Berlin + Duisburg + Wiesbaden

K.O. Götz

Hoch soll er leben: Heute feiert Karl Otto Götz seinen 100. Geburtstag. Er ist einer der bedeutendsten abstrakten Maler der Nachkriegszeit – und sicherlich der schwungvollste. Drei deutsche Museen richten ihm eine opulente Retrospektive aus.

...weiter
München

20 Jahre Sammlung Goetz

Eine der größten deutschen Privat-Kollektionen von Gegenwartskunst feiert Geburtstag. Zum Jubiläum stellt Ingvild Goetz Prunkstücke ihrer Sammlung aus; im Haus der Kunst sind Videos zum Verhältnis von bewegten und unbewegten Bildern zu sehen.

...weiter
Stuttgart

Brueghel, Rubens, Ruisdael

Das “Goldene Zeitalter” der Niederlande war auch eines der Malerei. 80 Spitzenwerke aus Privatbesitz sind nun in der Staatsgalerie zu sehen: ein prachtvoller Überblick über diese Kunst-Epoche, doch die Herkunft der Gemälde gibt Rätsel auf.

...weiter
Bonn

1914 – Die Avantgarden im Kampf

Der Krieg als Vater aller Künste: Neue Stilrichtungen gab es schon vorher, doch das vierjährige Völkermorden radikalisierte sie. Nach dem Gemetzel war nichts mehr wie zuvor; das zeigt die Bundeskunsthalle im feldgrauen Kommandostand-Ambiente.

...weiter
Darmstadt

Georg Büchner

Mit vier schmalen Werken zu Weltruhm: Kein Klassiker der deutschen Literatur starb jünger als Büchner – und keiner bleibt aktueller. Das zeigt zum 200. Geburtstag eine raffinierte Ausstellung der Mathildenhöhe; so überraschend wie das Leben selbst.

...weiter
Jannicke Systad Jacobsen

Turn Me On!

(Kinostart: 8.5.) Sex-Frust im Fjord-Dorf: Alma liebt Artur, der sie kaum beachtet. Als sie sich verplappert, ist sie plötzlich isoliert. Herrlich frische und originelle Komödie über Frühlings Erwachen in der Provinz, die in Norwegen zum Hit wurde.

...weiter
Andreas Johnsen

Ai Weiwei – The Fake Case

(Kinostart: 8.5.) Fan-Porträt für Fortgeschrittene: Regisseur Andreas Johnsen hat den chinesischen Künstler im Hausarrest nach der Haft 2011 begleitet. Die Doku bebildert Ais negativen Personenkult: Je stärker die Repression, desto größer sein Einfluss.

...weiter
Cédric Klapisch

Beziehungsweise New York

(Kinostart: 1.5.) Patchwork-Familie auf Franko-Amerikanisch: Romain Duris, der als Student in “Barcelona für ein Jahr” hauste, zieht nun wegen der Kinder in die USA. Regisseur Klapisch scheucht seinen Antihelden grandios komisch durch den Big Apple.

...weiter
Ryan Coogler

Nächster Halt: Fruitvale Station

(Kinostart: 1.5.) Endstation Vorort-Bahnsteig: In der Silvesternacht 2008 erschoss ein Polizist grundlos einen jungen Schwarzen in der U-Bahn von San Francisco. Regisseur Ryan Coogler rekonstruiert authentisch den letzten Tag im Leben des Opfers.

...weiter
Maria Schrader

Vergiss mein Ich

(Kinostart: 1.5.) Regression zum Riesenbaby: Im Film von Jan Schomburg spielt Maria Schrader eine Akademikerin, die an Amnesie leidet. Doch das Drehbuch lässt sie ins Halbdebile abrutschen: für eine Nummernrevue mit peinlicher Situationskomik.

...weiter

Flop-Ausstellungen 2013

Kunst ab 1945: Ausweitung der Kampfzone

Bleischwerer dritter Teil der Kollektions-Präsentation in der Neuen Nationalgalerie; bitte bald entrümpeln!

...weiter

Gegenwart: Böse Dinge

Schlecht und hässlich ist nicht gleich böse: Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe fuchtelt mit der Moral-Keule herum.

...weiter

Ethnologica: Eastern Promises

Tolles Thema, konfus präsentiert: Das Wiener MAK weiß viel über Architektur in Asien + breitet es völlig chaotisch aus. Besser Katalog lesen!

...weiter

Hinter der Leinwand

Auf Wellen des Moments reiten

Wie man fast ohne Geld mitreißende Filme dreht, erklärt Axel Ranisch, der Regisseur von "Dicke Mädchen" + "Ich fühl mich Disco".

...weiter

Große Sehnsucht nach Nähe

Frauke Finsterwalder + Pop-Literat Christoph Kracht legen mit "Finsterworld" ein bizarres Sittenbild aus Deutschland vor.

...weiter

Hélio Oiticica

Spannende Künstler-Doku über den "Andy Warhol Brasiliens" und Tropicália-Gründer, brillant aus Archiv-Material montiert und vertont.

...weiter
Frankfurt am Main

Dürer. Kunst – Künstler – Kontext

Der ganze Dürer soll es sein: Das Städel Museum breitet das Werk des bedeutendsten deutschen Renaissance-Künstlers in allen Aspekten so kompetent wie anschaulich aus – samt seinem Beitrag zur Copyright-Debatte. Er malte selbst das, was man nicht malen kann.

...weiter
Berlin

The Circle Walked Casually

Ein genial einfacher Kniff bringt Zeichenkunst zum Schweben: 140 Arbeiten auf Papier sind in der Deutsche Bank KunstHalle an einer Deckenschiene aufgehängt. Das luftige Arrangement bietet überraschende Einblicke in die riesige Firmensammlung.

...weiter
Kiel

Old School – Kunst + Anachronismus

Früher war alles besser: Die Kunsthalle will die Frage klären, warum veraltete Verfahren und Motive derzeit in der Kunst so beliebt sind – und verheddert sich hoffnungslos in einem Wirrwarr aus widersprüchlichen Ansätzen und Werken.

...weiter
München

Traum-Bilder: Surrealismus-Sammlung

Surrealismus-Schatzkammer: Der Sammler Theo Wormland hat der Pinakothek der Moderne seine Kollektion vermacht. Nun wird sie komplett ausgestellt: Surrealistische Einflüsse auf ansonsten gegensätzliche Strömungen reichen bis in die Gegenwart.

...weiter
Frankfurt am Main

Géricault: Bilder auf Leben und Tod

Erste Werkschau in Deutschland nach 190 Jahren: Mit seinem “Floß der Medusa” wurde Théodore Géricault berühmt. Doch er war weniger pathetischer Romantiker als schonungsloser Porträtist des Kreatürlichen, wie die Schirn überzeugend vorführt.

...weiter
Ralph Fiennes

The Invisible Woman

(Kinostart: 24.4.) Der diskrete Charme der Doppelmoral: Charles Dickens, Star-Sozialkritiker der englischen Literatur, hatte lange eine heimliche Geliebte. Das enthüllt Ralph Fiennes als Regisseur mit Paraderolle in einem präzisen Sittengemälde.

...weiter
Thierry Ragobert

Amazonia (3D) – Abenteuer Regenwald

(Kinostart: 24.4.) Auf den Kapuzineraffen gekommen: Regisseur Thierry Ragobert schickt einen Primaten auf Bildungsreise in den Dschungel. Seine dezent dramatisierte Odyssee wird zum spektakulären Seherlebnis im faszinierend exotischen Tropen-Kosmos.

...weiter
Louise Archambault

Gabrielle – (K)eine normale Liebe

(Kinostart: 24.4.) Girl meets Boy bei der Chorprobe: Zwei junge Behinderte mit Willams-Beuren-Syndrom wünschen sich ein normales Liebesleben. Das zeigt die kanadische Regisseurin Archambault mit wahrhaftiger Leichtigkeit und kleinen Kitsch-Momenten.

...weiter
Jalil Lespert

Mutter hielt YSL für den Größten

Keine Diva, sondern ein Kreativer, der mit Sucht und Depression rang: Über Yves Saint Laurent hat Jalil Lespert einen “antimodischen” Film gedreht. Ein Interview über die Kooperation mit YSL-Partner Pierre Bergé und masochistische Kritiken-Lektüre.

...weiter
Jalil Lespert

Yves Saint Laurent

(Kinostart: 17.4.) YSL: Drei Buchstaben eroberten in den 1960ern die Modewelt. Der geniale Couturier war schwul, manisch-depressiv und drogensüchtig. Wie er dennoch den Look einer Epoche prägte, erzählt Regisseur Lespert einfühlsam und etwas brav.

...weiter

© Kunst+Film

  • Impressum
  • Kontakt
  • Über uns

  • Bewertungen: 1 Stern: ärgerlich, 2 Sterne: uninteressant, 3 Sterne: zwiespältig, 4 Sterne: annehmbar, 5 Sterne: sehenswert, 6 Sterne: hervorragend