Bonn + München

August Macke + Franz Marc

Viereinhalb Jahre, die den Expressionismus veränderten: Macke und Marc waren eng befreundet. Ähnliche Einflüsse verarbeiteten sie sehr verschieden, zeigen Kunstmuseum und Lenbachhaus – mit einem Kommentar vom August-Macke-Haus.

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Frankfurt am Main

German Pop

Als das Pop-Art-UFO in Germanien landete: Viele deutsche Künstler versuchten sich an bunter Alltags-Kunst. Die Schirn stellt vier regionale Zentren erstmals gemeinsam vor: ein variantenreicher Überblick, doch zu heterogen für das Schlagwort “German Pop”.

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Aachen

Modern Icons

Inflation der Ikonen: Zahllose Film-, Pop- oder Mode-Stars werden mit Heiligenbildern gleichgesetzt. Welche Strategien Kunst, Medien und Werbung dabei anwenden, führt eine kleine Auswahl großformatiger Werke im Ludwig Forum anschaulich vor.

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Berlin

Monique Jacot

Federleicht bis tintenschwarz: Monique Jacot hat jahrzehntelang soziale Zustände weltweit mit Aufnahmen voller Poesie dokumentiert. Der Fotografin aus der Schweiz widmet nun das Verborgene Museum ihre erste Retrospektive in Deutschland.

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Köln

52 Wochen, 52 Städte – Iwan Baan

X-mal um die ganze Erde: Der Architektur-Fotograf hat ein Jahr lang in jeder Woche eine andere Stadt abgelichtet. Seine urbane Weltkarte von Erdhöhlen und Prachtbauten gleicht einem bunt schillernden Flickenteppich – zu sehen im AIT Architektursalon.

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Colin Firth

Kingsman – The Secret Service

(Kinostart: 12.3.) James Bond für die Generation Egoshooter: Ein privater Geheimdienst rettet very british die Welt. Seine amüsante Agentenfilm-Parodie vermengt Regisseur Matthew Vaughn mit oberflächlicher Gesellschaftskritik: eine zynische Mixtur.

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Sigourney Weaver

Chappie

(Kinostart: 5.3.) Ein Roboter in schlechter Gesellschaft: Der Prototyp gerät an ein südafrikanisches Trash-Rap-Duo, das ihn zum Gangster erziehen will. Aus High-Tech mit menschlichem Antlitz bastelt Regisseur Neill Blomkamp originelle Science Fiction.

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Heidi Specogna

Pepe Mujica – Der Präsident

(Kinostart: 5.3.) Blumen auf dem Präsidenten-Bauernhof: José Mujica pflegt in Uruguay sein Image als ärmster Staatschef der Welt, und Regisseurin Specogna schaut ihm andächtig zu. Eine unpolitische Homestory-Doku für linkssentimentale Gemüter.

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Andreas Dresen

Die beste Zeit ihres Lebens

In “Als wir träumten” lässt Andreas Dresen die wilde Wendezeit in Leipzig wieder aufleben. Er erlebte sie in Ostberlin: mit geklauten Taschenbüchern, ohne Karte ins Kino schleichen und ersten Joints zu hartem Drum’n’Bass, erzählt er im Interview.

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Andreas Dresen

Als wir träumten

(Kinostart: 26.2.) Im Niemandsland der Geschichte: Nach der Wende schlägt eine Leipziger Jugendclique lustvoll über die Stränge. Den Erfolgsroman von Clemens Meyer verfilmt Andreas Dresen wild und hektisch mit treibenden Techno-Beats – so muss es sein.

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Flop-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Georg Baselitz

Der Kopfüber-Maler spreizt sich im Münchener Haus der Kunst - damit museale Weihen die Preise seiner Bilder hoch treiben.

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Gegenwart: 8. Berlin-Biennale

Neuer Standort, alte Schwächen: Diese Leistungsschau der Hauptstadt-Kunst ist so aufgeblasen wie konzeptlos und überflüssig.

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Ethnologica: Berlin-Dahlem

Seit Jahren doktern die Museen am Konzept fürs Humboldt-Forum herum - serviert werden nur Mini-Häppchen.

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Kunst im Film

Shirley - Visionen der Realität

13 klassische Bilder des US-Malers Edward Hopper verfilmt Gustav Deutsch als leblos animierte Sittengeschichte - und sehr uncool.

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Kathedralen der Kultur (3D)

Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen - als quälend langatmiger Episoden-Film.

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Watermark

Das Wasserzeichen, das H2O dem Planeten einprägt: Fotograf Edward Burtynsky gelingt eine grandiose Doku voller betörender Bilder.

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Berlin

Wiedereröffnung Kunstgewerbemuseum

Ein Methusalem will modisch werden: Das älteste deutsche Kunstgewerbemuseum gönnt sich eine Frischzellenkur. Die beschränkt sich auf kosmetische Eingriffe: Schicke Kleider in Höhlengängen, grelle Signal-Buchstaben und Räume im Raum – besser als nichts.

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München

Georg Baselitz: Damals... und heute

Seine Welt steht auf dem Kopf: Mit umgedrehten Motiven wurde Baselitz zum Star-Maler. Nun widmet ihm das Haus der Kunst eine üppige Werkschau, die frühe Gemälde mit neuen “Remix”-Variationen kontrastiert – und die Macht des Marktes spiegelt.

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Berlin

Bettina Rheims: Bonkers

Übergeschnappt in London: Die französische Fotografin Bettina Rheims inszeniert weibliche Erotik raffiniert sinnlich mit frivoler Lust an Klischees. Ihre Bilderserie zwischen Rokoko, Burlesque und Fetisch-Look ist in der Galerie Camera Work zu sehen.

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Frankfurt am Main

Subodh Gupta – Everything is Inside

Indiens Jeff Koons: Mit Kochtöpfen und Kuhdung-Bildern wurde Gupta einer der teuersten Gegenwarts-Künstler in Asien. Seine glänzend schlichten Großinstallationen sind vielschichtiger als die des US-Kollegen, zeigt die hervorragende Werkschau im MMK.

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Berlin

Die Wikinger

So vergeht der Ruhm der Welt: Vor 1000 Jahren versetzten die Wikinger ganz Europa in Angst und Schrecken. Mittlerweile inspirieren sie nicht einmal mehr Kuratoren: Die Überblicks-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau fällt kleinteilig und fantasielos aus.

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Omar Sy

Heute bin ich Samba

(Kinostart: 26.2.) Omar Sy und Charlotte Gainsbourg sind Ziemlich beste Freunde: Er schlägt sich in Paris durch, sie kuriert ihren Burn-out aus. Der neue Film des Regie-Duos Toledano/ Nakache beleuchtet feinfühlig das Elend illegaler Einwanderer.

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Céline Sciamma

Bande des Filles – Girlhood

(Kinostart: 26.2.) Her mit dem wilden Leben: Vier schwarze Mädels aus der Pariser Vorstadt lassen die Schule sausen und es stattdessen richtig krachen. Ihr Gruppenporträt inszeniert Regisseurin Céline Sciamma handlungsarm als Black-Pride-Videoclip.

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Ava Duvernay

Selma

(Kinostart: 19.2.) Ein 80-Kilometer-Marsch für volles Wahlrecht: Regisseurin Ava Duvernay erinnert an den größten Triumph der schwarzen US-Bürgerrechtsbewegung – und porträtiert ihren Anführer Martin Luther King jr. überraschend menschlich.

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Ron Mann

Altman

(Kinostart: 19.2.) Er erfand den Ensemble-Film und Simultan-Dialoge, womit er Hollywood auf den Kopf stellte: Robert Altman hat das US-Kino verändert wie kaum ein zweiter Regisseur. Die Doku von Ron Mann porträtiert ihn anschaulich und unaufgeregt.

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Charlotte Gainsbourg

Jacky im Königreich der Frauen

(Kinostart: 19.2.) “Charlie Hebdo” als Film: Männer tragen Schleier, und Frauen haben im Wortsinne die Zügel in der Hand. Mit seiner völlig grotesken Satire spießt Regisseur Riad Sattouf diverse Spielarten von Unterdrückung und Fanatismus virtuos auf.

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