Frankfurt am Main

Esprit Montmartre: Bohème um 1900

Jeden Montag Markt für Maler-Modelle mit 600 Damen: Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Armenviertel im Norden von Paris zum Künstler-Mekka. Den Mythos Montmartre aus Absinth, Bordell und Picasso präsentiert die Schirn hervorragend mit 200 Werken.

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Berlin

Jimmy Nelson: Before They Pass Away

Visuelle Rettung des Weltkulturerbes: Jimmy Nelson fotografiert archaisch lebende Völker aller Kontinente. Ihren Traditionen verleiht Hochglanz-Ästhetik faszinierenden Glamour – die Galerien Camerawork und CWC stellen 80 Werke erstmals hierzulande aus.

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München

Playtime

Arbeit ist nicht alles, aber ohne Arbeit ist alles nichts: Das Lenbachhaus stellt Werke von 40 Künstlern über Arbeitswelten seit den 1960ern aus – ein amüsant sarkastischer Rundumschlag von Fließband-Maloche bis zu Hotelzimmer-Sex für Kunstsammler.

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Heidelberg

Flussaufwärts: Borneo-Sammlung

Kunst der Kopfjäger: Die Dayak auf Borneo sammelten früher Schädel ihrer Feinde in Töpfen. Ganze Dörfer leben in einem Langhaus; jeder Bewohner hat zwei Seelen. Die hierzulande größte Kollektion dieser Kultur stellt das Völkerkundemuseum erstmals aus.

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Karlsruhe

art KARLSRUHE 2014

Fest etabliert: Auf der elften badischen Kunstmesse wird ein vielfältiges Sortiment von Klassischer Moderne bis Gegenwartskunst angeboten. Die überrascht mit ihrer Tendenz zum Tierischen: für Kuschel-Reflexe wie bei Katzen-Videos auf Youtube.

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Richard Linklater

Boyhood

(Kinostart: 5.6.) Die längsten Dreharbeiten aller Zeiten: Zwölf Jahre benötigte Regisseur Linklater für diese Chronik einer Kindheit, die authentischer nicht sein könnte. Zweieinhalb Stunden Auf und Ab entfalten das größte aller Dramen: normales Leben.

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Guillaume Gallienne

Maman und Ich

(Kinostart: 5.6.) Die Verwirrungen des jungen Guillaume: Mama behandelt ihn als Mädchen, andere bringen ihm Frauen-Flamenco bei. Seine tragikomische Identitätssuche inszeniert Regisseur Gallienne mit sich selbst in den Hauptrollen – als Ersatz-Therapie.

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Viggo Mortensen + Kirsten Dunst

Die zwei Gesichter des Januars

(Kinostart: 29.5.) High Noon im Palast von Knossos: Drei US-Amerikaner verstricken sich auf Kreta 1962 in tödliche Abhängigkeiten. Regie-Debütant Hossein Amini verfilmt den Krimi von Patricia Highsmith als stilvollen, doch etwas biederen Film noir.

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Jürgen Brügger + Jörg Haaßengier

Vom Ordnen der Dinge

(Kinostart: 29.5.) Das geht völlig in Ordnung: Vom Messen, Zählen und Aufräumen kann mancher nicht genug bekommen. Die Regisseure Brügger und Haaßengier beobachten launig schrullige Statistiker und kalkulierende Käuze, aber ohne eigene Systematik.

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Wim Wenders + Robert Redford

Kathedralen der Kultur (3D)

(Kinostart: 29.5.) Weltreise durch den Kunstkosmos: Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen. Auf eigenwillige bis bizarre Weise: Dieser quälend langatmige Episodenfilm wird den Kathedralen kaum mehr Zulauf bescheren.

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Flop-Ausstellungen 2013

Kunst ab 1945: Ausweitung der Kampfzone

Bleischwerer dritter Teil der Kollektions-Präsentation in der Neuen Nationalgalerie; bitte bald entrümpeln!

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Gegenwart: Böse Dinge

Schlecht und hässlich ist nicht gleich böse: Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe fuchtelt mit der Moral-Keule herum.

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Ethnologica: Eastern Promises

Tolles Thema, konfus präsentiert: Das Wiener MAK weiß viel über Architektur in Asien + breitet es völlig chaotisch aus. Besser Katalog lesen!

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Hinter der Leinwand

Auf Wellen des Moments reiten

Wie man fast ohne Geld mitreißende Filme dreht, erklärt Axel Ranisch, der Regisseur von "Dicke Mädchen" + "Ich fühl mich Disco".

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Große Sehnsucht nach Nähe

Frauke Finsterwalder + Pop-Literat Christoph Kracht legen mit "Finsterworld" ein bizarres Sittenbild aus Deutschland vor.

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Hélio Oiticica

Spannende Künstler-Doku über den "Andy Warhol Brasiliens" und Tropicália-Gründer, brillant aus Archiv-Material montiert und vertont.

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Frankfurt am Main

Nok – Skulpturen aus Afrika

Nur echt als Scherbenhaufen: Komplette Nok-Figuren aus Nigeria sind meist Fälschungen. Mehr als 2000 Jahre alte Original-Fragmente zeigt das Liebieghaus: ein faszinierender Einblick in eine rätselhafte Kultur, die Afrikas älteste Skulpturen schuf.

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Baden-Baden

Kindheit – Erfindung des 19. Jhd.

Die Kindheit ist noch jung: Erst seit rund 200 Jahren wird sie als eigene Lebensphase betrachtet. Das zeigt das Museum LA8 mit einem Rundgang durch bürgerliche Kinderzimmer – von Schulheften bis zu Baukästen, mit denen Walter Gropius spielte.

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Stuttgart + Rosenheim

Inka – Könige der Anden

Größer als das Römische Reich, totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Leben im Inka-Staat war meist Zwangsarbeit. Diese bizarre Hochkultur wollten die Spanier auslöschen. Was übrig blieb, zeigt ein erstklassiger Überblick in zwei Museen.

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Berlin + Duisburg + Wiesbaden

K.O. Götz

Hoch soll er leben: Heute feiert Karl Otto Götz seinen 100. Geburtstag. Er ist einer der bedeutendsten abstrakten Maler der Nachkriegszeit – und sicherlich der schwungvollste. Drei deutsche Museen richten ihm eine opulente Retrospektive aus.

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München

20 Jahre Sammlung Goetz

Eine der größten deutschen Privat-Kollektionen von Gegenwartskunst feiert Geburtstag. Zum Jubiläum stellt Ingvild Goetz Prunkstücke ihrer Sammlung aus; im Haus der Kunst sind Videos zum Verhältnis von bewegten und unbewegten Bildern zu sehen.

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Jake Gyllenhaal

Enemy

(Kinostart: 22.5.) Der Feind ist unsere eigene Frage als Gestalt: Regisseur Denis Villeneuve lässt Jake Gyllenhaal mit seinem Doppelgänger ringen. Ein ausgemergelt verrätselter Identitäts-Thriller in schwefliger Betonklotz-Vorhölle – Kubrick lässt grüßen.

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Clive Owen + Juliette Binoche

Words & Pictures

(Kinostart: 22.5.) Paragone am Elite-Internat: Literaturdozent Clive Owen hält Wörter für entscheidend, Kunstlehrerin Juliette Binoche dagegen Bilder. Regisseur Fred Schepisi inszeniert die romantische Hochschul-Komödie so vergnüglich wie betulich.

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Anna Martinetz

Fräulein Else

(Kinostart: 22.5.) Arthur Schnitzlers Novelle hat eine Neuverfilmung verdient, aber nicht unbedingt diese: Bei der Aktualisierung in Nordindien geht die seelische Substanz verloren. Das Spielfilm-Debüt von Regisseurin Anna Martinetz scheitert schön.

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Devid Striesow

Zeit der Kannibalen

(Kinostart: 22.5.) Das Böse in Menschengestalt: Unternehmensberater sind die Buhmänner unserer Zeit. Wie sie wirklich ticken, enthüllt dieses Kammerspiel nicht: Regisseur Johannes Naber schnitzt eine Groteske mit Figuren wie aus der Drückerkolonne.

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Edward Burtynsky

Zwei Jahre Vorbereitung fürs Foto

Ein ferngesteuerter Mini-Helikopter nimmt Muschelbänke im Meer auf: Die Doku “Watermark” zwang Edward Burtynsky zu sehr aufwändigem Vorgehen. Wo die Schauplätze lagen, war egal, sagt er im Interview: Ihre Optik sollte die Story von selbst erzählen.

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