Düsseldorf

Zurbarán – Meister der Details

Der spanische Caravaggio: Für die Kirche der Gegenreformation schuf Francisco de Zurbarán so schlichte wie raffinierte Gemälde. Dem Maler barocker Askese widmet das Museum Kunstpalast nun die erste Werkschau in Deutschland – eine hinreißende Ausstellung.

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Berlin

Wasak! Filipino Art Today

Expedition in ein unbekanntes Kunst-Archipel: Die vitale Szene auf den Philippinen wird von der Galerie ARNDT erstmals hierzulande vorgestellt. Variantenreiche Farbschlachten zeigen: die Kreolisierung von Alter und Neuer Welt findet mitten im Bild statt.

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München

GegenKunst: »Entartete« + NS-Kunst

Griff in den Giftschrank: Die Pinakothek kontrastiert Klassiker der Moderne mit Werken von NS-Künstlern – aber nur in homöopathischen Dosen. Anstelle des platten Gegensatzes von Gut und Böse wäre eine differenzierte Betrachtung im aktuellen Kontext nötig.

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Berlin + Karlsruhe

Double Vision: Dürer & Kentridge

Mit dem Zweiten sieht man besser: Kulturforum und Kunsthalle stellen Grafik-Meisterwerke des deutschen Renaissance- und eines Gegenwarts-Künstlers aus Südafrika zusammen. Beide ergänzen sich trefflich – doch wie und warum, erfährt man nur aus dem Katalog.

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Frankfurt am Main

Sturm-Frauen: Avantgarde 1910-1932

Femininer Bildersturm: Der Name der wegweisenden Berliner Galerie stammte von Else Lasker-Schüler; ihr Mann stellte etliche Künstlerinnen aus. Einen farbenfrohen Querschnitt dieses weiblichen Beitrags zur klassischen Moderne zeigt nun die Schirn.

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Çayan Demirel+ Ertuğrul Mavioğlu

Bakur - North

(Kinostart: 19.5.) Sieht aus wie Pfadfinder-Leben, ist aber Bürgerkrieg seit 30 Jahren: Die PKK lässt ihren Untergrund-Alltag dokumentieren. Ein aufschlussreicher Propagandafilm – bei Disziplin und Motivation scheint die Kurden-Guerilla unschlagbar.

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Omer Fast

Genug Geld für Koks + Stripperinnen

Vergangenheit ist, was wir dafür halten; ihre vollständige Rekonstruktion bleibt unmöglich. Dennoch unterwirft der Kunst-Filmer Omer Fast seinen Protagonisten in „Remainder“ einer aufwändigen Amnesie-Eigentherapie – um Tabus sichtbar zu machen, betont er.

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Omer Fast

Remainder

(Kinostart: 12.5.) Verwirrspiel ohne Grenzen: Ein Amnesie-Opfer versucht, seine Vergangenheit originalgetreu zu re-inszenieren. Atemberaubend raffinierter Identitäts-Psychothriller von Videokünstler Omer Fast – er schlingt ein verführerisches Möbiusband.

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Jeremy Irons

Die Poesie des Unendlichen

(Kinostart: 12.5.) Das Mathe-Genie, das aus den Tropen kam: Ab 1913 stellte der Inder Srinivasa Ramanujan in Cambridge die akademische Welt auf den Kopf. Regisseur Matthew Brown will seine Lebensleistung würdigen, türmt aber leider viele Klischees aufeinander.

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Lisa Immordino Vreeland

Peggy Guggenheim – Leben für Kunst

(Kinostart: 5.5.) Marcel Duchamp beriet sie bei ihrer ersten Galerie, mit ihrem Mann Max Ernst floh sie vor den Nazis: Peggy Guggenheim war eine Schlüsselgestalt der Moderne. Die Doku von Regisseurin Vreeland ist kurzweilig, bringt aber nichts Neues.

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Flop-Ausstellungen 2014

Antike: Die Wikinger

Diese Kaperfahrer beeindrucken keinen: kleinteilige und fantasielose Materialschlacht von Fundstücken im Martin-Gropius-Bau.

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Kunst bis 1900: Feuerbach + Lagerfeld

Muse trifft Softporno - die Kunsthalle in Hamburg mixt Porträts und Erotik-Fotos: absurde Kombination.

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1900 bis 1945: Avantgarde!

Ohne Worte: Ein Saal ist mit Bildern gepflastert, der zweite mit Vitrinen. Erklärungen fehlen im Berliner Kulturforum.

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Kunst im Film

Shirley - Visionen der Realität

13 klassische Bilder des US-Malers Edward Hopper verfilmt Gustav Deutsch als leblos animierte Sittengeschichte - und sehr uncool.

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Kathedralen der Kultur (3D)

Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen - als quälend langatmiger Episoden-Film.

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Watermark

Das Wasserzeichen, das H2O dem Planeten einprägt: Fotograf Edward Burtynsky gelingt eine grandiose Doku voller betörender Bilder.

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Berlin

Tanz auf dem Vulkan: 1920er Jahre

Mit dem Bubikopf ins wilde Nachtleben: Im Berlin der 1920er Jahre entstand schlagartig die moderne Kultur- und Unterhaltungsbranche. Dazu breitet das Stadtmuseum im Ephraim-Palais einen famosen Gesamtüberblick aus – von Tiller-Girls bis Todes-Akrobaten.

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Leipzig

Eugène Delacroix & Paul Delaroche

Nackt massakrierte Konkubinen oder Napoleon als Wrack: Mit solchen Bildern schockierten Delacroix und Delaroche im 19. Jahrhundert. Das Museum der bildenden Künste präsentiert beide Antipoden der romantischen Malerei, blendet aber den Kontext aus.

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München

Klee & Kandinsky

Tür an Tür mit dem Großkünstler-Freund: Paul Klee und Wassily Kandinsky waren in München fast Nachbarn und lebten als Bauhaus-Lehrer im selben Doppelhaus. Wie sie sich wechselseitig inspirierten, zeigt eine schöne Vergleichs-Schau im Lenbachhaus.

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Berlin

Japan-Fotografie der Meiji-Zeit

Entstehung der Fotografie als Fremdenverkehrs-Branche: Im 19. Jahrhundert lichteten Japaner ihr Land so ab, wie Ausländer es sehen wollten. Diese Souvenir-Artikel verströmen heute nostalgischen Charme, wie eine Schau im Museum für Fotografie vorführt.

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Wiesbaden + Berlin

Karl Schmidt-Rottluff – Selbstbild

Vom Bilderstürmer zum Großkünstler: Schmidt-Rotluff zählt zu den produktivsten und markantesten Expressionisten. Seinen (Selbst-)Porträts ist nun eine Ausstellung in zwei Museen gewidmet – sie breitet auch sein schwaches Spätwerk schonungslos aus.

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Ralph Fiennes + Tilda Swinton

A Bigger Splash

(Kinostart: 5.5.) Schlag ins Badewasser: Regisseur Luca Guadagnino will den glamourösen Jet-Set-Lebensstil der 1960/70er Jahre heraufbeschwören. Sein Remake eines Krimis von 1969 ist hochkarätig fehlbesetzt und läuft in deplatzierter Aktualisierung aus.

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Cem Kaya

Remake, Remix, Rip-Off: Türkei-Kino

(Kinostart: 5.5.) Tollywood in Istanbul: Mit bescheidenen Mitteln und halsbrecherischen Wildwest-Methoden produzierte das türkische Yeşilçam-Kino 40 Jahre lang massenhaft B-Movies. Cem Kayas grandiose Doku beschwört eine vergessene Filmindustrie herauf.

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Catherine Corsini

La belle saison – Eine Sommerliebe

(Kinostart: 5.5.) Suffragette City: Im Paris der frühen 1970er Jahre verliebt sich eine Provinzlerin in eine Pariser Feministin – die Rückkehr aufs Land setzt beide einer Zerreißprobe aus. Das inszeniert Regisseurin Corsini so sensibel wie authentisch.

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Tom Hanks

Ein Hologramm für den König

(Kinostart: 28.4.) Lost in Translation, zweiter Teil: Statt in Tokio verliert Tom Hanks nun in einer saudischen Glitzerstadt jede Orientierung. Schön sarkastisches Globalisierungs-Sittengemälde von Regisseur Tom Tykwer – mit leider verkitschtem Schluss.

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Marcie Begleiter

Eva Hesse

(Kinostart: 28.4.) Heureka in Kettwig an der Ruhr: Dort fand Eva Hesse 1964 zu ihrem Stil. In New York beeindruckten ihre großformatigen Installationen die Kunstwelt; 1970 starb sie mit nur 34 Jahren. Ihre wechselhafte Biografie dokumentiert Marcie Begleiter.

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