Bonn

Afrikanische Meister

Holzstücke, wertvoller als Elfenbein: Die Bundeskunsthalle zeigt 200 hervorragende Werke aus westafrikanischen Kulturen. Den Nachweis, welche Meister sie schufen, führt sie in puristisch unterkühltem Ambiente – nur in der Gegenwart geht es hoch her.

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Trier + Stuttgart

Ein Traum von Rom

Die Ausstellung als Aperitif: Das Rheinische Landesmuseum zeigt, wie das antike Trier zur Metropole der Superlative wurde – und macht damit Appetit auf seine ständige Sammlung sensationell gut erhaltener römischer Reliefs und Mosaiken von Weltrang.

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Berlin

Berlin Art Week 2014

Gier frisst Freiheit: Die Berlin Art Week mutiert zum Monster-Spektakel, bei dem alle auf ihre Kosten kommen – nur nicht die Kunst. Die abc-Messe floriert auch ohne Ideen, die frühere Preview-Messe konzentriert sich als Positions aufs Wesentliche.

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Berlin

Walker Evans – Ein Lebenswerk

Beobachter der Tristesse: Als Bildjournalist dokumentierte Walker Evans Alltag und Armut – obwohl er für ein US-Wirtschaftsmagazin arbeitete. Einen der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts stellt der Martin-Gropius-Bau nüchtern vor.

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Aachen

Karl der Große: Macht Kunst Schätze

Vor 1200 Jahren starb Karl der Große. Wie er Aachens Zentrum formte, ist bis heute sichtbar; dort widmet ihm die Stadt eine Mammut-Ausstellung. In drei Teilen macht sie deutlich: Des Kaisers Vermächtnis war eine Bildungsreform, die Europa bis heute prägt.

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Stephen Hawking

Die Entdeckung der Unendlichkeit

(Kinostart: 25.12.) Eine Theorie über Alles vom Rollstuhl aus: Die Biographie des berühmten Physik-Genies Stephen Hawking verfilmt Regisseur James Marsh als emotionale Tour de Force – und großes Schauspielerkino mit herausragenden Darstellern.

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Tommy Lee Jones

The Homesman

(Kinostart: 18.12.) Frauen-Odyssee mit Outlaw durch Nebraska: Regisseur Tommy Lee Jones lässt als Hauptdarsteller Western-Träume untergehen und Menschlichkeit triumphieren – womit er den Realismus des Genres auf eine neue ethische Stufe hebt.

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Olivier Assayas

Juliette rannte nackt ins Wasser

Mit Fiktion tiefer in die Realität eindringen als sie selbst: Regisseur Olivier Assayas ist ein Archäologe von Emotionen. In “Die Wolken von Sils Maria” schickt er Juliette Binoche zurück an ihre Anfänge, erklärt er im Interview: Kino als Jungbrunnen.

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Juliette Binoche

Die Wolken von Sils Maria

(Kinostart: 18.12.) Mit Nietzsche, Wolkenbänken und Theater-Premieren in die Schweizer Berge: Regisseur Olivier Assayas lässt Juliette Binoche an den Ort ihres Durchbruchs zurückkehren – für eine vielschichtige Film-Reflexion über das Drama des Lebens.

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Jennifer Lawrence

Serena

(Kinostart: 18.12.) Lady Macbeth in North Carolina 1929: Ein Ehe-Drama unter Waldbaronen und Holzfällern verfilmt Regisseurin Susanne Bier als Schauerstück voller Neurosen und Wahnsinn. Am Ende steht der vernebelte Wald schwarz und schweiget.

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Flop-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Georg Baselitz

Der Kopfüber-Maler spreizt sich im Münchener Haus der Kunst - damit museale Weihen die Preise seiner Bilder hoch treiben.

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Gegenwart: 8. Berlin-Biennale

Neuer Standort, alte Schwächen: Diese Leistungsschau der Hauptstadt-Kunst ist so aufgeblasen wie konzeptlos und überflüssig.

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Ethnologica: Berlin-Dahlem

Seit Jahren doktern die Museen am Konzept fürs Humboldt-Forum herum - serviert werden nur Mini-Häppchen.

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Kunst im Film

Shirley - Visionen der Realität

13 klassische Bilder des US-Malers Edward Hopper verfilmt Gustav Deutsch als leblos animierte Sittengeschichte - und sehr uncool.

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Kathedralen der Kultur (3D)

Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen - als quälend langatmiger Episoden-Film.

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Watermark

Das Wasserzeichen, das H2O dem Planeten einprägt: Fotograf Edward Burtynsky gelingt eine grandiose Doku voller betörender Bilder.

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Berlin

Wir gehen Baden!

Raus aus dem Freibad, rein ins Museum: Zur Sommerzeit breitet das Kupferstichkabinett 100 Werke aus fünf Jahrhunderten von Dürer bis David Hockney aus. Kleine Kunstgeschichte von Wasserratten, Badespaß und Strandleben – als feuchtfröhliches Vergnügen.

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Köln

Reise der Kamera nach Asien

Export von Fotografie im Geist der Souvenir-Industrie: Die ersten Lichtbilder in Asien wurden für die ersten Touristen gemacht. Gestellt, geschönt, und dennoch faszinierend fremdartig – das zeigt sehr anschaulich das Museum für Ostasiatische Kunst.

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Darmstadt

Dem Licht entgegen: Jugendstil 1914

Todeskuss für den Traum vom Gesamtkunstwerk: Die Künstlerkolonie-Ausstellung 1914 fiel dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Mit ihr starb der Jugendstil als Versuch, das Leben künstlerisch zu gestalten; das zeigt die Gedenkschau der Mathildenhöhe.

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München

Stan Douglas: Mise en scène

Turbulenzen am Haus der Kunst: Der Haupt-Sponsor springt ab, die Haus-Freunde streiten sich. Das passt zu Foto- und Film-Installationen von Stan Douglas – der Kanadier inszeniert Unruhen und Umbrüche der Nachkriegszeit historisch detailgetreu nach.

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Köln

zeigen verhüllen verbergen- Schrein

Deutschlands reichstes Bistum leistet sich ein preisgekröntes Museum: Das Kolumba von Avantgarde-Architekt Zumthor fasst Kunstwerke wie ein Schrein ein. Die gleichnamige Ausstellung zeigt neben Kostbarkeiten auch Design-Trödel – bis zur Beliebigkeit.

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Nuri Bilge Ceylan

Winterschlaf

(Kinostart: 11.12.) Kappadokien ist überall: Sein Porträt eines Ex-Schauspielers erweitert Regisseur Nuri Bilge Ceylan zur Parabel auf den Abstieg von Intellektuellen weltweit – für brillante Bilder und geschliffene Dialoge zum Cannes-Sieger gekürt.

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Jason Reitman

#Zeitgeist

(Kinostart: 11.12.) Das Internet als alles fressendes Alien: Sein Sittenbild-Ensemblefilm über Liebe, Sex und Familie im Digital-Zeitalter gerät Regisseur Jason Reitman zur Teufelskreis-Predigt. Die Realität bleibt dabei auf der Strecke.

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Abderrahmane Sissako

Timbuktu

(Kinostart: 11.12.) Leben im Dschihad-Faschismus: Der mauretanische Regisseur Sissako schildert den Alltag in der Sahara-Stadt, die 2012 von Islamisten-Milizen beherrscht wurde – als unaufgeregte Studie über die Zerschlagung aller zivilen Ordnung.

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Bakhtiar Khudoijnazarov

Waiting for the Sea

(Kinostart: 11.12.) Schiffbruch im Sandmeer: Im ausgetrockneten Aralsee will Kapitän Marat seinen gestrandeten Kahn zum Wasser ziehen. Diesen Öko-Sisyphos macht Regisseur Bakhtiar Khudoijnazarov zur Hauptfigur eines lupenreinen Sowjet-Heldenepos.

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Berlin

Pasolini Roma

Er war einer der klügsten Künstler des 20. Jahrhunderts: Der schwule Katholik und Marxist Pier Paolo Pasolini sezierte in Wort und Film messerscharf die Verheerungen der Moderne. Nun feiert ihn der Gropius-Bau – und schreckt vor seiner Radikalität zurück.

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