Berlin

Bettina Rheims: Bonkers

Übergeschnappt in London: Die französische Fotografin Bettina Rheims inszeniert weibliche Erotik raffiniert sinnlich mit frivoler Lust an Klischees. Ihre Bilderserie zwischen Rokoko, Burlesque und Fetisch-Look ist in der Galerie Camera Work zu sehen.

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Frankfurt am Main

Subodh Gupta – Everything is Inside

Indiens Jeff Koons: Mit Kochtöpfen und Kuhdung-Bildern wurde Gupta einer der teuersten Gegenwarts-Künstler in Asien. Seine glänzend schlichten Großinstallationen sind vielschichtiger als die des US-Kollegen, zeigt die hervorragende Werkschau im MMK.

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Berlin

Die Wikinger

So vergeht der Ruhm der Welt: Vor 1000 Jahren versetzten die Wikinger ganz Europa in Angst und Schrecken. Mittlerweile inspirieren sie nicht einmal mehr Kuratoren: Die Überblicks-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau fällt kleinteilig und fantasielos aus.

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Berlin

Moshe Gershuni

Ein Jude, der Hakenkreuze malt: Gershuni ist einer der wichtigsten Künstler Israels – und hierzulande fast unbekannt. Das ändert die Werkschau in der Neuen Nationalgalerie: expressive Farbschlachten und Zeichen verbinden Altes Testament und Zeitkritik.

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München

Die Neue Sachlichkeit

Nüchterne Blicke auf eine harte Wirklichkeit: Das Lenbachhaus zeigt Werke von 22 Malern der Neuen Sachlichkeit. Die alte Einteilung in linke und rechte Künstler taugt nicht mehr viel; was bleibt, sind ungeschönte Szenen, die noch heute beeindrucken.

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Dakota Johnson

Fifty Shades of Grey

(Kinostart: 12.2.) Die SM-Romanze der Saison, auf die 70 Millionen Hausfrauen sehnsüchtig gewartet haben: Regisseurin Sam Taylor-Johnson verfilmt die triviale Roman-Vorlage als garantiert jugendfreie Hochglanz-Schmonzette für die ganze Familie.

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Joaquin Phoenix

Inherent Vice – Natürliche Mängel

(Kinostart: 12.2.) Ein Fest für Thomas-Pynchon-Fans: Regisseur Paul Thomas Anderson verfilmt erstmals einen seiner Riesenromane. Den Späthippie-Kosmos der Vorlage bringt er kongenial ins Kino – mit kleinen, durch Mega-Joints bedingten Schwächen.

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Joël Vanhoebrouck

Brasserie Romantiek

(Kinostart: 12.2.) Die ganze Speisekarte des Liebeslebens an einem Abend: Der belgische Regisseur Joël Vanhoebrouck tischt eine delikat zubereitete Gastro-Komödie auf, indem er das Publikum alle Tischgespräche im Restaurant belauschen lässt. Bon Appetit!

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65. Berlinale

Neue Sichtweisen für die Zukunft

Heute beginnt die Berlinale. Die “Perspektive Deutsches Kino” ist die Talentschmiede des Festivals; hier werden Nachwuchs-Regisseure vorgestellt. Sektions-Leiterin Linda Söffker spricht über die Kunst, sich Frische und Unabhängigkeit zu erhalten.

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Lana + Andy Wachowski

Jupiter Ascending

(Kinostart: 5.2.) Wie man 175 Millionen Dollar ins All schießt: Die Geschwister Wachowski lassen eine Putzfrau das Universum retten – mit Kapitalismuskritik für den Kindergarten und einem barocken Special-Effects-Feuerwerk, das jede Logik atomisiert.

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Flop-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Georg Baselitz

Der Kopfüber-Maler spreizt sich im Münchener Haus der Kunst - damit museale Weihen die Preise seiner Bilder hoch treiben.

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Gegenwart: 8. Berlin-Biennale

Neuer Standort, alte Schwächen: Diese Leistungsschau der Hauptstadt-Kunst ist so aufgeblasen wie konzeptlos und überflüssig.

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Ethnologica: Berlin-Dahlem

Seit Jahren doktern die Museen am Konzept fürs Humboldt-Forum herum - serviert werden nur Mini-Häppchen.

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Kunst im Film

Shirley - Visionen der Realität

13 klassische Bilder des US-Malers Edward Hopper verfilmt Gustav Deutsch als leblos animierte Sittengeschichte - und sehr uncool.

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Kathedralen der Kultur (3D)

Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen - als quälend langatmiger Episoden-Film.

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Watermark

Das Wasserzeichen, das H2O dem Planeten einprägt: Fotograf Edward Burtynsky gelingt eine grandiose Doku voller betörender Bilder.

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Naumburg/ Saale

Glanzlichter: Glasmalerei heute

Es werde Licht: Glaskunst der Gegenwart wird zwar meist für Kirchen geschaffen, sprengt aber den christlichen Formenkanon und spielt mit allen möglichen Leucht-Effekten. Das zeigt ein Überblick über 150 Werke im Dom und an vier weiteren Standorten.

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Berlin

Die Welt um 1914: Farbfotografie

So bunt und vielfältig war die Welt, bevor der Krieg alles in Trümmer legte: Der Martin-Gropius-Bau zeigt seltene frühe Farbfotos, die erste Bildreporter auf allen Kontinenten aufnahmen – nur 100 Jahre her, aber rettungslos verloren wie die Antike.

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Venedig

Architektur-Biennale 2014

Von politischen Balkonen und Treppen-Forschung: Für die Biennale trägt Star-Architekt Rem Koolhaas eine Enzyklopädie der Gebäude-Elemente zusammen. Dafür klappert er ganz Italien ab – als Beispiel für gegenwärtige Stagnation und Ratlosigkeit weltweit.

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München

Richard Avedon

Porträtfotografie ist Performance: Wenn Star-Modefotograf Richard Avedon nicht für Hochglanz-Magazine arbeitete, nahm er Amerikas Licht- und Schattengestalten nüchtern auf. Seine schonungslosen Konterfeis sind nun im Museum Brandhorst zu sehen.

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Berlin

Avantgarde!

Oben die Bilder, unten die Worte: Die Kunstbibliothek sortiert Grafik von 1890 bis 1918 fein säuberlich in zwei Abteilungen. Oben sind die Wände voll, unten die Vitrinen: Erläuterungen erscheinen in der Kulturforum-Ausstellungshalle entbehrlich.

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Michael Mann

Blackhat

(Kinostart: 5.2.) Hacker-Jagd in der High-Tech-Metropole Hongkong: Eine US-chinesische Task Force soll Schurken finden, die AKWs und Börsenkurse sprengen. Der atmosphärisch dichte Thriller von Regisseur Michael Mann ist technisch etwas unbedarft.

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Michael Keaton

Birdman

(Kinostart: 29.1.) Comeback wie Phönix aus der Asche: Das schwebt dem Ex-Superhelden vor, der früher als Vogelmensch auftrat. Sein Bühnen-Debüt endet als Bruchlandung – die Regisseur Alejandro G. Iñárritu mit Top-Stars als brillante Theater-Satire inszeniert.

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Maurizius Staerkle-­Drux

Die Böhms: Architektur der Familie

(Kinostart: 29.1.) Segen und Fluch eines Familien-Unternehmens: Seit drei Generationen sind alle Böhms Architekten, und der 95-jährige Patriarch ist immer noch der Boss. Regisseur Staerkle-Drux porträtiert eine Dynastie und vernachlässigt ihre Werke.

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Marina Kem

Bonne Nuit Papa

(Kinostart: 29.1.) Ausländische Akademiker in der DDR sind ähnlich fast vergessen wie die Massaker der Roten Khmer. Regisseurin Marina Kem zeichnet die Biografie ihres kambodschanischen Vaters nach – als gefühlige Nabelschau für die ganze Familie.

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Damian John Harper

Los Ángeles

(Kinostart: 29.1.) Die Stadt der Engel als Sehnsuchts-Ort: Ein junger Mexikaner will in Kalifornien viel Geld verdienen – doch die örtliche Gang durchkreuzt seine Pläne. Regisseur Harper zeigt Latino-Landleben mit Laiendarstellern und viel Sympathie.

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