Bonn + München

August Macke + Franz Marc

Viereinhalb Jahre, die den Expressionismus veränderten: Macke und Marc waren eng befreundet. Ähnliche Einflüsse verarbeiteten sie sehr verschieden, zeigen Kunstmuseum und Lenbachhaus – mit einem Kommentar vom August-Macke-Haus.

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Frankfurt am Main

German Pop

Als das Pop-Art-UFO in Germanien landete: Viele deutsche Künstler versuchten sich an bunter Alltags-Kunst. Die Schirn stellt vier regionale Zentren erstmals gemeinsam vor: ein variantenreicher Überblick, doch zu heterogen für das Schlagwort “German Pop”.

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Aachen

Modern Icons

Inflation der Ikonen: Zahllose Film-, Pop- oder Mode-Stars werden mit Heiligenbildern gleichgesetzt. Welche Strategien Kunst, Medien und Werbung dabei anwenden, führt eine kleine Auswahl großformatiger Werke im Ludwig Forum anschaulich vor.

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Berlin

Monique Jacot

Federleicht bis tintenschwarz: Monique Jacot hat jahrzehntelang soziale Zustände weltweit mit Aufnahmen voller Poesie dokumentiert. Der Fotografin aus der Schweiz widmet nun das Verborgene Museum ihre erste Retrospektive in Deutschland.

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Köln

52 Wochen, 52 Städte – Iwan Baan

X-mal um die ganze Erde: Der Architektur-Fotograf hat ein Jahr lang in jeder Woche eine andere Stadt abgelichtet. Seine urbane Weltkarte von Erdhöhlen und Prachtbauten gleicht einem bunt schillernden Flickenteppich – zu sehen im AIT Architektursalon.

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Tommy Lee Jones

The Homesman

(Kinostart: 18.12.) Frauen-Odyssee mit Outlaw durch Nebraska: Regisseur Tommy Lee Jones lässt als Hauptdarsteller Western-Träume untergehen und Menschlichkeit triumphieren – womit er den Realismus des Genres auf eine neue ethische Stufe hebt.

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Olivier Assayas

Juliette rannte nackt ins Wasser

Mit Fiktion tiefer in die Realität eindringen als sie selbst: Regisseur Olivier Assayas ist ein Archäologe von Emotionen. In “Die Wolken von Sils Maria” schickt er Juliette Binoche zurück an ihre Anfänge, erklärt er im Interview: Kino als Jungbrunnen.

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Juliette Binoche

Die Wolken von Sils Maria

(Kinostart: 18.12.) Mit Nietzsche, Wolkenbänken und Theater-Premieren in die Schweizer Berge: Regisseur Olivier Assayas lässt Juliette Binoche an den Ort ihres Durchbruchs zurückkehren – für eine vielschichtige Film-Reflexion über das Drama des Lebens.

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Jennifer Lawrence

Serena

(Kinostart: 18.12.) Lady Macbeth in North Carolina 1929: Ein Ehe-Drama unter Waldbaronen und Holzfällern verfilmt Regisseurin Susanne Bier als Schauerstück voller Neurosen und Wahnsinn. Am Ende steht der vernebelte Wald schwarz und schweiget.

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Nuri Bilge Ceylan

Winterschlaf

(Kinostart: 11.12.) Kappadokien ist überall: Sein Porträt eines Ex-Schauspielers erweitert Regisseur Nuri Bilge Ceylan zur Parabel auf den Abstieg von Intellektuellen weltweit – für brillante Bilder und geschliffene Dialoge zum Cannes-Sieger gekürt.

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Top-Ausstellungen 2013

Antike: CREDO

Die Christianisierung Europas dauerte fast 1400 Jahre - diesen Endlos-Prozess erklären drei Museen in Paderborn faszinierend anschaulich.

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Kunst bis 1900: Daumier ist ungeheuer!

Jeder kennt seine Karikaturen. Das Max Liebermann Haus stellt Daumier als Maler vor: eine echte Entdeckung.

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1900 bis 1945: Wien - Berlin

Die Kunst in beiden Metropolen wurde nie systematisch verglichen. Die Berlinische Galerie holt das glänzend nach.

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Kunst im Film

Strange Colour of Your Body's Tears

Jugendstil als Horror-Show: Die Brüssel-Paläste von Victor Horta dienen als Kulissen für einen extravaganten Psycho-Thriller.

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Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Berlin

Wiedereröffnung Kunstgewerbemuseum

Ein Methusalem will modisch werden: Das älteste deutsche Kunstgewerbemuseum gönnt sich eine Frischzellenkur. Die beschränkt sich auf kosmetische Eingriffe: Schicke Kleider in Höhlengängen, grelle Signal-Buchstaben und Räume im Raum – besser als nichts.

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München

Georg Baselitz: Damals... und heute

Seine Welt steht auf dem Kopf: Mit umgedrehten Motiven wurde Baselitz zum Star-Maler. Nun widmet ihm das Haus der Kunst eine üppige Werkschau, die frühe Gemälde mit neuen “Remix”-Variationen kontrastiert – und die Macht des Marktes spiegelt.

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Berlin

Bettina Rheims: Bonkers

Übergeschnappt in London: Die französische Fotografin Bettina Rheims inszeniert weibliche Erotik raffiniert sinnlich mit frivoler Lust an Klischees. Ihre Bilderserie zwischen Rokoko, Burlesque und Fetisch-Look ist in der Galerie Camera Work zu sehen.

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Frankfurt am Main

Subodh Gupta – Everything is Inside

Indiens Jeff Koons: Mit Kochtöpfen und Kuhdung-Bildern wurde Gupta einer der teuersten Gegenwarts-Künstler in Asien. Seine glänzend schlichten Großinstallationen sind vielschichtiger als die des US-Kollegen, zeigt die hervorragende Werkschau im MMK.

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Berlin

Die Wikinger

So vergeht der Ruhm der Welt: Vor 1000 Jahren versetzten die Wikinger ganz Europa in Angst und Schrecken. Mittlerweile inspirieren sie nicht einmal mehr Kuratoren: Die Überblicks-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau fällt kleinteilig und fantasielos aus.

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Jason Reitman

#Zeitgeist

(Kinostart: 11.12.) Das Internet als alles fressendes Alien: Sein Sittenbild-Ensemblefilm über Liebe, Sex und Familie im Digital-Zeitalter gerät Regisseur Jason Reitman zur Teufelskreis-Predigt. Die Realität bleibt dabei auf der Strecke.

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Abderrahmane Sissako

Timbuktu

(Kinostart: 11.12.) Leben im Dschihad-Faschismus: Der mauretanische Regisseur Sissako schildert den Alltag in der Sahara-Stadt, die 2012 von Islamisten-Milizen beherrscht wurde – als unaufgeregte Studie über die Zerschlagung aller zivilen Ordnung.

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Bakhtiar Khudoijnazarov

Waiting for the Sea

(Kinostart: 11.12.) Schiffbruch im Sandmeer: Im ausgetrockneten Aralsee will Kapitän Marat seinen gestrandeten Kahn zum Wasser ziehen. Diesen Öko-Sisyphos macht Regisseur Bakhtiar Khudoijnazarov zur Hauptfigur eines lupenreinen Sowjet-Heldenepos.

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Berlin

Pasolini Roma

Er war einer der klügsten Künstler des 20. Jahrhunderts: Der schwule Katholik und Marxist Pier Paolo Pasolini sezierte in Wort und Film messerscharf die Verheerungen der Moderne. Nun feiert ihn der Gropius-Bau – und schreckt vor seiner Radikalität zurück.

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Woody Allen

Magic in the Moonlight

(Kinostart: 4.12.) Nächste Station auf Woody Allens Europa-Tournee fürs Kino: Berlin und die Côte d’Azur in den 1920er Jahren. Ein stocknüchterner Magier verfällt einer bezaubernden Hellseherin – als süffiger Filmgenuss wie ein Stück Lieblings-Torte.

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kultiversum - Artikel, Empfehlungen, Premieren, Termine zu Theater, Tanz, Ballett, Musik und Literatur.

Kunst im Film

Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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The Airstrip – Aufbruch der Moderne

Architektur-Geschichte brutal: Doku-Filmer Heinz Emigholz lichtet Betonbauten ab – eine Schnipsel-Salve.

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Shirley - Visionen der Realität

Gustav Deutsch verfilmt 13 klassische Bilder des US-Malers Edward Hopper als leblos animierte Sittengeschichte - und sehr uncool.

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Berlin

Moshe Gershuni

Ein Jude, der Hakenkreuze malt: Gershuni ist einer der wichtigsten Künstler Israels – und hierzulande fast unbekannt. Das ändert die Werkschau in der Neuen Nationalgalerie: expressive Farbschlachten und Zeichen verbinden Altes Testament und Zeitkritik.

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München

Die Neue Sachlichkeit

Nüchterne Blicke auf eine harte Wirklichkeit: Das Lenbachhaus zeigt Werke von 22 Malern der Neuen Sachlichkeit. Die alte Einteilung in linke und rechte Künstler taugt nicht mehr viel; was bleibt, sind ungeschönte Szenen, die noch heute beeindrucken.

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Naumburg/ Saale

Glanzlichter: Glasmalerei heute

Es werde Licht: Glaskunst der Gegenwart wird zwar meist für Kirchen geschaffen, sprengt aber den christlichen Formenkanon und spielt mit allen möglichen Leucht-Effekten. Das zeigt ein Überblick über 150 Werke im Dom und an vier weiteren Standorten.

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Berlin

Die Welt um 1914: Farbfotografie

So bunt und vielfältig war die Welt, bevor der Krieg alles in Trümmer legte: Der Martin-Gropius-Bau zeigt seltene frühe Farbfotos, die erste Bildreporter auf allen Kontinenten aufnahmen – nur 100 Jahre her, aber rettungslos verloren wie die Antike.

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Venedig

Architektur-Biennale 2014

Von politischen Balkonen und Treppen-Forschung: Für die Biennale trägt Star-Architekt Rem Koolhaas eine Enzyklopädie der Gebäude-Elemente zusammen. Dafür klappert er ganz Italien ab – als Beispiel für gegenwärtige Stagnation und Ratlosigkeit weltweit.

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Michaël R. Roskam

The Drop – Bargeld

(Kinostart: 4.12.) Sein packender Krimi “Bullhead” spielte unter belgischen Rinderzüchtern, nun hängt Regisseur Roskam in einer schäbigen Bar in Brooklyn herum: für einen fesselnd realistischen Kleine-Leute-Thriller mit exzellenten Schauspielern.

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Terry Gilliam

Don Quixote ist mein Vorbild

Mit der britischen Comedy-Truppe Monty Python filmte er legendäre Komödien; seither ging es für Terry Gilliam auf und ab. Geldnot macht erfinderisch: Wie er “The Zero Theorem” spottbillig in Rumänien drehte, erzählt der Regisseur feixend im Interview.

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Christoph Waltz

The Zero Theorem

(Kinostart: 27.11.) Ein Schlag ins Kontor von Google, Facebook und Konsorten: Monty-Python-Altmeister Terry Gilliam schildert den Alltag eines Hochleistungs-Computer-Nerds. Dass es dabei absolut wahnwitzig und grotesk zugeht, versteht sich von selbst.

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Nadav Schirman

The Green Prince

(Kinostart: 27.11.) Der Sohn eines Hamas-Chefs als israelischer Agent: Mossab Hassan Yousef war der wohl wichtigste Informant des Geheimdienstes. Er und sein Führungsoffizier erzählen Regisseur Schirman ihre Geschichte – eine unfassbar spannende Doku.

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Thomas Imbach

Mary – Königin von Schottland

(Kinostart: 20.11.) Ihre Cousine Elisabeth I. ist weltberühmt, Maria Stuart nur die ewige Verliererin. Regisseur Thomas Imbach porträtiert sie als überraschend moderne Kämpferin, die scheitern musste – ein Historienfilm auf der Höhe unserer Zeit.

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