Berlin

Germaine Krull – Fotografien

Was für ein Leben! Germaine Krull wohnte in München, Amsterdam, Paris, Brasilien, Thailand und Indien. Sie fotografierte Maschinen und Obdachlose, schnelle Autos und nackte Frauen. Der Martin-Gropius-Bau präsentiert nun eine umfangreiche Werkschau.

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Oostende/ Belgien

Europäische Geister – Afrika-Kunst

Die Idee ist gut, doch das Museum noch nicht bereit: Das belgische Mu.ZEE will nachzeichnen, wie traditionelle Kunst aus Afrika ab etwa 1900 im Westen wahrgenommen wurde. Vor dieser Mammut-Aufgabe flüchten die Macher in eine wilde Material-Mischung.

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Aachen

Le Souffleur

Konfrontation der Kollektionen: Das Ludwig Forum kontrastiert den Pop Art-Nachlass seines Namensgebers mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Schürmann. Dieser Dialog der Schnittstellen und Widersprüche haucht altbekannten Arbeiten neues Leben ein.

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Wolfsburg

Dark Mirror – Lateinamerika-Kunst

Starker Tobak von einem ignorierten Erdteil: Südamerikas Kulturen sind hierzulande kaum präsent. Das ändert das Kunstmuseum mit einer fulminanten Überblicks-Schau zur Gegenwartskunst – ein Feuerwerk von drastisch sinnlichen und vielschichtigen Werken.

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Berlin

Piet Mondrian – Die Linie

Es war die Linie, nicht die Farbe: Der Martin-Gropius-Bau will zeigen, wie Piet Mondrian zu seinen radikal abstrakten Bildern aus Geraden und Farbfeldern fand. Die Argumentation wirkt überzeugend – unterschlägt aber sein swingendes Spätwerk.

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Julie Delpy

Lolo – Drei ist einer zu viel

(Kinostart: 17.3.) Zwergenaufstand im Hotel Mama: Ein Muttersöhnchen will Mamas neuen Liebhaber aus der Provinz mit allen Mittel loswerden. Sittenkomödien-Spezialistin Julie Delpy greift diesmal zu abgeschmackten Scherzen, die etwas infantil wirken.

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Helen Mirren + Bryan Cranston

Trumbo

(Kinostart: 10.3.) Hollywoods berühmtestes Phantom: Von Kommunistenjägern kaltgestellt, schrieb Dalton Trumbo heimlich Film-Drehbücher, die Oscars erhielten. Sein Geschichte erzählt Regisseur Jay Roach als dichtes, rundum gelungenes Biopic.

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Visar Morina

Babai – Mein Vater

(Kinostart 10.3.) Kein Glück, nirgends: Ein Kosovo-Junge haust bei brutalen Verwandten und schlägt sich nach Deutschland durch – zum hilflosen Vater. Regisseur Morina zeigt mit kühlem Blick und reduzierten Mitteln das Los etlicher Balkan-Emigranten.

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Pablo Trapero

El Clan

(Kinostart: 3.3.) Familienbande im wahrsten Sinne des Wortes: Im Argentinien der 1980er Jahre spannte ein Patriarch seine Frau und die Söhne für Kidnapping und Morde ein. Regisseur Pablo Trapero erzählt die Horrorstory als effektvolles Thriller-Melodram.

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Alexander Sokurow

Francofonia

(Kinostart: 3.3.) Komplizenschaft zur Kunstrettung: Wie der Louvre den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstand, rekonstruiert Regisseur Alexander Sokurow mit einem fantasievoll poetischen Essay-Film – als Hohelied auf unsterbliche Meisterwerke.

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Flop-Ausstellungen 2014

Antike: Die Wikinger

Diese Kaperfahrer beeindrucken keinen: kleinteilige und fantasielose Materialschlacht von Fundstücken im Martin-Gropius-Bau.

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Kunst bis 1900: Feuerbach + Lagerfeld

Muse trifft Softporno - die Kunsthalle in Hamburg mixt Porträts und Erotik-Fotos: absurde Kombination.

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1900 bis 1945: Avantgarde!

Ohne Worte: Ein Saal ist mit Bildern gepflastert, der zweite mit Vitrinen. Erklärungen fehlen im Berliner Kulturforum.

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Kunst im Film

Shirley - Visionen der Realität

13 klassische Bilder des US-Malers Edward Hopper verfilmt Gustav Deutsch als leblos animierte Sittengeschichte - und sehr uncool.

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Kathedralen der Kultur (3D)

Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen - als quälend langatmiger Episoden-Film.

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Watermark

Das Wasserzeichen, das H2O dem Planeten einprägt: Fotograf Edward Burtynsky gelingt eine grandiose Doku voller betörender Bilder.

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Neuss

Olafur Eliasson: Boros Collection

Naturschauspiele auf der Ex-Raketenstation: Die Langen Foundation bietet den perfekten Rahmen für die kinetische Op-Art des Isländers. 36 Arbeiten aus der Boros-Sammlung ergeben eine gute Werkschau – und zeigen, wie mechanisch und epigonal vieles ist.

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Berlin + Münster

Homosexualität_en

Die ganze Bewegung soll es sein: Erstmals seit 34 Jahren ist sexuellen Minderheiten eine Doppel-Ausstellung gewidmet. Das Deutsche Historische Museum ignoriert Fragen der Hetero-Mehrheit; das Schwule Museum zeigt explizite Kunst zu Geschlechter-Themen.

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Rhein-Neckar-Region

6. Fotofestival „7 Prekäre Felder“

Wie Sie sehen, sehen Sie wenig: Die größte deutsche Fotoschau in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg will sieben wichtige Zeitprobleme bebildern – und übernimmt sich. Deutlich wird, wie schwierig es ist, die Wirklichkeit noch im Bild festzuhalten.

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Berlin

Gehorsam: Greenaway-Installation

Das Jüdische Museum bestellt eine Ausstellung über Abrahams Opferung von Isaak bei Peter Greenaway. Der Filmregisseur inszeniert sie als überladene „Ein Herz für Kinder“-Familienfeier – und lässt Gehorsam nur in seinem Privatleben durchschimmern.

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Frankfurt am Main

Indonesian Contemporary Art

Indonesien ist Gastland der Frankfurter Buchmesse, aber die Kultur des größten Staats in Südostasien hierzulande kaum bekannt. Das ändern zwei Ausstellungen im Kunstverein und Fotografie Forum: eine erstklassige Einführung in einen exotischen Kunst-Kosmos.

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Michael Bay

13 Hours:Secret Soldiers of Bengasi

(Kinostart: 3.3.) Helden des Rückzugs: Den Überfall von Islamisten-Milizen auf das US-Generalkonsulat im libyschen Bengasi 2012 zeigt Regisseur Michael Bay aus der Sicht desillusionierter CIA-Söldner – sein feuersprühendes Dokudrama bebildert die Obama-Doktrin.

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Sobo Swobodnik

Sexarbeiterin

(Kinostart: 3.3.) Bezahlter Sex mit Selbstbewusstsein: Seit ihrem Informatik-Studium verdient Lena Morgenroth ihr Geld mit Erotik-Massagen. Regisseur Swobodnik porträtiert eine Aktivistin des horizontalen Gewerbes, die gängigen Klischees widerspricht.

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Michael Keaton

Spotlight

(Kinostart: 25.2.) Mitreißend nüchterner Schwanengesang auf den Qualitäts-Journalismus: Regisseur Tom McCarthy rekonstruiert, wie US-Zeitungsreporter sexuellen Missbrauch durch Priester aufdeckten – ihre Recherche scheint heute kaum mehr möglich.

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Deniz Gamze Ergüven

Mustang

(Kinostart: 25.2.) Hausfrauen- statt Schulunterricht: Fünf türkische Schwestern wehren sich gegen ihre Entmündigung – nur zwei kommen durch. Ihr Zwangsehen-Drama verwandelt Regisseurin Ergüven mit leichter Hand in eine Parabel auf das ganze Land.

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66. Berlinale

Wegen Überfüllung geschlossen

Die Berlinale platzt aus allen Nähten. Während die Massen gucken, was sie kriegen können, pflegen Filmauswahl und Jury die Eigenreklame eines politisch engagierten Festivals. Anstatt abzukassieren, sollte es endlich wieder den Berlinern entgegen kommen.

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