview.

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Jean-Pierre + Luc Dardenne

Zwei Tage, Eine Nacht

(Kinostart: 30.10.) Wettrennen um den Arbeitsplatz: Entweder überzeugt eine Angestellte in 48 Stunden alle Kollegen, auf Geld zu verzichten – oder sie verliert ihren Job. Dichte Studie über Entsolidarisierung von Belgiens Altmeistern des Sozialdramas.

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Wim Wenders

Das Salz der Erde

(Kinostart: 30.10.) Panorama der Welt in Schwarzweiß: Sebastião Salgado fotografierte die unwirtlichsten Winkel der Erde. Er sah unsagbares Leid und strahlende Schönheit. Davon erzählt er Regisseur Wenders in der Dunkelkammer – ein fabelhaftes Porträt.

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Jemaine Clement + Taika Waititi

5 Zimmer Küche Sarg

(Kinostart: 30.10.) Neuseeland als Schattenreich: Die weltweit erste Doku über Vampire kommt aus dem Südpazifik. Dass auch eine Blutsauger-Hausgemeinschaft die üblichen WG-Probleme hat, walzen die Komiker Clement und Waititi mit derben Späßen aus.

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Stefan Haupt

Der Kreis

(Kinostart: 23.10.) Als Zürich das Schwulen-Mekka Europas war: Wie dort Nacht- und Liebesleben in den 1950/60ern zwischen Klappen und Razzien verlief, erzählt Regisseur Stefan Haupt am Beispiel eines außergewöhnlichen Paars – eine gelungene Hommage.

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Top-Ausstellungen 2013

Antike: CREDO

Die Christianisierung Europas dauerte fast 1400 Jahre - diesen Endlos-Prozess erklären drei Museen in Paderborn faszinierend anschaulich.

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Kunst bis 1900: Daumier ist ungeheuer!

Jeder kennt seine Karikaturen. Das Max Liebermann Haus stellt Daumier als Maler vor: eine echte Entdeckung.

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1900 bis 1945: Wien - Berlin

Die Kunst in beiden Metropolen wurde nie systematisch verglichen. Die Berlinische Galerie holt das glänzend nach.

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Deutscher Filmpreis 2014

Bester Film + Regie + Drehbuch

"Die andere Heimat" von Edgar Reitz zeigt die Deutschen vor 150 Jahren als Armuts-Emigranten - ein perfekter Historienfilm.

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Beste Kamera + Szene + Musik

"Das finstere Tal" von Andreas Prochaska ist ein formvollendeter Neo-Western - als hätte Sergio Leone in den Alpen gedreht.

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Bester Doku-Film

In "Die Kunst der Fälschung" deckt Arne Birkenstock auf, wie Wolfgang Beltracchi zum erfolgreichsten deutschen Kunst-Betrüger wurde.

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Venedig

Architektur-Biennale 2014

Von politischen Balkonen und Treppen-Forschung: Für die Biennale trägt Star-Architekt Rem Koolhaas eine Enzyklopädie der Gebäude-Elemente zusammen. Dafür klappert er ganz Italien ab – als Beispiel für gegenwärtige Stagnation und Ratlosigkeit weltweit.

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München

Richard Avedon

Porträtfotografie ist Performance: Wenn Star-Modefotograf Richard Avedon nicht für Hochglanz-Magazine arbeitete, nahm er Amerikas Licht- und Schattengestalten nüchtern auf. Seine schonungslosen Konterfeis sind nun im Museum Brandhorst zu sehen.

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Berlin

Avantgarde!

Oben die Bilder, unten die Worte: Die Kunstbibliothek sortiert Grafik von 1890 bis 1918 fein säuberlich in zwei Abteilungen. Oben sind die Wände voll, unten die Vitrinen: Erläuterungen erscheinen in der Kulturforum-Ausstellungshalle entbehrlich.

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Bonn

Afrikanische Meister

Holzstücke, wertvoller als Elfenbein: Die Bundeskunsthalle zeigt 200 hervorragende Werke aus westafrikanischen Kulturen. Den Nachweis, welche Meister sie schufen, führt sie in puristisch unterkühltem Ambiente – nur in der Gegenwart geht es hoch her.

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Trier + Stuttgart

Ein Traum von Rom

Die Ausstellung als Aperitif: Das Rheinische Landesmuseum zeigt, wie das antike Trier zur Metropole der Superlative wurde – und macht damit Appetit auf seine ständige Sammlung sensationell gut erhaltener römischer Reliefs und Mosaiken von Weltrang.

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Brendan Gleeson

Am Sonntag bist Du tot – Calvary

(Kinostart: 23.10.) Irland als Käfig voller Narren: “The Guard”-Regisseur John Michael McDonagh scheucht einen Pater durch seine Freak-Gemeinde. Bei wirren Episoden und schalen Gags fügt sich Brendan Gleeson als Priester in sein trauriges Schicksal.

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Fatih Akin

Supertanker durch Bosporus lenken

Mit “The Cut” greift Fatih Akin ein türkisches Tabu-Thema auf: den Völkermord an den Armeniern. Die märchenhaft poetische Form eines Helden-Epos soll bewirken, dass auch Faschos länger als 15 Minuten zusehen, erklärt der Regisseur im Interview.

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Fatih Akin

The Cut

(Kinostart: 16.10.) Ein großer Film über den Völkermord an Armeniern, der gar keiner sein will. Regisseur Akin macht aus einem stummen Helden auf Anti-Odyssee ein visionäres Melodram, das Türken bewegen dürfte – und so Versöhnung befördern könnte.

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Udo Kier

Arteholic

(Kinostart: 16.10.) Der Schauspieler als Kunstsüchtiger: Filmemacher Hermann Vaske schenkt Udo Kier zum 70. Geburtstag ein Doku-Porträt. Wobei sich Kier mehr für Künstler als ihre Werke interessiert und aus Museen flieht – eine spleenige Hommage.

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Johannes Holzhausen

Das große Museum

(Kinostart: 16.10.) Zwischen Reichskrone und Mottenfallen: Das Kunsthistorische Museum Wien ist eine Welt für sich. Regisseur Holzhausen erkundet sie von der Rüstkammer bis zur Marketing-Abteilung – lakonisch und stilvoll wie das Haus selbst.

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kultiversum - Artikel, Empfehlungen, Premieren, Termine zu Theater, Tanz, Ballett, Musik und Literatur.

Hinter der Leinwand

An Fälschungen verdienen alle

Arne Birkenstock zeigt, wie der Kunst-Fälscher Wolfgang Beltracchi arbeitet - und erklärt, warum der Kunstmarkt sich so naiv geriert.

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Ich war für anstößigen Sex zuständig

Charlotte Gainsbourg würde für Lars von Trier alles tun - doch sein Drehbuch für "Nymphomaniac" jagte ihr Angst ein.

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Was Publikum zumutbar ist

Wie man aus 3000 Filmen die besten 50 herausfiltert, erklärt Berlinale-Chef Wieland Speck - und warum sie kaum ins Kino kommen.

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Berlin

Berlin Art Week 2014

Gier frisst Freiheit: Die Berlin Art Week mutiert zum Monster-Spektakel, bei dem alle auf ihre Kosten kommen – nur nicht die Kunst. Die abc-Messe floriert auch ohne Ideen, die frühere Preview-Messe konzentriert sich als Positions aufs Wesentliche.

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Berlin

Walker Evans – Ein Lebenswerk

Beobachter der Tristesse: Als Bildjournalist dokumentierte Walker Evans Alltag und Armut – obwohl er für ein US-Wirtschaftsmagazin arbeitete. Einen der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts stellt der Martin-Gropius-Bau nüchtern vor.

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Aachen

Karl der Große: Macht Kunst Schätze

Vor 1200 Jahren starb Karl der Große. Wie er Aachens Zentrum formte, ist bis heute sichtbar; dort widmet ihm die Stadt eine Mammut-Ausstellung. In drei Teilen macht sie deutlich: Des Kaisers Vermächtnis war eine Bildungsreform, die Europa bis heute prägt.

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Berlin

Wir gehen Baden!

Raus aus dem Freibad, rein ins Museum: Zur Sommerzeit breitet das Kupferstichkabinett 100 Werke aus fünf Jahrhunderten von Dürer bis David Hockney aus. Kleine Kunstgeschichte von Wasserratten, Badespaß und Strandleben – als feuchtfröhliches Vergnügen.

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Köln

Reise der Kamera nach Asien

Export von Fotografie im Geist der Souvenir-Industrie: Die ersten Lichtbilder in Asien wurden für die ersten Touristen gemacht. Gestellt, geschönt, und dennoch faszinierend fremdartig – das zeigt sehr anschaulich das Museum für Ostasiatische Kunst.

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Mads Mikkelsen

Bronson wirkte wie aus der Hölle

In “The Salvation” spielt Mads Mikkelsen einen klassischen Western-Helden: den einsamen Rächer. Dabei orientierte er sich weniger an Clint Eastwood als am maulfaulen Charles Bronson, erzählt der dänische Schauspieler im Interview.

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Mads Mikkelsen

The Salvation – Spur der Vergeltung

(Kinostart: 9.10.) Frisch aus der goldenen Ära der 1940/60er Jahre: Der Däne Kristian Levring dreht mit Mads Mikkelsen einen klassischen Western. Alles sieht so aus wie bei John Ford oder Sergio Leone – ein Augenschmaus für Liebhaber des Genres.

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Chadwick Boseman

Get on up – Die James Brown Story

(Kinostart: 9.10.) Wiederauferstehung des Godfather of Soul: Chadwick Boseman verkörpert den Ausnahme-Musiker mit rastloser Energie, als gäbe es kein Morgen. Dabei spart Regisseur Tate Taylor die Macken von James Brown nicht aus – ein fabelhaftes Biopic.

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Lone Scherfig

The Riot Club

(Kinostart: 9.10.) Der indiskrete Charme der britischen Aristokratie: Die dänische Regisseurin und Ex-Dogma-Anhängerin Lone Scherfig verfolgt das wüste Treiben von Snob-Studenten in Oxford. An diesem Pamphlet hätten Marx und Engels ihre Freude gehabt.

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Frankfurt am Main

Der filmische Surrealismus

Bewusste Halluzinationen: Surreales Kino von Pionieren wie Luis Buñuel und Salvador Dalí schockierte mit wüsten Ideen und nie gesehenen Effekten. Die Bewegung strahlte weltweit aus; ihr Einfluss dauert bis heute an, wie das Deutsche Filmmuseum zeigt.

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